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Katakana
Schrifttyp Silbenschrift
Sprachen Japanisch
Ainu
Ryukyu
Palauisch[1]
Verwendungszeit seit ca. 800 n. Chr.
Offiziell in Japan
Abstammung Chinesische Schrift
 → Man’yōgana
  → Katakana
Verwandte Hiragana, Hentaigana
Unicodeblock U+30A0..U+30FF
ISO 15924 Kana
Hrkt (Hiragana und Katakana)
Jpan (Hiragana, Katakana, Kanji)
Japanese Katakana KA.pngJapanese Katakana TA.pngJapanese Katakana KA.pngJapanese Katakana NA.png

Bei den Katakana (japanisch 片仮名 oder カタカナ) handelt es sich um eine Silbenschrift (genauer Morenschrift) der japanischen Sprache. Sie ist die zweite japanische Morenschrift neben den Hiragana. Außerdem werden in der japanischen Schrift noch chinesische Schriftzeichen verwendet, in diesem Kontext als Kanji bezeichnet.

Jedes Katakana-Zeichen steht als Syllabogramm entweder für einen Vokal oder für einen Konsonanten mit folgendem Vokal, mit der Ausnahme des später hinzugefügten Zeichens , das einen Nasallaut am Silbenende repräsentiert.

Die Katakana wurden aus chinesischen Schriftzeichen, genauer Man’yōgana, entwickelt, indem aus einem Zeichen mit der entsprechenden Lesung Striche weggelassen wurden. Katakana haben daher nur einen bis vier gerade oder leicht gebogene Striche und meist spitze Winkel und unterscheiden sich vom Schriftbild deutlich von den weichen, gerundeten Hiragana.

Die Katakana werden nach der 50-Laute-Tafel angeordnet. Das Iroha, ein Gedicht, in dem alle fünfzig ursprünglichen Silben vorkommen, wird stattdessen nur noch selten verwendet.

Silben- oder Morenschrift?Bearbeiten

Im Japanischen ist die phonologisch maßgebliche suprasegmentale Einheit nicht die Silbe, sondern die More (z. B. werden im Haiku und im Tanka nicht die Silben gezählt, sondern die Moren). Japanische Moren bestehen aus einem Kurzvokal oder aus einem prävokalischen Konsonanten und einem Kurzvokal oder aus einem bloßen postvokalischen Konsonanten im Silbenausgang. Silben mit Langvokal oder mit postvokalischem Konsonanten im Silbenausgang sind zweimorig.

Diese silbenphonologische Eigenschaft des Japanischen wird auch in den Katakana und Hiragana berücksichtigt: Je More ein Schriftzeichen. Bei kurzvokalischen offenen Silben entspricht die More der Silbe (daher werden die japanischen Morenschriften oft auch ungenau als Silbenschriften bezeichnet).

Zur Darstellung eines Langvokals wird in der Katakana-Schreibung ein Diakritikum (der Chōonpu) gebraucht und in der Hiragana-Schreibung das Zeichen für den Kurzvokal doppelt gebraucht, so dass der erste „Kurzvokal“ zur ersten und der zweite zur zweiten More gehört. Ein postvokalischer Konsonant im Silbenausgang bildet für sich eine More und wird durch ein eigenes Schriftzeichen dargestellt. Eine zweisilbige Form muss so je nach der Zahl der Moren durch zwei, drei oder vier Zeichen dargestellt werden.

TabelleBearbeiten

Das Lernen von Katakana kann manchmal schwierig sein, da sich einige Zeichen stark ähneln. shi und tsu zum Beispiel oder so und n unterscheiden sich nur in der Strichrichtung. Die Unterschiede sind deutlicher zu erkennen, wenn die Symbole mit einem Schreibpinsel gezeichnet werden.

