Karlheinz Wüst

deutscher Kameramann und Kulturfilmproduzent
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Karlheinz Wüst, auch geführt unter Karl-Heinz Wüst (* 23. Juli 1921 in Pribbernow, Pommern, Deutsches Reich) ist ein deutscher Kameramann und Kulturfilmproduzent.

LebenBearbeiten

Wüst besuchte die Oberrealschule und anschließend die Technische Hochschule Berlin. Es folgten Fortbildungen an der Fachschule für Filmvorführer sowie eine Lehre zum Fotografen. Ab 1940 wurde Karlheinz Wüst als Kameramann bei der Reichsanstalt für Film und Bild Berlin eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich im schleswig-holsteinischen Mölln nieder, wo er 1947 die K.H.W. Filmproduktion Mölln gründete, mit der er kurze Kultur- und Dokumentarfilme wie Wunder des Gesteins und Mölln, Festspielstadt des Nordens herstellte. 1953 ließ sich Wüst in Hamburg nieder und begann für den soeben dort etablierten Fernsehsender NWDR als Spielfilmkameramann zu arbeiten.

Nach einigen Jahren als Kameraassistent durfte er seit 1958 (beginnend mit einer Stahlnetz-Folge) alleinverantwortlich Produktionen des NDR fotografieren. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen drei Folgen der populären Reihe Die Unverbesserlichen mit Inge Meysel und Joseph Offenbach. Die meisten Aufträge brachten ihn jedoch mit dem Ohnsorg-Theater zusammen, dessen Fernsehaufführungen er ab 1965 beginnend mit dem Stück Kein Auskommen mit dem Einkommen (mit Otto Lüthje, Heidi Kabel, Henry Vahl und anderen) über Jahrzehnte hinweg kameratechnisch betreute. Nach 1988 verliert sich Wüsts Spur, und er machte sich offensichtlich selbständig. Seine Firmenadresse erschien noch 2017 im Internet.

FilmografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560752, S. 1922.

WeblinksBearbeiten