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Karl Johann von Schmidt

Karl Johann von Schmidt (* 12. Januar 1817 zu Schwedt; † 25. August 1875 in Danzig) war ein preußischer Generalmajor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

HerkunftBearbeiten

Karl war ein Sohn des Erbherrn auf Krackow und Oberstleutnant a. D., welcher zuletzt bei dern 2. Artilleriebrigade stand, Wilhelm Heinrich Karl Ferdinand von Schmidt (1776–1839) und der Charlotte Friederike Tugendreich geb. von Zychlinksi (1795–1821).

WerdegangBearbeiten

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Stralsund wurde er 1828 Kadett in Kulm und 1830 in Berlin. 1834 stand er als überzähliger Sekondeleutnant in das 4. Ulanen-Regiment über. Von 1838 bis 1840 war er zur Lehreskadron kommandiert und wurde 1842 Regimentsadjutant. Als Adjutant der 3. Division fand er 1846 Verwendung und avancierte 1848 zum Premierleutnant. Er war von 1849 bis 1850 Lehrer an der Divisionsschule der 3. Division, erhielt 1852 seine Beförderung zum Rittmeister und wurde 1853 Eskadronchef im 4. Ulanen-Regiment. Schmidt erhielt 1859 zunächst den Charakter als Major, noch im selben Jahr aber auch das Patent zum Dienstgrad und wurde etatsmäßiger Stabsoffizier. Von 1860 bis 1863 war er Führer des 4. Landwehr-Ulanen-Regiments, mit dem er 1863 an die polnische Grenze verlegt wurde. Ebenfalls im Jahr 1863 wurde er mit der Führung des Kürassier-Regiments Nr. 4 beauftragt, unter Stellung à la suite desselben. Mit der Beförderung zum Oberstleutnant im September 1863 wurde er auch Kommandeur des Kürassier-Regiments Nr. 4. Nach seiner Teilnahme am Deutsch-Dänischen Krieg hat er 1865 den Roten Adlerorden IV. Klasse erhalten und stieg im Juni 1866 zum Oberst auf. Mit der Mainarmee nahm er am Deutschen Krieg, insbesondere den Gefechten Dermbach, Aschaffenburg, Tauberbischofsheim und Gerchsheim teil. Im Jahr 1866 erhielt er zudem den Kronenorden III. Klasse mit Schwertern und wurde Kommandeur des Husarenregiments Nr. 16. Die Verleihung des Ehrenkomturkreuzes des Oldenburgischen Hausordens erfolgte 1867, die des Roten Adlerordens III. Klasse mit Schleife 1868.

In den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zog er an der Spitze des Husarenregiments Nr. 16. Am 16. August nach der Schlacht von Mars-la-Tour erhielt er das Kommando der 14. Kavallerie-Brigade, nachdem der bisherige Kommandeur in dieser Schlacht verwundet worden war, und war in der Folge wiederholt Führer der 6. Kavallerie-Division, unter anderem in der Schlacht bei Le Mans. In der Schlacht bei Vionville wurde er selbst schwer verwundet. In diesem Krieg hat er das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse und den Orden Pour le Mérite erhalten.

Zu seinen Leistungen gehören der Streifzug in die Sologne nach der zweiten Schlacht von Orléans sowie die Verfolgung nach der Schlacht bei Le Mans, die er vom 13. bis zum 17. Januar 1871 bis vor Laval unternahm.

Nach dem Frieden wirkte er an den Ausbildung der Kavallerie und bahnbrechend bei der Leitung von Kavalleriedivisionsübungen. 1873 hat er den Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub erhalten.

Karl von Schmidt übernahm zuletzt die 7. Division. Er starb mitten in seiner Tätigkeit am 25. August 1875 in Danzig.

FamilieBearbeiten

Schmidt vermählte sich 1841 in Berlin mit Helene Pauline von Göhren (1816–1906). Aus der Ehe gingen vier Söhne hervor und eine Tochter hervor.

  • Georg Karl (1840–1917), Generalleutnant
  • Franz (1842–1929), Generalmajor
  • Karl Friedrich Bernhard Max (* 1846), Oberstleutnant
  • Arthur (1849–1918), Generalleutnant
  • Valeska (* 1852)

EhrungenBearbeiten

1902 wurde ihm zu Ehren in Schleswig vor dem Schloss Gottorf ein Denkmal errichtet, geschaffen von dem Bildhauer Conrad Freyberg.
Aus seinem Nachlass gab sein Adjutant von Vollard-Bockelberg eine "Instruktionen betreffend Erziehung, Ausbildung Verwendung und Führung der Reiterei" (Berlin 1876, 2. Aufl. 1886) heraus. Ebenfalls ihm zu Ehren erhielt das 1. pommersche Ulanen-Regiment Nr. 4 den Namen Ulanen-Regiment „von Schmidt“.[1]

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Georg Duwe, 1985, S. 59