StandardBearbeiten

0
0
a i u e o ya yu yo
Einzelgraphen
(Gojūon)
Digraphen
(Yōon)
a
[a]
i
[i]
u
[ɯ]
e
[e]
o
[o]
k ka
[ka]
ki
[ki]
ku
[kɯ], [kɯ̥]
ke
[ke]
ko
[ko]
キャ kya
[kʲa]
キュ kyu
[kʲɯ]
キョ kyo
[kʲo]
s sa
[sa]
shi
[ɕi], [ɕi̥]
su
[sɯ], [sɯ̥]
se
[se]
so
[so]
シャ sha
[ɕa]
シュ shu
[ɕɯ]
ショ sho
[ɕo]
t ta
[ta]
chi
[ʨi]
tsu
[ʦɯ], [ʦɯ̥]
te
[te]
to
[to]
チャ cha
[ʨa]
チュ chu
[ʨɯ]
チョ cho
[ʨo]
n na
[na]
ni
[ni]
nu
[nɯ]
ne
[ne]
no
[no]
ニャ nya
[ɲa]
ニュ nyu
[ɲɯ]
ニョ nyo
[ɲo]
h ha
[ha] 1
hi
[çi], [hi]6
fu
[ɸɯ]
he
[he] 1
ho
[ho]
ヒャ hya
[ça], [hʲa]
ヒュ hyu
[ça], [hʲɯ]
ヒョ hyo
[ço], [hʲo]
m ma
[ma]
mi
[mi]
mu
[mɯ]
me
[me]
mo
[mo]
ミャ mya
[mʲa]
ミュ myu
[mʲɯ]
ミョ myo
[mʲo]
y ya
[ja]
2 yu
[jɯ]
2 yo
[jo]
r ra
[ɾa]
ri
[ɾi]
ru
[ɾɯ]
re
[ɾe]
ro
[ɾo]
リャ rya
[ɾʲa]
リュ ryu
[ɾʲɯ]
リョ ryo
[ɾʲo]
w wa
[ɰa]
 wi
[ɰi], [i] 4
2  we
[ɰe], [e] 4
wo 3
[ɰo], [o] 4
* n
[ɴ], [ɰ̃], [n], [m]7
Einzelgraphen mit Diakritika
(Gojūon mit Dakuten und Handakuten)
Digraphen mit Diakritika
(Yōon mit Dakuten und Handakuten)
g ga
[ga]
gi
[gi]
gu
[gɯ]
ge
[ge]
go
[go]
ギャ gya
[gʲa]
ギュ gyu
[gʲɯ]
ギョ gyo
[gʲo]
z za
[za]
ji
[ʑi] 5
zu
[zɯ] 5
ze
[ze]
zo
[zo]
ジャ ja
[ʑa]
ジュ ju
[ʑɯ]
ジョ jo
[ʑo]
d da
[da]
ji/dji/jyi 5
[ʑi], [ʥi]
zu/dzu 5
[zɯ], [dzɯ]
de
[de]
do
[do]
ヂャ ja/dja/jya 5
[ʑa], [ʥa]
ヂュ ju/dju/jyu 5
[ʑɯ], [ʥɯ]
ヂョ jo/djo/jyo 5
[ʑo], [ʥo]
b ba
[ba]
bi
[bi]
bu
[bɯ]
be
[be]
bo
[bo]
ビャ bya
[bʲa]
ビュ byu
[bʲɯ]
ビョ byo
[bʲo]
p pa
[pa]
pi
[pi]
pu
[pɯ]
pe
[pe]
po
[po]
ピャ pya
[pʲa]
ピュ pyu
[pʲɯ]
ピョ pyo
[pʲo]
1 Wenn Katakana nicht für Fremdwörter, sondern für das Schreiben nativer japanischer Wörter verwendet werden und es sich bei ハ und ヘ um Partikel handelt (häufig zu sehen in Vorkriegsliteratur ( Rekishiteki Kanazukai engl.)), wird ハ ha /ɰa/ und ヘ he dann /e/ ausgesprochen.
2 Die Zeichen  yi,  ye und  wu erschienen in einigen Textbüchern ab 1873 (Meiji 6), waren aber niemals allgemein gebräuchlich.[3][4] Diese wurden bisher nicht in den Unicode-Standard aufgenommen.
3 In der Neuzeit wird ウォ wo verwendet, um den wo-Laut darzustellen. Die Katakana-Version des wo-Kana, , wird in erster Linie, wenn auch selten, verwendet, um die Partikel in Katakana darzustellen. Die Partikel wird normalerweise wie o-Kana ausgesprochen.
4 Die weiteren w-Katakana wurden früher auch zur Transkription des w-Lautes verwendet; so findet man heute noch ヰスキー wisukī /ɰisɯ̥ki/ für Whiskey.[5] Heutzutage wird es aber präferiert, für die Darstellung des englischen w-Lautes die u-Kombinationen (ウォ vo, ウィvi und ウェ ve) zu verwenden. Häufig wird auch keine Kombination verwendet z. B. ウイザード uizādo anstelle von ウィザード wizādo für engl. "wizard".
5 Die Kana ヂ ji and ヅ zu sind v. a. für etymologische Schreibweisen, wenn die stimmlosen Äquivalente チ chi und ツ tsu einer Lautverschiebung (Rendaku) unterzogen werden und stimmhaft werden, wenn sie in der Mitte eines zusammengesetzten Wortes auftreten z. B. in ツヅク tsudzuku. In anderen Fällen werden stattdessen die identisch ausgesprochenen ジ ji and ズ zu verwendet. ヂ di und ヅ du können niemals am Anfang eines Wortes stehen und sie sind im Katakana nicht üblich, da das Konzept von Rendaku nicht für transkribierte Fremdwörter gilt, eine der Hauptanwendungen von Katakana.
Je nach Region (Yotsugana engl.) werden ジ, ヂ, ズ und ヅ anders ausgesprochen. Im Tokyoter Dialekt gilt: ヅ=ズ /(d)zɯ/ und ジ=ヂ /(d)ʑi/.
6 Im Tokyoter Dialekt wird ヒ hi anders ausgesprochen, je nachdem, wo es im Wort steht. Am Wortende und vor einem Obstruenten wird es /çi/, wie das „weiche ch“ in „Ich“, gesprochen (z. B. コーヒー kōhī /koːçiː/ oder ヒト hito /çito/), ansonsten /hi/ (z. B. ヒメ hime /hime/). Je nach Region wird ヒ hi aber auch unabhängig von der Wortstellung immer /çi/ ausgesprochen.
7 Je nach Position im Wort wird ン n anders ausgesprochen. Vor m-, b- oder p-Kana wird es /m/ gesprochen (z. B. ナンバー nanbā /nambaː/), im Wort /ɴ/, am Ende meist /ñ/. /ɰ̃/ ist die Umschreibung für alle Aussprachevarianten.

Erweiterte Katakana (特殊音)Bearbeiten

Diese Tabelle bedarf einer Überarbeitung: Für die Tabelle gibt es so in dieser Form im Prinzip keine 1:1-Quelle. Sie ist quasi über die Jahre hier in der Wikipedia Stück für Stück entstanden und versucht einige Internetquellen zu berücksichtigen sowie die Tabelle aus der englischen Wikipedia (Extended katakana). Bei letzterer gibt es auch noch eine neunte Spalte „ye“, die hier komplett fehlt. →Diskussion
Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die folgende Tabelle[6][2][7][8][9][10][11][12] ist eine neuzeitliche Erweiterung moderner Zeichenzusammensetzungen (→Japanische Schrift#Palatalisierung/Brechung (Ligatur)), die ausschließlich der Aussprache fremdsprachiger Begriffe (→Gairaigo) dient.

