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Kapitalverbrechen ist ein historischer Begriff für eine besonders schwere, mit dem Tode zu ahndende Straftat. Heute wird er nur noch umgangssprachlich verwendet.

Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen capitalis – deutsch: „das Haupt, den Kopf (caput) betreffend“ – ab. Ein Kapitalverbrechen ist also per Wortbedeutung ein Haupt- oder Kopfverbrechen – eben eines, das den Kopf kosten kann und zur Dekapitation (Enthauptung) bzw. Todesstrafe führt. Eine andere Bezeichnung war Malefiz­händel für Taten zum Schaden einer Person.

Mit Kapital im Sinne von Geld hat der Begriff hingegen nichts zu tun, er wird also nicht für Wirtschaftskriminalität verwendet. Da der Begriff Kapitalverbrechen in der heutigen Kriminalistik und Rechtswissenschaft nicht mehr verwendet wird, existiert keine klare Definition. Der Duden definiert ein Kapitalverbrechen als „schwere Straftat wie Mord, schwerer Raub o. Ä.“

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