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Karl-Dietrich Diers, 1977

Karl-Dietrich Diers (* 9. Mai 1953 in Halle an der Saale)[1] ist ein ehemaliger deutscher Radsportler und Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1976 in Montreal.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Diers begann mit dem Radsport 1965 bei der BSG Lok Güstrow und wechselte 1970 zum ASK Vorwärts Frankfurt (Oder). Er konnte in beiden Jugendklassen der Titel des Straßenmeisters der DDR erringen, 1969 in der Jugend B (14 – 16 Jahre), 1972  in der Jugend A (16 – 18 Jahre).[1]

Seinen ersten bedeutenden internationalen Erfolg feierte er 1973 mit dem Sieg beim Gran Premio Parma in Italien. Mit seinem Sportclub wurde er dreimal DDR-Meister im 100 Kilometer Mannschaftszeitfahren: 1973 und 1974 mit Detlef Kletzin, Dieter Gonschorek und Wolfgang Wesemann, 1977 mit Ullrich Bormann, Gerhard Lauke und Detlef Kletzin. Bei den Meisterschaften im Straßenrennen konnte Diers sich zweimal (1974 und 1977) als Dritter platzieren. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften wurde 1974 als 20. und 1975 als 9. jeweils bester DDR-Fahrer.

1976 wurde er für die Olympischen Sommerspiele in Montreal nominiert. Er erreichte im Straßenrennen den 16. Und im Mannschaftszeitfahren den 10. Platz.

Das Mannschaftszeitfahren war seine große Stärke. Diers startete dreimal in dieser Disziplin den Weltmeisterschaften und errang mit dem dritten Platz 1974 (mit Hans-Joachim Hartnick, Horst Tischoff und Gerhard Lauke) seine beste Platzierung. In den Einzelrennen bei Weltmeisterschaften wurde er 1974 20, 1975 9.[2]

Bei der Internationalen Friedensfahrt startete Diers viermal und erreichte 1975 mit dem 6. Platz und 1977 mit dem 12. Platz jeweils vordere Platzierungen (1976 – 26., 1974 schied er nach Sturz aus).[3]

Er beendete seine Laufbahn 1977.

BeruflichesBearbeiten

Diers ist gelernter Uhrmacher.[1] Nach seiner aktiven Zeit als Radsportler war er als Trainer beim ASK Vorwärts Frankfurt (Oder) von 1977 bis 1979 für den Jugendbereich und anschließend bis 1985 als Cheftrainer tätig.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Karl-Dietrich Diers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 10/1975. Berlin, S. 1.
  2. Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 18/1976. Berlin, S. 2.
  3. Maik Märtin: 50 Jahre Course de la Paix. Agentur Construct, Leipzig 1998, S. 234.