  • Mit einem ☆ sind alle Kombinationen markiert, die vom MEXT offiziell standardisiert wurden.[2] Diese werden auch im japanischen Alltag verwendet und sind verwendungssicher.
  • Mit einem ▢ sind alle Kombinationen markiert, die erstmalig im 1974er Hyōjun-shiki standardisiert wurden.[11] Diese Varianten sind aussprachesicher, werden aber kaum verwendet.
  • Mit einem △ sind alle Kombinationen markiert, die vorwiegend in linguistischen Sammelwerken zur akkurateren Lautwiedergabe verwendet werden. Sie sind nicht verwendungssicher, da sie nicht standardisiert sind, d.h.Transkriptionen und Aussprachen variieren je nach Umsetzung. Den meisten Japanern sind diese nicht bekannt.[13] → Listen (beispielhaft): 1, 2, 3
  • Mit einem ◇ sind alle Kombinationen markiert, die zusätzlich von der British Standards Institution 1972 vorgeschlagen wurden.[14] Einige inzwischen obsolete Kana sind dort noch enthalten, wie etwa ヰ wi und ヱ we oder auch die alten v-Kana ヷ va, ヸ vi, ヹ ve, ヺ vo.
  • Mit einem ▣ sind alle Kombinationen markiert, die veraltet sind oder nicht vorwiegend für die Transkription von Fremdwörtern gebraucht werden.
Einzelne kontrahierte Laute
Gruppe a i u e o
k-Gruppe カ゚行
ng 1
カ゚ nga
▣ [ŋa]
キ゚ ngi
▣ [ŋi]
ク゚ ngu
▣ [ŋɯ]
ケ゚ nge
▣ [ŋe]
コ゚ ngo
▣ [ŋo]
s-Gruppe サ行
s
スィ swi/si 2
△▢ [si], [sɰi]
セィ si 2
△ [si]
サ行
sh
シィ shi/shī
△ [ɕiː]
シェ she
▢☆ [ɕe]
ザ行
z
ズィ zwi/zi 2
▢ [zi], [zɰi]
ゼィ zi 2
△ [zi]
ザ行
j
ジィ ji/jī
△ [ʑiː]
ジェ je
☆ [ʑe]
t-Gruppe タ行
t
ティ ti
▢☆ [ti]
トゥ tu 2
▢☆ [tɯ]
タ行
ch
チィ chi/chī
△ [ʨiː]
チェ che
☆ [ʨe]
タ行
ts
ツァ tsa
▢☆ [ʦa]
ツィ tsi
▢☆ [ʦi]
ツゥ tsu/tsū
△ [ʦɯː]
ツェ tse
▢☆ [ʦe]
ツォ tso
▢☆ [ʦo]
ダ行
d
ディ di
▢☆ [di]
ドゥ du 2
▢☆ [dɯ]
ダ行
dj
ヂィ dji/djī/jyi/jyī
▣△ [dʑiː], [ʑiː]
ヂェ dje/jye
▣△▢ [dʑe], [ʑe]
h-Gruppe ハ行
h
ホゥ hu
△▢ [hɯ]
ハ行
f
ファ fa
▢☆ [ɸa]
フィ fi
▢☆ [ɸi]
フゥ fu/fū
△ [ɸɯː]
フェ fe
▢☆ [ɸe]
フォ fo
▢☆ [ɸo]
y-Gruppe ヤ行
y
イィ yi
△▢ [ji], [iː]
イェ ye
▢☆ [je], [i͜e]
ユェ ye
△ [je], [i͜e]
r-Gruppe ラ゚行
l 3
ラ゚ la
▣△▢ [ɾa]
リ゚ li
▣△▢ [ɾi]
ル゚ lu
▣△▢ [ɾɯ]
レ゚ le
▣△▢ [ɾe]
ロ゚ lo
▣△▢ [ɾo]
w-Gruppe ワ行
w
ウァ wa
◇△ [ɰa]
ウィ wi
☆ [ɰi]
ウゥ wu 2
△▢ [ɰɯ], [ɯː]
ウェ we
☆ [ɰe]
ウォ wo
☆ [ɰo]
ヷ行
v 4
ヴァ va
▢☆ [va]
ヴィ vi
▢☆ [vi]
vu
▢☆ [vɯ]
ヴェ ve
▢☆ [ve]
ヴォ vo
▢☆ [vo]
va
▣△▢ [va]
vi
▣△▢ [vi]
(5) vu
▣△▢ [vɯ]
ve
▣△▢ [ve]
vo
▣△▢ [vo]
y-Kombinationen
Gruppe a i u e o
k-Gruppe カ行
ky
キィ kyi
△ [kʲi]
キェ kye
◇ [kʲe]
ガ行
gy
ギィ gyi
△ [gʲi]
ギェ gye
◇ [gʲe]
カ゚行
ngy
キ゚ャ ngya
▣ [ŋʲa]
キ゚ュ ngyu
▣ [ŋʲɯ]
キ゚ョ ngyo
▣ [ŋʲo]
s-Gruppe サ行
sy
スャ sya
△ [sʲa]
スュ syu
△ [sʲɯ]
スョ syo
△ [sʲo]
ザ行
zy
ズャ zya
△ [zʲa]
ズュ zyu
△ [zʲɯ]
ズョ zyo
△ [zʲo]
t-Gruppe タ行
ty
テャ tya
△ [tʲa]
テュ tyu
☆ [tʲɯ]
テェ tye
△ [tʲe]
テョ tyo
△ [zʲɯ]
ティェ tye
△ [tʲe]
タ行
tsy
ツャ tsya
△ [ʦʲa]
ツュ tsyu
◇△ [ʦʲɯ]
ツョ tsyo
△ [ʦʲo]
ダ行
dy
デャ dya
△ [dʲa]
デュ dyu
☆ [dʲɯ]
デェ dye
△ [dʲe]
デョ dyo
△ [dʲɯ]
ディェ dye
△ [dʲe]
n-Gruppe ナ行
ny
ニィ nyi
△ [ɲi]
ニェ nye
◇ [ɲe]
h-Gruppe ハ行
hy
ヒィ hyi
△ [hʲi], [çi]
ヒェ hye
◇ [hʲe], [çe]
ハ行
fy
フャ fya
◇△ [fʲa],[ɸʲa]
フュ fyu
☆ [fʲɯ], [ɸʲɯ]
フィェ fye
◇△ [ɸʲe],[fʲe]
フョ fyo
◇△ [ɸʲo], [fʲo]
バ行
by
ビィ byi
△ [bʲi]
ビェ bye
◇ [bʲe]
パ行
py
ピィ pyi
△ [pʲi]
ピェ pye
◇ [pʲe]
m-Gruppe マ行
my
ミィ myi
△ [mʲi]
ミェ mye
◇ [mʲe]
r-Gruppe ラ行
ry
リィ ryi
△ [ɾʲi]
リェ rye
◇ [ɾʲe]
ラ゚行
ly
リ゚ャ lya
▣△ [ɾʲa]
リ゚ュ lyu
▣△ [ɾʲɯ]
リ゚ョ lyo
▣△ [ɾʲo]
w-Gruppe ワ行
wy
ヰャ wya
▣△ [ɰʲa]
ヰュ wyu
▣△ [ɰʲɯ]
ヰョ wyo
▣△ [ɰʲo]
ウャ wya
△ [ɰʲa]
ウュ wyu
◇△ [ɰʲɯ]
ウョ wyo
△ [ɰʲo]
ヷ行
vy
ヴャ vya
◇△ [vʲa]
ヴュ vyu
☆ [vʲɯ]
ヴィェ vye
◇△ [vʲe]
ヴョ vyo
◇△ [vʲo]
w-Kombinationen
Gruppe a i u e o
k-Gruppe カ行
kw
クァ kwa
☆ [kʷa]
クィ kwi
☆ [kʷi]
クゥ kwu
△ [kʷɯ]
クェ kwe
☆ [kʷe]
クォ kwo
☆ [kʷo]
クヮ6 kwa
▣△ [kʷa]
ガ行
gw
グァ gwa
☆ [gʷa]
グィ gwi
◇△ [gʷi]
グゥ gwu
△ [gʷɯ]
グェ gwe
◇△ [gʷe]
グォ gwo
◇△ [gʷo]
グヮ6 gwa
▣ [gʷa]
s-Gruppe サ行
sw
スァ swa
△ [sʷa]
スゥィ swi
△ [sʷi]
スゥ swu
△ [sʷɯ]
スェ swe
△ [sʷi]
スォ swo
△ [sʷo]
ザ行
zw
ズァ zwa
△ [zʷa]
ズゥィ zwi
△ [zʷi]
ズゥ zwu
△ [zʷɯ]
ズェ zwe
△ [zʷe]
ズォ zwo
△ [zʷo]
t-Gruppe タ行
tw
トァ twa
△ [tʷa]
トィ twi
△ [tʷi]
トェ twe
△ [tʷe]
トォ two
△ [tʷo]
トゥァ twa
△ [tʷa]
トゥィ twi
△ [tʷi]
トゥゥ twu
△ [tʷɯ]
トゥェ twe
△ [tʷe]
トゥォ two
△ [tʷo]
ダ行
dw
ドァ dwa
△ [dʷa]
ドィ dwi
△ [dʷi]
ドェ dwe
△ [dʷe]
ドォ dwo
△ [dʷo]
ドゥァ dwa
△ [dʷa]
ドゥィ dwi
△ [dʷi]
ドゥゥ dwu
△ [dʷɯ]
ドゥェ dwe
△ [dʷe]
ドゥォ dwo
△ [dʷo]
n-Gruppe ナ行
nw
ヌァ nwa
△ [nʷa]
ヌィ nwi
△ [nʷi]
ヌゥ nwu
△ [nʷɯ]
ヌェ nwe
△ [nʷe]
ヌォ nwo
△ [nʷo]
h-Gruppe ハ行
hw
ホゥァ hwa
△ [hʷa]
ホゥィ hwi
△ [hʷi]
ホゥゥ hwu
△ [hʷɯ]
ホゥェ hwe
△ [hʷe]
ホゥォ hwo
△ [hʷo]
バ行
bw
ブァ bwa
△ [bʷa]
ブィ bwi
△ [bʷi]
ブゥ bwu
△ [bʷɯ]
ブェ bwe
△ [bʷe]
ブォ bwo
△ [bʷo]
パ行
pw
プァ pwa
△ [pʷa]
プィ pwi
△ [pʷi]
プゥ pwu
△ [pʷɯ]
プェ pwe
△ [pʷe]
プォ pwo
△ [pʷo]
m-Gruppe マ行
mw
ムァ mwa
△ [mʷa]
ムィ mwi
△ [mʷi]
ムゥ mwu
△ [mʷɯ]
ムェ mwe
△ [mʷe]
ムォ mwo
△ [mʷo]
r-Gruppe ラ行
rw
ルァ rwa
△ [ɾʷa]
ルィ rwi
△ [ɾʷi]
ルゥ rwu
△ [ɾʷɯ]
ルェ rwe
△ [ɾʷe]
ルォ rwo
△ [ɾʷo]
w-Gruppe ヷ行
vw
ヴゥァ vwa
△ [vʷa]
ヴゥィ vwi
△ [vʷi]
ヴゥゥ vwu
△ [vʷɯ]
ヴゥェ vwe
△ [vʷe]
ヴゥォ vwo
△ [vʷo]
Sonstige
Gruppe a i u e o
h-Kombinationen
t-Gruppe タ行
t/th
テァ tha
△ [tʰa], [ta]
テゥ thu/tu
△ [tʰɯ], [tɯ]
テォ tho
△ [tʰo], [to]
ダ行
d/dh
デァ dha
△ [dʰa], [da]
デゥ dhu/du
△ [dʰɯ], [dɯ]
デォ dho
△ [dʰo], [do]
funktionale Grapheme
* * , 7
[ka], [ko], [ga] [15]
Chōonpu
☆ [ː]
Sokuon
☆ [Q]
Kurikaeshi
Kurikaeshi

