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Kayserzinnkanne, hergestellt um 1900, nummeriert mit 4060

Kayserzinn ist eine Zinnmarke. Sie steht für außergewöhnliches deutsches Jugendstil-Zinn.

GeschichteBearbeiten

Johann Peter (J. P.) Kayser leitete die elterliche Metallwarenmanufaktur in Krefeld, im Stadtteil Oppum. Sein Bruder Engelbert Kayser hatte ab 1894 die künstlerische Leitung der Firma übernommen. In seinem Kölner Atelier entstanden zahlreiche Vorlagen und Modelle für die Kollektion. Engelbert Kayser, der 1864 ein Geschäft für Luxusgüter in Köln an der Ecke Hohe Straße und Brückenstraße eröffnet hatte, brachte den Jugendstil, der um 1900 sehr an Bedeutung gewonnen hatte, in die Zinnherstellung. Er beschäftigte die Bildhauer und Künstler Hugo Leven, Karl Geyer, Johann Christian Kröner, Hermann Fauser und Karl Berghof.[1] Mit der Herstellung der Jugendstilobjekte war die Zinngießerei sehr erfolgreich und beschäftigte in den Hochzeiten bis zu 800 Mitarbeiter. In der Produktpalette befanden sich unter anderem Lampen, Kerzenleuchter, Bilderrahmen, Pokale, Vasen, Dosen, Schreibgarnituren, Schalen, Kaffee, Tee, Bier- und Likörservice. Die hohe formale und materielle Qualität von Kayserzinn wurde auf den Weltausstellungen in Paris 1900 und in St. Louis 1904 sowie auf der epochalen Turiner Ausstellung Angewandter Kunst 1902 mit Goldmedaillen ausgezeichnet.

Das Zinn wurde ohne den Zusatz von Blei hergestellt, es wurde Antimon, ein silberglänzendes und sprödes Halbmetall zugesetzt. In der Gießerei wurden ab 1894/95 die hergestellten Zinngegenstände auf der Unterseite neben der reliefierten Bezeichnung KAYSERZINN ab der Zahl 4000 fortlaufend nummeriert.

Der Düsseldorfer Kunstgießer Rolf Kayser entstammt der Zinngießerfamilie.[2][3]

LiteraturBearbeiten

Ausstellungskatalog 2011: KAYSERZINN, Jugendstil-Zinn aus Köln. G. Dietrich/E. Wagner, Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Webseite VGS VGS Kayser.
  2. Anna Lewy: Mit besten Güssen aus dem Hafen. Kunstgießer Rolf Kayser bringt die gigantischen Skulpturen international gefeierter Bildhauer in die endgültige Form. (Memento des Originals vom 11. April 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kunstgiesserei.com In: Neue Ruhr Zeitung von Weihnachten 2009.
  3. Helga Meister: Große Kunst aus einem Guss. Im Medienhafen lassen die Stars der Kunst ihre Werke in der Kunstgießerei Kayser fertigen. (Memento des Originals vom 11. April 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kunstgiesserei.com In: Westdeutsche Zeitung vom 15. März 2010.