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Karlstein an der Thaya

Gemeinde in Österreich
Marktgemeinde
Karlstein an der Thaya
Wappen Österreichkarte
Wappen von Karlstein an der Thaya
Karlstein an der Thaya (Österreich)
Karlstein an der Thaya
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 48,88 km²
Koordinaten: 48° 53′ N, 15° 24′ OKoordinaten: 48° 53′ 0″ N, 15° 24′ 0″ O
Höhe: 442 m ü. A.
Einwohner: 1.470 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 30 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3822
Vorwahl: 02844
Gemeindekennziffer: 3 22 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wilhelm-Matzinger-Straße 2
3822 Karlstein an der Thaya
Website: www.karlstein-thaya.gv.at
Politik
Bürgermeister: Siegfried Walch (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
4
2
13 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Karlstein an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya
DietmannsDobersbergGasternGroß-SieghartsKarlstein an der ThayaKautzenLudweis-AigenPfaffenschlag bei Waidhofen an der ThayaRaabs an der ThayaThayaVitisWaidhofen an der ThayaWaidhofen an der Thaya-LandWaldkirchen an der ThayaWindigsteigNiederösterreichLage der Gemeinde Karlstein an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Karlstein an der Thaya ist eine Marktgemeinde mit 1470 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

GeografieBearbeiten

Karlstein an der Thaya liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich und wird von der Deutschen Thaya durchflossen. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 48,86 km². 33,64 Prozent der Fläche sind bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 12 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eggersdorf, Göpfritzschlag, Goschenreith, Griesbach bei Dobersberg, Hohenwarth, Karlstein, Münichreith an der Thaya, Obergrünbach, Schlader, Thuma und Thures.

NachbargemeindenBearbeiten

Dobersberg Waldkirchen an der Thaya
Thaya   Raabs an der Thaya
Waidhofen an der Thaya Groß-Siegharts

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich genannt wurde Karlstein an der Thaya im Jahr 1112 als Chadelstain, um 1345 bereits Karlstein. Namensdeutung: Burg am Felsen, die nach einem Mann mit dem Namen Karl benannt ist[2]. Im 18. Jahrhundert wurde der Ort ein Zentrum der Uhrenindustrie (siehe Artikel: Horologenland) und vor 1784 zum Markt erhoben. Während des Ersten Weltkrieges befand sich hier das Internierungslager Karlstein an der Thaya.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Karlstein verliert seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts Einwohner. In den letzten Jahrzehnten sind sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz negativ.[3]

 

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Bauernhaus Obergrünbach
  • Schloss Karlstein: Das Schloss an der Thaya ist eine alte Spornburg, die im Zeitalter der Gotik umgebaut wurde. 1880 wurde sie Sitz einer Uhrenfabrik.
  • Katholische Pfarrkirche Münichreith an der Thaya hl. Bartholomäus: Die Pfarrkirche ist ein im Kern gotisches Bauwerk mit barocken und späteren Umgestaltungen.
  • Die schlichte Filialkirche zur heiligen Dreifaltigkeit wurde 1898 erbaut.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Jahr 2010 gab es 100 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon waren 51 Haupterwerbsbetriebe, diese bewirtschafteten drei Viertel der Fläche.[4] Im Produktionssektor beschäftigten zwölf Betriebe 537 Arbeitnehmer, 517 davon mit der Herstellung von Waren. Der Dienstleistungssektor gab in 63 Betrieben 209 Personen Arbeit, knapp die Hälfte davon in sozialen und öffentlichen Diensten.[5][6]

Ein bedeutendes Unternehmen ist der Autozulieferer Pollmann, der hier seinen Unternehmenssitz hat und weitere Werke auch in anderen Ländern betreibt.

VerkehrBearbeiten

Straße: Karlstein liegt an der Thayatal Straße B 30.

Bahn: Die Gemeinde hat keinen Bahnanschluss.

GesundheitBearbeiten

In der Marktgemeinde ordiniert ein praktischer Arzt. Im Ort gibt es eine Apotheke[7]

BildungBearbeiten

Für die Ausbildung der Jugend stehen in Karlstein ein Kindergarten, eine Volksschule und eine Höhere Technische Bundeslehranstalt zur Verfügung.[8]

PolitikBearbeiten

 
Gemeindeamt

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 3 SPÖ, und 3 AL.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ, 1 FPÖ, und 1 AL.[9]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ, 1 FPÖ, und 1 Sonstige.[10]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, und 7 SPÖ.[11]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 4 SPÖ, und 1 FPÖ.[12]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ, und 2 FPÖ.[13]
Bürgermeister
  • bis 2005 Karl Wanko (ÖVP)
  • 2005–2018 Ernst Herynek (ÖVP)
  • seit 2018 Siegfried Walch (ÖVP)[14]

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehrenbürger der Gemeinde
  • Hermann-Josef Weidinger OPraem (1918–2004), bekannt als „Kräuterpfarrer“
  • 2018: Ernst Herynek († 2018), Bürgermeister von Karlstein an der Thaya 2005–2018[15]
Söhne und Töchter der Gemeinde

LiteraturBearbeiten

  • Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg: Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 485–487.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Karlstein an der Thaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Elisabeth Schuster: Die Etymologie der niederösterreichischen Ortsnamen, 2. Teil, 1990
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Karlstein an der Thaya, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 9. September 2019.
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Karlstein an der Thaya, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 9. September 2019.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Karlstein an der Thaya, Arbeitsstätten. Abgerufen am 9. September 2019.
  6. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Karlstein an der Thaya, Beschäftigte. Abgerufen am 9. September 2019.
  7. Marktgemeinde Karlstein an der Thaya, Leben, Gesundheit. Abgerufen am 9. September 2019.
  8. Marktgemeinde Karlstein an der Thaya, Bildung. Abgerufen am 9. September 2019.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Karlstein an der Thaya. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 17. Juni 2019.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Karlstein an der Thaya. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 17. Juni 2019.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Karlstein an der Thaya. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 17. Juni 2019.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Karlstein an der Thaya. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 17. Juni 2019.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Karlstein an der Thaya. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 17. Juni 2019.
  14. Siegfried Walch ist neuer Bürgermeister Gemeinde Karlstein an der Thaya, 20. Februar 2018
  15. https://www.noen.at/waidhofen/karlstein-marktgemeinde-trauert-um-ehrenbuerger-ernst-herynek-todesfall-103792688 (abgerufen am 9. Februar 2019)