(betont)

1 Diese Kombinationen werden eigentlich nur in Hiragana verwendet und dienen der Anzeige des Bidakuon (鼻濁音)[16][17]. Zeitweise wurde darüber nachgedacht, mit diesem Kana ein ehemaliges c anzuzeigen. So wäre engl. "call" dann コ゚ール cōru statt コール kōru (ähnlich wie bei der L-Reihe). In der Praxis findet die Katakana-Version ng bzw. c keinerlei Anwendung mehr.[18][19]
2 Die Kombinationen スィ si, swi und ズィ zi, zwi existieren zwar[6][7], jedoch werden diese nicht gängig verwendet. Aus diesem Grund werden sie oft nicht in erweiterten Katakana-Tabellen aufgelistet. Ihre Aussprache ist ungesichert, so ist eine Aussprache als si wie in "Bassist" möglich, als auch eine Aussprache als swi ähnlich wie in "Swing".[20] Die aussprachesicheren Varianten セィ si und ゼィ zi, sowie スゥィ swi und ズゥィ zwi, werden noch wesentlich seltener eingesetzt und sind den meisten Japanern unbekannt. Sehr häufig wird si in der Transkription durch shi und zi durch ji ersetzt. Die Kombination トゥ tu und ドゥ du existieren ebenso[8], werden aber häufig durch tsu und dzu ersetzt, um Verwirrungen mit twu und dwu zu unterbinden. ウゥ wu gehört ebenfalls zu den nicht verwendungssicheren Kombinationen, da diese für Japaner schwieriger auszusprechen sind. Im Regelfall wird ウゥ wu deshalb mit ウー uu ersetzt.
3 Die Kombinationen der L-Reihe werden oft noch in erweiterten Katakana-Tabellen gelistet.[8] Sie werden jedoch in der Praxis nicht genutzt, da Kombinationen der L-Reihe, wie Kombinationen der R-Reihe ausgesprochen werden und ursprünglich nur zur Anzeige eines ehemaligen Ls im Ursprungswort dienen z. B. ラ゚ヴァー lavā statt ラヴァー ravā für engl. "lover". ru und ル゚ lu werden gleich ausgesprochen.
4 Der /v/-Laut wird immer mehr in die japanische Alltagssprache integriert, genauso häufig wird dieser aber immer noch mit /b/ substituiert da /v/ nicht zum nativ-japanischen Lautinventar gehört. So ist z. B. バージョン bājon häufiger für engl. "version" anzutreffen als das ebenso richtige ヴァージョン vājon.
5 Das Kana   als weitere Version für vu ist und war so ungebräuchlich, das es bisher nicht im Unicode-Standard aufgenommen wurde.
6 Die kleinen w-Kana (ヮ, , , ) sind vorwiegend zur Darstellung historischer Orthografie und zur Transkription von Ainu gedacht. Dies gilt ebenso für セ゚ tse/ce, ツ゚ tu, ト゚ tu und ウ゚ um. Für Gairaigo-Transkriptionen werden diese selten gebraucht.[21][22].
7 Das kleine ke () ist eine Abkürzung des Kanji , einer alten attributiven Partikel, und wird in Namen für Orte ga ausgesprochen. Manchmal wird anstatt dessen das kleine ka () verwendet. Zumeist wird es aber 'ka' gelesen wie z. B. in 三ヶ月間 sankagetsukan.

VerwendungBearbeiten

In der Meiji-Zeit wurden Katakana noch verwendet, um Partikeln und grammatische Endungen (Okurigana) zu schreiben, besonders in offiziellen Dokumenten. Diese Rolle haben im modernen Japanisch die Hiragana übernommen.

 
Gesehen in Kōbe

Die häufigste Verwendung im modernen Japanisch ist die Transkription von Fremdwörtern (Gairaigo) und ausländischen Namen. So ist die allgemein gebräuchliche Bezeichnung für das Fernsehen, テレビ terebi, eine Abkürzung des französischen „télévision“. Angela Merkel wird als アンゲラ・メルケル angera·merukeru wiedergegeben.

Bei einigen Verben wird der Wortstamm in Katakana geschrieben. Diese Verben, meist aus der Jugendsprache, sind von Fremdwörtern abgeleitet. Ein Beispiel ist サボる saboru, „schwänzen“, das von „Sabotage“ abgeleitet ist.

In Kanji-Wörterbüchern werden zu besseren Übersicht die On-Lesung(en) eines Schriftzeichens in Katakana, die Kun-Lesung(en) in Hiragana angegeben. Diese Konvention beschränkt sich aber auf Wörterbücher; wenn Wörter altjapanischen oder chinesischen Ursprungs, deren Kanji heute selten oder unüblich sind, in durchgehenden Texten vorkommen, so werden sowohl On- als auch Kun-Lesungen als Hiragana geschrieben.

