Karl Kössler (* 1924 in Zwittau) ist ein deutscher Maschinenbau-Ingenieur und ehemaliger Leiter des Luftfahrt-Bundesamtes.

LebenBearbeiten

Kössler studierte von 1946 bis 1950 Maschinenbau TH München. Er arbeitete als Konstrukteur bei BMW und danach als Versuchsingenieur bei der Auto Union in Ingolstadt. Im Jahr 1956 begann Kössler seine Tätigkeit bei Dornier, wo er in der Versuchsabteilung tätig war. Er war beteiligt an der Entwicklung der Typen Dornier Do 27, Dornier Do 28 B, Dornier Do 29 Dornier Do 31 und Dornier Do 32.

1969 wechselte Kössler zum Luftfahrt-Bundesamt, das er von 1971 bis 1987 leitete. Er war sein dritter Leiter seit der Gründung. Kurz nach seinem Amtsantritt wurde das Personal des Amtes als Konsequenz aus dem Flugzeugunglück von Hasloh, bei dem 22 Personen ums Leben kamen, um 21 Mitarbeiter aufgestockt.[1] Ein Bundestagsuntersuchungsausschuss hatte festgestellt, dass das Bundesamt den Anforderungen des zunehmenden Luftverkehrs nicht mehr gewachsen gewesen war.[2] Kössler betätigte sich auch als Autor zu Luftfahrtthemen und gehört der „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Luftfahrthistorik“ an.[3] Außerdem ist er langjähriges Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Aufnahmeausschusses der „Traditionsgemeinschaft Alte Adler e. V.“ und wurde 2007 zu deren Ehrenmitglied ernannt.[4]

WerkeBearbeiten

  • Transporter – wer kennt sie schon! (Die Kennzeichen der Transportfliegerverbände der Luftwaffe von 1937–1945), Alba, Düsseldorf 1976, ISBN 978-3-87094-410-0
  • mit Günther Ott: Die großen Dessauer: Junkers Ju 89, Ju 90, Ju 290, Ju 390, Aviatic 1993, ISBN 978-3-925505-25-6

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.lba.de/SharedDocs/Downloads/DE/SBl/SBl3/Publikationen/LBA_Geschichte/Chronik.pdf?__blob=publicationFile&v=1
  2. LUFTFAHRTAMT: Unter den Normen. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1971 (online).
  3. Arbeitsgemeinschaft Deutsche Luftfahrthistorik
  4. Vorstand und Präsidium der Alten Adler seit 1927