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Karl-Rudolf Fischer

deutscher Politiker, MdL, Staatssekretär und Autor
Karl-Rudolf „Rolf“ Fischer (2013)

Karl-Rudolf „Rolf“ Fischer (* 6. August 1954 in Adelebsen) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Inhaltsverzeichnis

Leben und BerufBearbeiten

Nach dem Abitur sowie Ausbildung und beruflicher Tätigkeit als Bibliothekar absolvierte Fischer ein Studium der Politikwissenschaft, Volkskunde und Germanistik, das er als Magister Artium (M.A.) beendete. Danach war er als Beamter in der Verwaltung des Landtages von Schleswig-Holstein tätig, wo er zuletzt das Präsidialbüro und das Referat für Europa- und Minderheitenangelegenheiten leitete.

Karl-Rudolf Fischer ist verwitwet und hat drei Kinder.

ParteiBearbeiten

 
Fischer als Kreisvorsitzender vor einem Gedenkstein für den Kieler Matrosenaufstand

Fischer trat 1982 in die SPD ein. Er war von 1995 bis 2000 und erneut von 2004 bis 2013 Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Kiel. Er war Sprecher des Arbeitskreises SPD und Kirchen und stellvertretender Vorsitzender des Europaforums seiner Landespartei.

AbgeordneterBearbeiten

Fischer war von 2000 bis 2012 Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein. Hier fungierte er von 2000 bis 2005 als Vorsitzender des Europaausschusses und von 2002 bis 2004 als stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Klärung von Rechtsverletzungen und sonstigem Fehlverhalten durch Mitglieder der Landesregierung oder Beschäftigte des Landes bei Vergabeverfahren, Verfügungen über Landesvermögen und Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeiten. Von 2005 bis 2012 gehörte er dem Vorstand der SPD-Landtagsfraktion an. Er war außerdem bis 2009 minderheitenpolitischer und bis 2012 europa- und kirchenpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Karl-Rudolf Fischer zog stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kiel-Nord in den Landtag ein. Bei der Landtagswahl 2005 erreichte er 45,7 % der Erststimmen, 2009 betrug sein Stimmenanteil 33,2 % und 2012 39,8 %.

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Am 12. Juni 2012 legte Fischer sein Landtagsmandat nieder und wechselte als Staatssekretär für den Bereich Wissenschaft in das Ministerium für Bildung und Wissenschaft. Für ihn rückte Tobias von Pein als Abgeordneter nach. Nach dem Rücktritt der Bildungs- und Wissenschaftsministerin Waltraud Wende am 12. September 2014 änderten sich im Kabinett Albig die Zuständigkeiten. Der Bereich Wissenschaft mit Staatssekretär Fischer wechselte in das nun erweiterte Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein zur dortigen Ministerin Kristin Alheit. Mit Ende der 17. Wahlperiode endete sein Amt im Juni 2017.

VeröffentlichungenBearbeiten

  • Kiel. Eine Liebe auf den zweiten Blick, Husum Druck, 1993, ISBN 978-3-88042-648-1
  • Vom Kanon der Kulturen, Verein Nordfriesisches Institut, 1998, ISBN 978-3-88007-274-9
  • EinBlick : Die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Kiel 1945 bis 2005, AWO Kiel, 2005, ISBN 3-88312-409-5
  • Hermann Lüdemann und die deutsche Demokratie, Wachholtz, 2006, ISBN 978-3-529-06140-0
  • Revolution. Beiträge zum Kongress der Kieler SPD zum 90. Jahrestag der Revolution 1918, SPD Kiel, 2009
  • "Der Bahn, der kühnen, folgen wir ...". Stephan Heinzel und der Aufstieg der Kieler SPD (Geschichte der Kieler Sozialdemokratie Band I, 1863–1900), Schleswig-Holst. Geschichtsverlag, Malente, 2010, ISBN 3-933862-42-6
  • Revolution und Revolutionsforschung. Beiträge aus dem Kieler Initiativkreis 1918/19 (Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 67), Ludwig, 2011, ISBN 978-3-86935-059-2
  • "Mit uns die neue Zeit!" Kiels Sozialdemokratie im Kaiserreich und in der Revolution (Geschichte der Kieler Sozialdemokratie Band 2, 1900–1920), Ludwig, 2013, ISBN 978-3-86935-196-4
  • Die dunklen Jahre. Kiels Sozialdemokratie im Nationalsozialiamus (Geschichte der Kieler Sozialdemokratie Band 4, 1930–1945), Ludwig, 2017, ISBN 978-3-86935-329-6.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Karl-Rudolf Fischer – Sammlung von Bildern