In Manga werden auch die vielen onomatopoetischen Ausdrücke in Katakana geschrieben (mit Ausnahmen in Hiragana).

Begriffe, die mit seltenen chinesischen Schriftzeichen geschrieben werden, also Zeichen, die nicht zu den 2136 Jōyō-Kanji gehören, werden auch oft in Katakana geschrieben. In manchen Fällen wird von einem Kompositum nur ein Schriftzeichen durch Katakana ersetzt. Üblich ist dies insbesondere bei medizinischen Begriffen. Im Wort „Dermatologie“ (皮膚科, hifuka) gilt das zweite Schriftzeichen als schwierig, weswegen hifuka üblicherweise unter Verwendung von Katakana 皮フ科 oder ヒフ科 geschrieben wird. Auch das Schriftzeichen gan, „Krebs“, wird oft in Hiragana oder Katakana geschrieben. Tiere, Pflanzen und Mineralien werden auch oft mit seltenen Kanji geschrieben, weswegen sie zur Vereinfachung oft in Katakana wiedergeben werden. Viele Sushi-Restaurants verwenden trotzdem Kanji für die einzelnen Fischarten.

Japanische Familienunternehmen verwenden oft den Nachnamen in Katakana als Firmennamen, darunter auch die heutigen Großunternehmen Suzuki (スズキ) und Toyota (トヨタ).

Katakana werden in der Schriftsprache auch als Blickfang und zur Betonung verwendet, vor allem auf Schildern. Häufige Beispiele sind ココ koko (hier), ゴミ gomi (Müll) und メガネ megane (Brille). In Werbeanzeigen werden auch einzelne Satzteile in Katakana gesetzt, zum Beispiel ヨロシク yoroshiku.

Telegramme wurden in Japan vor 1988 ebenfalls ausschließlich in Katakana geschrieben. Auch japanische Computer konnten vor der Einführung von Mehrfach-Byte-Zeichen in den 1980er Jahren nur Katakana verarbeiten.

Schriftzeichen, die über die Kanji gesetzt werden, um die Aussprache anzugeben (Furigana), sind üblicherweise in Hiragana gehalten. Wenn die Aussprache jedoch nicht japanisch, sondern englisch, chinesisch oder eine andere Sprache sein soll, werden stattdessen Katakana verwendet. So findet man zum Beispiel über der Abkürzung JR (Japan Railways) klein den Schriftzug ジェイアール (jei āru), der die Aussprache des Kürzels angibt.

Eine Reihe von chinesischen Gerichten, die erst im 20. Jahrhundert nach Japan kamen, wird zwar mit chinesischen Schriftzeichen geschrieben, die Aussprache entspricht aber nicht der sinojapanischen On-Lesung, sondern der kantonesischen oder der Hochchinesischen. Auf den Verpackungen im Supermarkt sind die Namen der Produkte meist in chinesischen Schriftzeichen geschrieben, aber die Lesung zusätzlich in Katakana angegeben. Aus Bequemlichkeit lässt man oft die Schriftzeichen weg und schreibt diese Worte nur in Katakana:

  • ウーロン茶 (烏龍茶), ūroncha (Oolong-Tee)
  • チャーハン (炒飯), chāhan, (Gebratener Reis)
  • チャーシュー (叉焼), chāshū, von Kantonesisch Char siu, gegrilltes Schweinefleisch
  • シューマイ (焼売), shūmai, von Kantonesisch siu maai, eine Dim-Sum-Variante.
  • ラーメン (拉麺), Ramen

In Manga werden Katakana auch manchmal verwendet, um zu verdeutlichen, dass etwas mit einem ausländischen oder anderweitig seltsamen Akzent gesagt wird. So könnte ein Roboter コンニチワ (konnichi wa) statt der üblichen Schreibung こんにちは in Hiragana sagen. Die eckige Form der Katakana soll dabei einen optischen Eindruck von der Aussprache geben.

In der Nachkriegszeit war es Mode, Kindern, besonders Mädchen, Vornamen in Katakana-Schreibung zu geben, so dass ältere Damen öfters Namen in Katakana tragen. Dabei wurden auch ausländische Namen, die sich im Japanischen gut anhören, wie マリア maria und エリカ erika verwendet.

Katakana werden in der traditionellen japanischen Musik für die Schreibung der Noten verwendet, zum Beispiel in der Tozan-Schule der Shakuhachi, und in Sankyoku-Ensembles, bestehend aus Koto, Shamisen und Shakuhachi.

OrthographieBearbeiten

Die Katakana-Orthographie unterscheidet sich leicht von der bei Hiragana üblichen. Nur bei den Katakana gibt es den Längungsstrich für Vokale (), japanisch Chōonpu, bei den Hiragana wird stattdessen ein zweiter Vokal geschrieben. Diese Wörterbuchregelung wird allerdings im täglichen Gebrauch nicht so genau genommen. Es sind des Öfteren Schilder zu sehen, wo zum Beispiel das Wort Rāmen in Hiragana mit Längungsstrich steht (らーめん). Und obwohl der Längungsstrich eigentlich auf Lehnworte beschränkt sein sollte, werden manchmal reinjapanische Wörter in Katakana mit Längungsstrich geschrieben, damit es unter den vielen Anglizismen nicht so auffällt, zum Beispiel ローソク (蝋燭 rōsoku, „Kerze“) oder ケータイ (携帯 kētai „Mobiltelefon“).

Wird die Schrift senkrecht gesetzt (tategaki), steht auch der Längungsstrich senkrecht. In dieser Form ist er auch gut vom Schriftzeichen ichi (一), „eins“ zu unterscheiden, da die Eins auch bei senkrechter Schreibweise ein waagerechter Strich ist. In der Hepburn-Transkription wird der verlängerte Vokal mit einem Makron (¯) geschrieben.

Wie bei den Hiragana wird ein kleines tsu (ッ), ein sogenanntes sokuon geschrieben, um den folgenden Konsonanten zu verdoppeln (Gemination). In der Transkription wird der Konsonant verdoppelt. Das englische Wort „bed“, im japanischen ベッド, wird demnach als beddo zurück transkribiert.

Das Problem bei der Katakana-Schreibung ist, dass die Katakana nur den begrenzten Lautvorrat des Japanischen wiedergeben können, weswegen es nicht immer einfach ist, aus einer Katakana-Schreibung auf das Fremdwort zurückzuschließen. Obwohl es Richtlinien gibt, haben sich eine Reihe von Begriffen in abweichenden Formen etabliert; die phonetisch sehr ähnlichen „towel“ und „tower“ werden als タオル taoru bzw. タワー tawā wiedergegeben. Bei deutschen Namen sind vor allem konsonantenreiche Silben problematisch. Lehnworte, die zu viele Silben enthalten, werden im Japanischen gern abgekürzt, so wird „sexual harassment“ zu セクハラ sekuhara.

Eine ganze Reihe weiterer Vokale und Konsonanten lässt sich in Katakana nur schwer umsetzen.

  • Der stimmlose velare Frikativ, also das „ch“ in deutschen Wörtern wie „Bach“, wird in der Katakana-Transkription als ッ+ハ ha dargestellt. Der Komponist Johann Sebastian Bach wird demnach ヨハン・ゼバスティアン・バッハ yohan·zebasutian·bahha geschrieben.
  • „r“ und „l“ lassen sich nicht unterscheiden. Das japanische „r“ entspricht je nach Kontext dem [ɺ] oder [ɾ].
  • Die deutschen Umlaute „ä“, „ö“ und „ü“ haben im Japanischen gar keine Entsprechung. Das „ä“ wird meist als „e“ wiedergegeben, beim „ö“ hilft man sich mit „e“ (ケーラー kērā für Köhler) oder „u“ (パスツール pasutsūru für „Pasteur“), das „ü“ wird durch yu (リュプケ ryupuke für „Lübke“) ersetzt.
  • Weitere Beispiele für die Schwierigkeiten bei der Transkription von Namen nach Katakana sind „Chruschtschow“ フルシチョフ (Furushichofu), Ali Khamenei アリー・ハーメネイー (Arī Hāmeneī), Itzhak Perlman イツハク・パールマン (Itsuhaku Pāruman).

Für Japaner hat die Transkription von Namen allerdings einen entscheidenden Vorteil: Die Katakana geben eine für sie leicht nachvollziehbare Aussprache vor, selbst wenn diese weit entfernt vom Original liegt. Namen in lateinischen Buchstaben sind dagegen alles andere als eindeutig: Als Europäer entwickelt man zwar ein gewisses Gefühl dafür, ob ein Name englisch, französisch, deutsch, polnisch, spanisch oder wie auch immer auszusprechen ist und wie es ungefähr klingen muss. Für Japaner stellt das eine Hürde dar, die ähnlich hoch ist wie Namen in chinesischen Schriftzeichen für Europäer.

Da es keine Leerzeichen in der japanischen Schrift gibt, wird zur Trennung von Wörtern in einem Katakana-Block stattdessen ein Mittelpunkt () gesetzt, japanisch nakaguro (中黒). Ein Beispiel ist die Trennung von Vorname und Nachname bei ausländischen Namen.

StrichreihenfolgeBearbeiten

 

GeschichteBearbeiten

 
Jeweils links: Katakana; rechts: Herkunftszeichen in chinesischer Regelschrift

Die Katakana wurden in der frühen Heian-Zeit aus den Man’yōgana entwickelt, die ursprünglich dazu dienten, die Aussprache eines Zeichens in Kanbun-Texten zu markieren. Bei Zeichen, die sich als Markierung einer bestimmten Aussprache etabliert hatten, wurden dann zur Vereinfachung einzelne Elemente weggelassen. So entstand aus , „addieren“, gelesen ka, durch Weglassen des Elements das Katakana .

Erst später ging man dazu über, Schriftzeichen in der im Japanischen üblichen Wortreihenfolge zu schreiben und auch die Flexionsendungen an Verben anzuhängen. Das Chinesische kennt als isolierende Sprache keine Flexion.

ZeichensätzeBearbeiten

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Katakana existieren in den meisten Schriftsätzen in voller (全角 zenkaku, engl. full-width) und in halber Breite (半角 hankaku, engl. half-width). Die Katakana in halber Breite wurden 1969 mit dem 8bit-JIS X 0201-Standard eingeführt, die Katakana stehen dabei im erweiterten Bereich ab 0x80, jenseits der ASCII-Zeichen. Da im erweiterten Bereich nur Platz für 128 Zeichen war, wurden von der japanischen Schrift nur die Katakana implementiert. Katakana wurden traditionell wie chinesische Schriftzeichen in quadratischen Blöcken (Geviert) geschrieben. Die damaligen Schriftsätze sahen jedoch eine feste Zeichenbreite von einem Halbgeviert vor, weswegen ein Katakana-Schriftsatz entwickelt wurde, der nur halb so breit war. Damit war es möglich, mit einem 8bit-Schriftsatz Japanisch zu schreiben, auch wenn auf Hiragana und Kanji verzichtet werden musste.

