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Wappen von Karnap
Wappen der Stadt Essen

Karnap
Stadtteil von Essen

Lage von Karnap im Stadtbezirk V Altenessen/Karnap/Vogelheim
Basisdaten
Fläche 4,04 km²
Einwohner 8133 (30. Sep. 2017)
Koordinaten 51° 31′ 25″ N, 7° 0′ 32″ OKoordinaten: 51° 31′ 25″ N, 7° 0′ 32″ O
Höhe 26 m
Eingemeindung 1. Aug. 1929
Räumliche Zuordnung
Postleitzahl 45329
Stadtteilnummer 40
Bezirk Stadtbezirk V Altenessen/Karnap/Vogelheim
Quelle: Statistik der Stadt Essen

Karnap ist der nördlichste Stadtteil von Essen und der einzige nördlich der Emscher.

LageBearbeiten

Karnap erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über 2,1 Kilometer und in Ost-West-Richtung über 1,6 Kilometer. Im Süden des Stadtteils bildet der parallel zur Emscher verlaufende Rhein-Herne-Kanal eine Grenze zu den Nachbar-Stadtteilen Essen-Altenessen und Essen-Vogelheim. Im Westen grenzt Karnap an Bottrop, im Norden an Gladbeck und im Osten an Gelsenkirchen. Im Stadtteil liegt mit 26,5 Metern der geografisch tiefste Punkt Essens.

GeschichteBearbeiten

 
Kirche St. Marien, Architekt: Hans Schilling

Das 1332 erstmals urkundlich erwähnte Carnap wurde bis 1910 mit „C“ geschrieben.[1] Es ist geprägt durch seine besondere geographische Lage. Die ehemalige Bauerschaft Karnap gehörte der 1808 gebildeten Munizipalität Altenessen an, und damit ab 1813 zur Bürgermeisterei Altenessen. Bei deren Eingemeindung im Jahr 1915 in die Stadt Essen schied Karnap aus und erlangte für kurze Zeit kommunale Selbstständigkeit. Bürgermeister während dieser Zeit war Carl Hold. Im August 1929 wurde auch Karnap nach Essen eingemeindet.[1]

Karnap war über 100 Jahre sehr stark durch den Bergbau mit seinen zahlreichen Nebenbetrieben geprägt. Es war bis in die 1950er-Jahre ein Stadtteil, der mehr Arbeitsplätze als Einwohner hatte. Der Niedergang des Bergbaus zog sich durch die 1960er-Jahre und erreichte Ende Dezember 1972 mit der Stilllegung der Zeche Mathias Stinnes seinen Höhepunkt. In einem knappen Jahrzehnt waren über 6.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Die 1982 an der Haltestelle Arenbergstraße aufgestellte Seilscheibe der Zeche Mathias Stinnes 3/4 in Brauck erinnert an die Bergbautradition.[1]

InfrastrukturBearbeiten

Im Stadtteil befinden sich die Maria-Kunigunda-Grundschule sowie der Fußballclub Karnap 07/27, der Tennis-Club Essen-Karnap 1928, der Turnverein Karnap 04, der Bürgerverein Karnap sowie auch der Geschichtskreis Carnap.

Essen-Karnap liegt an der Bahnstrecke Duisburg-Ruhrort–Dortmund, die jedoch nicht im Personenverkehr befahren wird. Im ÖPNV ist Karnap mit der Stadtbahnlinie U11 sowie den Buslinien 189, 263 und dem Nachtexpress NE1 erschlossen. Die wichtigste Haltestelle Essen-Karnaps ist Boyer Straße.

Linie Verlauf Takt
U 11 GE-Horst, Buerer Straße – Schloss Horst GE-Horst, Fischerstraße – E-Karnap, Alte Landstraße – Boyer Straße – E-Karnap, Arenbergstraße – E-Altenessen, Heßlerstraße – II. Schichtstraße –U Karlsplatz U Altenessen Mitte U Kaiser-Wilhelm-Park U Altenessen Bf     U Bäuminghausstraße – U Bamlerstraße – U Universität Essen U Berliner Platz U Hirschlandplatz U Essen Hbf     U Philharmonie U Rüttenscheider Stern U Martinstraße U Messe Ost/Gruga Essen, Messe West/Süd/Gruga 10 min
189 Gladbeck Oberhof – Bottrop-Boyer Markt – Bottrop-Welheim – Essen-Karnap Boyer Straße
Weiterfahrt ab Gladbeck Oberhof als Linie 188 nach Bottrop-Feldhausen und Dorsten ZOB.
20 min
263 OB-Sterkrade Bf – Bottrop ZOB Berliner Platz – Bottrop-Welheim – Essen-Karnap, Boyer Straße   20 min
NE1 Essen Hbf – Rathaus Essen – Altenessen Bf – Altenessen Zeche Carl – Karlstraße – Essen-Karnap Boyer Straße – Essen-Karnap, Alte Landstraße  – Gelsenkirchen-Horst, Essener Straße 60 min

WirtschaftBearbeiten

Heute ist die größte Industrieanlage Karnaps das Müllheizkraftwerk Essen-Karnap, die gemeinsame Müllverbrennungsanlage der Städte Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck und Mülheim an der Ruhr. Es ist Anfang der 1960er-Jahre nach Umbau des ehemaligen Steinkohlekraftwerks entstanden. Außerdem gibt es Glaswerke im Stadtteil.

WappenBearbeiten

 
Wappen von Karnap

Blasonierung: In Blau eine schräglinks liegende silberne (weiße) Pferdepramme mit goldener (gelber) Schnur. Im 14. Jahrhundert gab sich die Familie von Carnap ein ähnliches Wappen; in der vorletzten Form mit senkrecht stehender Pramme und braunem Strick, die Farbe braun kommt aber in der Heraldik nicht vor und wurde hier durch Gold ersetzt.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Walter Buschmann: Karnap: Straßengestaltung in der Siedlung Mathias Stinnes. In: Denkmalpflege im Rheinland. Nr. 2, 1989, ISSN 0177-2619, S. 42–43.
  • Detlef Hopp: Die Wiederentdeckung einer Statue des "Hl. Nepomuk" bei St. Marien in Karnap. In: Detlef Hopp (Hrsg.): Stadtarchäologie in Essen. Pomp Verlag, Bottrop 1999, ISBN 3-89355-203-0, S. 84–86.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Karnap Stadtgeschichte; abgerufen am 6. Mai 2014
  2. Bürgerverein Karnap. Abgerufen am 6. Mai 2014.