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Kari Jalonen

finnischer Eishockeyspieler und -trainer
FinnlandFinnland  Kari Jalonen Eishockeyspieler
Kari Jalonen
Geburtsdatum 6. Januar 1960
Geburtsort Oulu, Finnland
Größe 187 cm
Gewicht 84 kg
Position Center
Schusshand Rechts
Karrierestationen
bis 1982 Kärpät Oulu
1982–1983 Calgary Flames
1983–1984 Edmonton Oilers
1984 Kärpät Oulu
1984–1985 HIFK Helsinki
1985–1987 Kärpät Oulu
1987–1988 Skellefteå AIK
1988–1992 TPS Turku
1992–1993 Junkkarit HT Kalajoki
1993 TPS Turku
1993–1994 Kärpät Oulu
1994 Lukko Rauma
1994–1996 Rouen Hockey Élite 76
  Kari Jalonen
Trainerstationen
1998–2003 TPS Turku
2004–2008 Kärpät Oulu
2008–2011 HIFK Helsinki
2011–2013 Torpedo Nischni Nowgorod
2013–2014 HC Lev Prag
2014–2016 Nationalmannschaft Finnland
seit 2016 SC Bern

Kari Jalonen (* 6. Januar 1960 in Oulu) ist ein ehemaliger finnischer Eishockeyspieler und -trainer, der in seiner aktiven Zeit von 1978 bis 1996 unter anderem für die Calgary Flames und Edmonton Oilers in der National Hockey League gespielt hat. Seit April 2016 ist er Cheftrainer des SC Bern.

Karriere als SpielerBearbeiten

Kari Jalonen begann seine Karriere als Eishockeyspieler bei Kärpät Oulu, für das er von 1978 bis 1982 in der SM-liiga aktiv war und 1981 erstmals Finnischer Meister wurde. Anschließend wechselte er als Free Agent zu den Calgary Flames, für die er die folgenden beiden Spielzeiten in der National Hockey League auflief. Zudem stand er in drei Partien der Saison 1983/84 für die Edmonton Oilers auf dem Eis. Noch während derselben Spielzeit kehrte Jalonen zu Kärpät zurück. Im Sommer 1984 erhielt der Angreifer einen Einjahres-Vertrag bei deren Ligarivalen HIFK Helsinki. Nach dessen Erfüllung spielte er weitere zwei Jahre für Kärpät, ehe Jalonen in der Saison 1987/88 erstmals im europäischen Ausland aktiv war, als er für Skellefteå AIK in der schwedischen Elitserien auflief.

Im Sommer 1988 unterschrieb Jalonen einen Vertrag beim finnischen Erstligisten TPS Turku, mit dem er in den folgenden fünf Jahren vier Mal – in den Jahren 1989, 1990, 1991 und 1993 – Meister wurde. Nach einer Spielzeit bei Kärpät Oulu und Lukko Rauma in der SM-liiga, beendete Jalonen seine aktive Karriere mit einem Meistertitel und einer Vizemeisterschaft in den Jahren 1995 und 1996 bei Rouen Hockey Élite 76 in der französischen Ligue Magnus.

InternationalBearbeiten

Für Finnland nahm Jalonen an den Junioren-Weltmeisterschaften 1979 und 1980, sowie den Herren-Weltmeisterschaften 1981, 1982, 1983, 1986, 1987 und 1989 teil.

NHL-StatistikBearbeiten

Saisons Spiele Tore Assists Punkte Strafminuten
Reguläre Saison 3 37 9 6 15 4
Playoffs 1 5 1 0 1 0

Karriere als TrainerBearbeiten

Nach seiner aktiven Karriere wurde Jalonen 1998 Assistenztrainer bei TPS Turku. Nachdem Meistertrainer Hannu Jortikka das Traineramt bei TPS 2001 niedergelegt hatte, übernahm Jalonen dieses und betreute das Team zwei Jahre lang in der SM-liiga. Anschließend wurde er 2004 von Kärpät Oulu unter Vertrag genommen, mit dem er in den Jahren 2005, 2007 und 2008 dreimal Meister und 2006 einmal Dritter wurde. Zudem erreichte er mit der Mannschaft 2005 und 2006 das Finale um den IIHF European Champions Cup, jedoch unterlag sein Team beide Male jeweils den russischen Vertretern HK Awangard Omsk und HK Dynamo Moskau. Aufgrund seiner Erfolge wurde er 2005 und 2007 mit der Kalevi-Numminen-Trophäe ausgezeichnet, die der Trainer des Jahres in der SM-liiga erhält.