In den späten 1970er Jahren wurden dann Zwei-Byte-Schriftsätze wie JIS X 0208 entwickelt, die es mit ihrem Zeichenraum von über 65.000 Zeichen möglich machten, Hiragana, Katakana und Kanji zu schreiben und damit die japanische Schrift vollständig digital darzustellen. Außerdem erlaubten die Schriftsätze Zeichen in der vollen Geviert-Breite. JIS X 0208 führte nun einen zweiten Zeichenraum für Katakana in der vollen Breite ein. Diese Katakana waren nicht nur im Schriftsatz doppelt so breit, sondern auch in der Digitalisierung, da sie auf zwei Byte gespeichert wurden.

Diese geschichtliche Entwicklung ist auch der Grund, warum es Half-width-Katakana, aber keine Half-width-Hiragana gibt.

Trotz aller Bemühungen, diese eigentlich überflüssige Dopplung abzuschaffen sind Half-width-Katakana immer noch in verschiedenen Systemen in Verwendung. Die Titelanzeige bei MiniDiscs verwendet beispielsweise eine dem JIS X 0201 ähnliche Kodierung und lässt ausschließlich ASCII und halbbreite Katakana zu. Half-width-Katakana finden sich auch in elektronischen Registrierkassen und in DVD-Untertiteln. Die meisten gebräuchlichen Japanisch-Zeichensätze wie EUC-JP (s. Extended Unix Code), Unicode und Shift-JIS bieten sowohl half-width als auch full-width Katakana an. Der in E-Mails und im Usenet übliche ISO-2022-JP (s. ISO/IEC 2022) hat dagegen nur die Zwei-Byte-Katakana.

UnicodeBearbeiten

Im Unicode belegen die normalbreiten Katakana den Unicodeblock Katakana (U+30A0 bis U+30FF):

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F
30A
30B
30C
30D
30E
30F

Die Katakana in halber Breite sind im Block von U+FF65 bis U+FF9F kodiert:

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F
FF6
FF7 ソ
FF8
FF9

Darüber hinaus gibt es den Code-Bereich U+32D0 bis U+32FE, in dem alle Katakana bis auf ン in eingekreister Form vorhanden sind.

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F
32D
32E
32F

Katakana für die Ainu-SpracheBearbeiten

Auch die Ainu-Sprache wird mit Katakana geschrieben. In dieser Sprache können Silben auf verschiedene Konsonanten enden. Um diese zu schreiben wird der Endkonsonant durch ein halbhohes Zeichen aus der u-Spalte geschrieben, der Vokal bleibt dabei stumm. Die Silbe up wird demnach ウㇷ゚ (u mit kleinem pu) geschrieben. In Unicode sind für die Ainu-Sprachunterstützung die Zeichen im phonetischen Erweiterungsblock für Katakana reserviert (U+31F0 bis U+31FF), der auch halbhohe Katakana enthält, die nicht auf -u enden.

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F
31F

WeblinksBearbeiten

  Commons: Katakana – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Katakana – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thomas E. McAuley: Language change in East Asia. Routledge, 2001, ISBN 0-7007-1377-8, S. 90.
  2. a b c Japanisches Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT): Darstellung von Lehnwörtern (japanisch).
  3. 「いろは と アイウエオ」 (Memento vom 27. Mai 2012 im Webarchiv archive.today) LINK DEFEKT!
  4. 伊豆での収穫 日本国語学史上比類なき変体仮名 LINK DEFEKT!
  5. http://waisky-smoke.ldblog.jp/archives/65427541.html
  6. a b Wolfgang Hadamitzky: Kana-Transkriptionstafeln
  7. a b Was mache ich aus Lauten, die im Japanischen so nicht existieren? auf www.japanisch-grund-und-intensivkurs.de
  8. a b c Katakana tables (englisch) auf nihongoichiban.com
  9. Yu Sato: Einführung in die japanische Sprachwissenschaft (Memento vom 26. Juni 2013 im Internet Archive) (japanisch), 2012, pdf.
  10. Neuzeitliche Erweiterung der Lauttabelle (japanisch).
  11. a b Hyōjun-Shiki (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive), Standardformel Romaji-Schreibweise, web.archive.org, (japanisch).
  12. Timothy J. Vance: The Sounds of Japanese
  13. Chirag Bharadwa: An Introduction to Katakana. (PDF) In: Japanese Language and Culture. Cornell University, 11. Januar 2016, abgerufen am 16. Januar 2019 (englisch).
  14. British Standard 英国規格(BS 4812:1972)―要約 (japanisch).. Archiviert vom Original am 3. Juni 2013. Abgerufen am 24. Januar 2011.
  15. https://jisho.org/word/%E3%83%B6 Elektronischer Wörterbucheintrag für ヶ
  16. ysjapanese.wp-x.jp (Memento vom 28. Juni 2018 im Internet Archive) LINK DEFEKT!
  17. Why が is pronounced "nga"? (englisch), Blog-Frage auf HiNative.com
  18. Was ist über die Existenz der K-Reihe mit Handakuten bekannt? (japanisch), Blog-Beitrag auf matome.naver.jp
  19. Werden die Katakana der k-Reihe mit Handakuten verwendet? Heute nicht, damals schon (japanisch), Blog-Beitrag auf memomo2.blogspot.de
  20. Amerikanische gingivale Frikative (s) und (∫) in Japanisch - Theoretische Betrachtung der artikulatorischen Schwierigkeiten (japanisch), pdf.
  21. http://www.unicode.org/L2/L2017/17091-sc2-n4523-small-kana.pdf
  22. http://www.unicode.org/L2/L2016/16354-kana-small-ltr.pdf