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Karl Mayerhofer (Fiaker)

österreichischer Volksliedsänger und Fiaker

Karl Mayerhofer, genannt Hungerl, (* 1873; † 13. März 1905 in Wien) war ein österreichischer Volksliedsänger und Fiaker.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Johann Schrammel verpflichtete ausgesuchte Natursänger für die Begleitung des Schrammel-Quartetts, unter denen die Fiakersänger in der Mehrzahl waren. Unter diesen gelangten die Fiaker Karl Mayerhofer, genannt Hungerl, der Leibfiaker des Kronprinzen Rudolf Josef Bratfisch, aufgrund seiner Leibesfülle Nockerl genannt und Franz Reil, genannt Schuster-Franz, zu hoher Bekanntheit. Mayerhofers Spitzname Hungerl bezog sich auf seine körperliche Erscheinung und seine schlanke Statur.[1][2] 1905 wurde Mayerhofer Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem ein Motorwagen beim Schottentor seinen Fiaker rammte. An den Folgen des Unfalles verstarb er fünf Wochen später.[3] An seiner Bestattung am Hernalser Friedhof (Gruppe N, Nummer 81[4]) sollen rund 20.000 Trauergäste aus dem In- und Ausland teilgenommen haben.[1][2]

BW

Im 17. Wiener Gemeindebezirk Hernals wurde 1950 in der Lacknergasse 60 eine Gedenktafel für die drei Fiakersänger Karl Mayerhofer, Josef Bratfisch und Franz Reil enthüllt, bei der Festveranstaltung trat die Wienerliedsängerin Maly Nagl auf.[5]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Natursänger, Fiaker & Wäschermädel. Abgerufen am 26. August 2018.
  2. a b Gertraud Pressler: Fiakersänger. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0.
  3. Fiaker Hungerl gestorben. In: Oesterreichische Kronen-Zeitung. Illustrirtes Tagblatt / Illustrierte Kronen-Zeitung / Wiener Kronen-Zeitung, 15. März 1905, S. 9 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/krz
  4. Karl Mayerhofer in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
  5. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche