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Karl Mylius (Augenarzt)

deutscher Augenarzt und Hochschullehrer an der Universität Hamburg

Karl Mylius (* 22. November 1896 in Goslar; † 10. Januar 1991) war ein deutscher Augenarzt und Hochschullehrer an der Universität Hamburg.

Mylius legte 1914 das Notabitur in Goslar ab und diente im Ersten Weltkrieg bis 1918. Dann studierte er Medizin in Marburg, Göttingen und Hamburg. 1922 promovierte er in Hamburg und arbeitete bis 1923 am Hamburger Hafenkrankenhaus. Ab 1923 setzte er seine Ausbildung fort in der Augenklinik des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Eppendorf. 1928 wurde er habilitiert. 1931 wurde er leitender Oberarzt im Allgemeinen Krankenhaus Barmbek, 1934 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. Mylius war Mitglied des Stahlhelms, Mitglied der NSDAP und des NS-Dozentenbundes. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler.

Nach 1945 war Mylius Chefarzt der Hamburger St. Georg-Augenklinik. 1968/69 war Mylius Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft.

Das Heerfordt-Mylius-Syndrom ist nach ihm benannt.

SchriftenBearbeiten

  • Rheumatismus und Auge, Dresden 1942

LiteraturBearbeiten

  • Christine Pieper Die Sozialstruktur der Chefärzte des Allgemeinen Krankenhauses Hamburg, Lit, Münster 2003, S. 217f

WeblinksBearbeiten