Karl Seyffahrt

lutherischer Theologe und Lyriker

Karl Seyffahrt (auch: Car(o)l, Sef(f)art, Seyffardt; * 17. Januar 1630 in Halle (Saale); † 16. Juli 1681 in Gröbzig) war ein deutscher lutherischer Theologe und Lyriker.

Leben Bearbeiten

Geboren als Sohn des Hallischen Pfänners Liborius Seyfahrt, besuchte er das Gymnasium seiner Heimatstadt und studierte ab dem 29. Juli 1650 an der Universität Wittenberg. In Wittenberg erwarb er sich den akademischen Grad eines Magisters, wurde 1656 Pfarrer in Peißen und Lependorf sowie 1662 Pfarrer in Gröbzig, wo er, nach poetischer und theologischer Tätigkeit, verstarb.

Neben verschiedenen Leichenpredigten erschien 1671 der Poetische Glückstopf, der eine Sammlung verschiedener Thematiken ist. So enthält dieser Epigramme, Rätsel und verschiedene Gedichte, die lustige, traurige und übelgeratene Themen aus der Geschichte und seiner Zeit aufgreifen. Obwohl das Werk in seiner Zeit als würdelos und einfältig kritisiert wurde, erlebte die darin enthaltene Verssatire Wunderliches Jungfer-Leben mehrere Auflagen. Zudem sind zwei geistliche Gedichte in der Sammlung Poetisches Geistliches Sion, welche 1673 in Eisleben erschien, enthalten. In der deutsch gesinnten Genossenschaft führte er den Namen „Der Mühsame“.

Literatur Bearbeiten

  • Walther Killy (Hrsg.): Literaturlexikon: Autoren und Werke deutscher Sprache, Bd. 11, S. 23, Bertelsmann-Lexikon-Verlag, Gütersloh u. München 1988–1991 (CD-ROM Berlin 1998 ISBN 3-932544-13-7)
  • Johann Christoph von Dreyhaupt: Pagus Neletizi et Nudzici, oder ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des zum ehemaligen Primat und Ertz-Stifft, nunmehr aber durch den westphälischen Friedens-Schluß secularisirten Herzogthum Magdeburg gehörigen Saal-Kreyses und aller darinnen befindlichen Städte, Schlösser, Aemter, Rittergüter, adelichen Familien, Kirchen, Clöster, Pfarren und Dörffer, insonderheit der Städte Halle, Neumarckt, Glaucha, Wettin, Löbegün, Cönnern und Alsleben; aus Actis publicis und glaubwürdigen … Nachrichten mit Fleiß zusammengetragen, mit vielen ungedruckten Dacumenten bestärcket, mit Kupferstichen und Abrissen gezieret, und mit den nöthigen Registern versehen. Emanuel Schneider, Halle 1749/50. Bd. 2 S. 720

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