Karuizawa

Ort in der Präfektur Nagano, Japan

Karuizawa (japanisch 軽井沢町, -machi) ist eine Gemeinde und Touristenort in Kitasaku-gun im Osten der Präfektur Nagano in Japan.

Karuizawa-machi
軽井沢町
Karuizawa
Geographische Lage in Japan
Karuizawa (Japan)
Region: Chūbu
Präfektur: Nagano
Koordinaten: 36° 21′ N, 138° 36′ OKoordinaten: 36° 20′ 54″ N, 138° 35′ 49″ O
Höhe: 1.000 m
Basisdaten
Fläche: 156,05 km²
Einwohner: 19.648
(1. März 2021)
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 20321-1
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Karuizawa
Baum: Kobushi-Magnolie
Blume: Siebolds Primel
Vogel: Turdus chrysolaus chrysolaus
Tier: Japanisches Eichhörnchen
Rathaus
Adresse: Karuizawa Town Hall
2381-1, Ōaza Nagakura
Karuizawa-machi, Kitasaku-gun
Nagano-ken 389-0192
Webadresse: http://www.town.karuizawa.lg.jp/
Lage der Stadt Karuizawa in der Präfektur Nagano
Lage Karuizawas in der Präfektur

ÜbersichtBearbeiten

 
Kyu-Karuizawa Ginza, 1930er
 
Asama
 
Shirato-Wasserfälle

Karuizawa ist einer der ältesten und berühmtesten sommerurlaubsort Japans, der seit dem 19. Jahrhundert von vielen Menschen aus verschiedenen Ländern besucht wird.

Der Ort liegt auf einer Hochebene, etwa 900 bis 1100 m über dem Meeresspiegel, am südlichen Abhang des Asama, dem aktivsten Vulkan Japans. Während der Edo-Zeit (1600–1868) war der Ort eine Poststadt. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort schnell zu einer Sommerfrische. Zu den Touristenattraktionen gehören die Shiraito-Wasserfälle (白糸の滝) und Onioshidashi (鬼押出し) – etwa „Teufelsauswurf“, ein massiver erstarrter Lavastrom, der von der Eruption des Jahres 1783 stammt.

In Karuizawa wurden im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1964 die Wettbewerbe im Vielseitigkeitsreiten ausgetragen. 1998 fanden in der Kazakoshi Park Arena Curling-Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele statt. Karuizawa ist eine Station des Nagano-Shinkansen.

VerkehrBearbeiten

Angrenzende Städte und GemeindenBearbeiten

Eine Person mit einer Verbindung zu KaruizawaBearbeiten

Karuizawa, das ein kühles Klima und eine wunderschöne Landschaft in der Nähe von Europa hat, wurde von britisch-kanadischen Missionaren als Ferienort im europäischen Stil gegründet und wurde von vielen Ausländern aus ganz Japan besucht, um der Sommerhitze zu entfliehen und Ihren Urlaub zu genießen. Berühmte Persönlichkeiten sind die Diplomaten Joseph Grew, Edwin O. Reischauer, Roman Rosen, der Keramiker Bernard Leach, die Schriftstellerin Dacia Maraini, der Architekt Antonin Raymond, der Gelehrte Donald Keene und die Frauenrechtlerin Beate Sirota Gordon, Walter de Haviiland, der Vater der Hollywood-Schauspielerin Olivia de Havilland, und Musiker John Lennon.

Auch viele Japaner besuchten die Stadt, und die kaiserliche Familie, aufeinanderfolgende Premierminister, berühmte Geschäftsleute, Künstler und Gelehrte, besaßen Villen in Karuizawa. Es ist in Japan berühmt, dass Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko sich zum ersten Mal auf dem Tennisplatz in Karuizawa trafen.

Während des Zweiten Weltkriegs hielten sich die Musiker Leonid Kreutzer, Manfred Gurlitt, Klaus Pringsheim senior, Eta Harich-Schneider, Joseph Rosenstock, der Baseballspieler Victor Starffin, der Rechtsgelehrte Theodor Sternberg, der Pädagoge Fritz Karsch und andere in Karuizawa evakuiert.

Es ist bekannt, dass der Schriftsteller Tatsuo Hori und der Hollywood-Schauspieler Ken Watanabe in Karuizawa lebten.

Kürzlich, im Jahr 2020, kündigte ein berühmter französischer Koch Michel Bras an, dass er ein französisches Restaurant in Karuizawa eröffnen würde.

Söhne und Töchter von KaruizawaBearbeiten

Werke im Zusammenhang mit KaruizawaBearbeiten

 
Mampei Hotel, das im AnimationsFilm “Wie der Wind sich hebt“ vorkommt.
 
Villa “Suikyuso”, ein Modell des Herrenhauses, das im Animationsfilm “Erinnerungen an Marnie” vorkommt.

Karuizawa erscheint in dem Animationsfilm “Wie der Wind sich hebt“ von Studio Ghibli. Darüber hinaus ist das Modell des Herrenhauses, das in Studio Ghiblis Animationsfilm “Erinnerungen an Marnie“ zu sehen war, Karuizawas Architektur.

LiteraturBearbeiten

  • S. Noma (Hrsg.): Karuizawa. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 748.

WeblinksBearbeiten

Commons: Karuizawa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien