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Kay Ivey

US-amerikanische Politikerin, Gouverneurin von Alabama
Kay Ivey (Juli 2017)

Kay Ellen Ivey (* 15. Oktober 1944 in Camden, Alabama) ist eine US-amerikanische Politikerin der Republikanischen Partei. Von 2011 bis 2017 war sie Vizegouverneurin des Bundesstaates Alabama. Seit dem Rücktritt von Gouverneur Robert J. Bentley am 10. April 2017 ist sie Gouverneurin des Bundesstaates Alabama.[1]

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Kay Ivey absolvierte die Auburn University und arbeitete danach zunächst als Lehrerin sowie im Bankgewerbe. Dabei war sie von 1970 bis 1979 Assistant Vice President der Merchants National Bank/Regions Bank. Zwischenzeitlich war sie auch bei der Staatsbehörde Alabama Development Office angestellt. Anfang der 1980er Jahre war sie bei der Verwaltung des Repräsentantenhauses von Alabama tätig. Politisch gehörte sie ursprünglich der Demokratischen Partei an. Später wechselte sie zu den Republikanern. Nachdem eine Kandidatur für das Amt des State Auditor gescheitert war, war sie zwischen 1985 und 1998 Abteilungsleiterin bei der Bildungsbehörde Alabama Commission on Higher Education. Zwischen 2003 und 2011 war sie als Treasurer Finanzministerin ihres Staates.[2] Aus verfassungsrechtlichen Gründen konnte sie 2010 nicht ein weiteres Mal in dieses Amt gewählt werden. Stattdessen war sie als Kandidatin für die anstehende Gouverneurswahl im Gespräch. Nachdem sie anfangs tatsächlich kandidieren wollte, änderte sie ihre Meinung und bewarb sich für den Vizegouverneursposten.

Im November 2010 wurde Ivey dann an der Seite von Robert J. Bentley zur Vizegouverneurin von Alabama gewählt. Dieses Amt bekleidete sie seit dem 17. Januar 2011. Im Jahr 2014 wurde sie in diesem Amt bestätigt. Seit dem 10. April 2017 ist sie Gouverneurin von Alabama. Das Amt des Vizegouverneurs ist seitdem vorerst vakant.

SonstigesBearbeiten

Ivey plädiert energisch gegen von US-Präsident Trump geplante Zölle auf Autoimporte. Sie könnten, so Ivey, Unternehmen schaden, die Tausende in Alabama lebende Menschen beschäftigen und mit Milliarden zur Volkswirtschaft Alabamas beitragen.[3][4]

Sie meint, mit der Vollstreckung von Todesurteilen würde "Gerechtigkeit" geschaffen.[5] Im Mai 2019 unterzeichnete Ivey ein Gesetz, mit dem Abtreibungen in Alabama in fast allen Fällen verboten werden. Das Gesetz sieht Strafen von bis zu 99 Jahren Haft für Ärzte vor, die Abtreibungen vornehmen. Auch Schwangerschaften, die durch Inzest oder Vergewaltigungen zustande kamen, dürfen nur dann abgebrochen werden, wenn akute Gesundheitsgefahr für die Mutter besteht.[6][7]

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. Samuel Chamberlain: Robert Bentley: Alabama governor resigns over sex scandal. In: Fox News. 10. April 2017 (foxnews.com [abgerufen am 10. April 2017]).
  2. Susan B. Anthony List: Kay Ivey | Lieutenant Governor of Alabama (Memento des Originals vom 30. Juni 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sba-list.org
  3. FAZ.net: EU an Trump: 300 Milliarden Dollar Vergeltung für Autozölle
  4. siehe auch Alabama third in nation in auto exports
  5. https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_85769080/usa-zwei-verurteilte-moerder-in-tennessee-und-alabama-hingerichtet.html
  6. Alabama: Gouverneurin unterzeichnet strenges Abtreibungsgesetz. In: aerztezeitung.de. 16. Mai 2019, abgerufen am 24. Mai 2019.
  7. ZEIT ONLINE, dpa, hgö: Prominente warnen vor US-Gesetzen gegen Schwangerschaftsabbruch. In: zeit.de. 17. Mai 2019, abgerufen am 24. Mai 2019.