Zwischen Sommer 2008 und April 2011 war Jalonen Cheftrainer bei HIFK Helsinki und gewann mit dem Klub 2011 die finnische Meisterschaft. Daraufhin wurde er von Torpedo Nischni Nowgorod aus der KHL verpflichtet und betreute diesen bis zum Ende der Saison 2012/13.

Im Oktober 2013 wurde Jalonen neuer Cheftrainer des HC Lev Prag, nachdem sein Vorgänger Vaclav Sykora aus familiären Gründen gebeten hatte, von seinen Aufgaben entbunden zu werden.[1]

Ab 2014 war er Cheftrainer der finnischen Nationalmannschaft, unter seiner Leitung gewann Finnland an der WM 2016 Silber,[2] damit endete seine Amtszeit im Mai 2016.[3] Bereits zuvor, im April 2016, hatte der SC Bern aus der Schweizer National League A (NLA) die Verpflichtung Jalonens als Cheftrainer bekannt gegeben.[4] 2017 holte er mit dem SCB den ersten Titel in der Schweiz. "...dem Trainer Kari Jalonen gelang es, eine Gruppe hervorragender Individualisten dazu zu bringen, sich seiner Taktik zu fügen und damit als Team beinahe unüberwindbar zu werden", beschrieb die Neue Zürcher Zeitung Jalonens Anteil am Gewinn der Meisterschaft.[5]

In der Saison 2017/18 bestimmte der SCB unter Jalonen zunächst weiter die Schweizer Liga und gewann ungefährdet die Punktrunde. In den Playoffs schied seine Mannschaft jedoch im Halbfinale gegen Zürich aus (2:4-Siege).[6] Im Spieljahr 2018/19 führte er Bern zum zweiten Meistertitel seiner Amtszeit, nachdem der SCB wiederum die Punktrunde als Tabellenerster abgeschlossen hatte.[7]

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

Als TrainerBearbeiten

RekordeBearbeiten

  • Meiste Vorlagen in einer Saison (SM-liiga): 64 (1986/87)
  • Meiste Punkte in einer Saison (SM-liiga): 93 (1986/87)
  • Meiste Playoff-Tore (SM-liiga): 38
  • Meiste Playoff-Assists (SM-liiga): 77
  • Meiste Playoff-Punkte (SM-liiga): 115

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kari Jalonen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eishockey News, Neuer Head Coach bei Lev Prag Kari Jalonen löst Vaclav Sykora ab, der nun als Co-Trainer fungiert (Memento vom 30. Oktober 2013 im Webarchiv archive.today), 11. Oktober 2013
  2. Kristina Puck und Tobias Welck, dpa: Putin gibt sich die Ehre - Kanada feiert Titel in Russland. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.ruhrnachrichten.de. Archiviert vom Original am 25. Mai 2016; abgerufen am 25. Mai 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ruhrnachrichten.de
  3. Marjamaki to take over. In: www.iihf.com. Abgerufen am 29. Mai 2016.
  4. Meldung. In: SCB Eishockey AG. Abgerufen am 18. April 2016.
  5. Daniel Germann: Eishockey-Meister SC Bern: Überall einen Schritt voraus. In: Neue Zürcher Zeitung. 17. April 2017, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 18. April 2017]).
  6. https://www.nzz.ch/sport/der-sc-bern-wird-im-halbfinal-gegen-die-zsc-lions-zum-opfer-seines-erfolges-ld.1375415
  7. Daniel Germann: National League: Der SC Bern krönt eine grosse Ära. 22. April 2019, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 23. April 2019]).