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Katharina Copony

österreichische Filmemacherin
Katharina Copony bei Crossing Europe 2018

Katharina Copony (* 26. Dezember 1972 in Graz) ist eine österreichische Filmemacherin.

Inhaltsverzeichnis

Leben und SchaffenBearbeiten

Katharina Copony wuchs in der Südsteiermark und Graz auf. Sie studierte zunächst Kunstgeschichte in Graz und absolvierte anschließend ein Studium der visuellen Mediengestaltung bei Peter Weibel an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Universität der Künste in Berlin.

In den 1990er-Jahren nahm sie mit ihren Videoarbeiten an Ausstellungen bildender Kunst teil, realisierte Multimedia-Projekte und war im Rahmen des Arcus Project in Japan Artist in Residence. Es folgten Aufenthalte in Rom, London und Sarajevo.

Ihre dokumentarischen Filme setzen sich mit ephemeren Räumen sowie gesellschaftlichen und topografischen Übergangszonen auseinander. Sie wurden auf internationalen Festivals sowie im Fernsehen gezeigt und werden vom österreichischen Filmverleih Sixpack Film vertrieben.

Als Script/Continuity und Regieassistenz wirkte Katharina Copony an zahlreichen Spielfilmen mit (unter anderen von Barbara Albert, Valeska Grisebach, Isabelle Stever, Jessica Hausner).

FilmografieBearbeiten

  • 2001: der wackelatlas – sammeln und jagen mit H.C. Artmann (Buch und Regie)
  • 2004: Kanegra (Buch und Regie)
  • 2006: Il Palazzo (Buch und Regie, Produktion)
  • 2009: Oceanul Mare (Buch und Regie, Produktion)
  • 2014: Spieler (Buch und Regie)
  • 2016: Moghen Paris (Buch und Regie, Produktion)
  • 2019: In der Kaserne (Buch und Regie)

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Katharina Copony – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jurybegründung der 33. Duisburger Filmwoche: "Sprache als Grenze und Verständigungsmittel, ethnografische und soziale Bedingung und Entwicklung durch Bewegung. Bei Oceanul Mare korrespondieren in bestechender Weise formale Strategien und thematischer Zugang. Eine herausragende Gegenwartsreflexion (...)"
  2. Jurybegründung: "Ein Film, der uns auf eine atmosphärische Reise einlädt, beginnend mit uralten Korkeichen führt er behutsam zu einem Karnevalumzug in einem sardischen Bergdorf. Es ist die filmische Übersetzung eines magischen Vorganges. Die Magie zeigt sich in der sozialen Praxis des Karnevals, die sich in der Form einer Bewegung hin zum kollektiven Rausch entwickelt. Es ist eine lebendige, mitreißende Wandlung in einem Gefüge, die nicht in der Erinnerung eingeschrieben, aber dennoch im Handeln der Menschen sichtbar wird."