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Kandergrund
Wappen von Kandergrund
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Frutigen-Niedersimmentalw
BFS-Nr.: 0564i1f3f4
Postleitzahl: 3716
Koordinaten: 616200 / 159140Koordinaten: 46° 35′ 0″ N, 7° 39′ 0″ O; CH1903: 616200 / 159140
Höhe: 800 m ü. M.
Fläche: 32,07 km²
Einwohner: 780 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 25 Einw. pro km²
Website: www.kandergrund.ch
Kandergrund, im Hintergrund Frutigen

Kandergrund, im Hintergrund Frutigen

Karte
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Kandergrund ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Kandergrund liegt im Kandertal. Es ist eine langgezogene Streusiedlung mit den Bäuerten Innerkandergrund, Reckental, Ausser- und Inner-Rüteni sowie Blausee-Mitholz.

GeschichteBearbeiten

Kandergrund liegt im Talgrund der Kander. Der Name Kander könnte vom keltischen Wort kandara (die Glänzende, die Weisse) stammen.

Politische EntwicklungBearbeiten

Kandergrund gehörte bis 1850 zur Gemeinde Frutigen. 1908 kam es zur Trennung der Gemeinde Kandergrund in Kandergrund und Kandersteg. Das ursprüngliche Gemeindegebiet von 16'665 ha fiel zu 3207 ha an Kandergrund und zu 13'458 ha an Kandersteg.

KohlebergwerkeBearbeiten

Während des Zweiten Weltkrieges wurden in Kandergrund drei Kohlebergwerke betrieben. Die Grube «Lindi» der Kander-Kohle AG, die Grube «Horn» der Bergbaugesellschaft Kandergrund AG und die Grube «Schlafegg» der Bergwerk Schlafegg AG.

In der Grube «Schlafegg» arbeiteten bis zu 100 Mann, die Monatsproduktion betrug bis zu 700 t und wurde beim Bahnhof Kandergrund (an der Lötschberg-Bergstrecke) in Bahnwagen verladen. Die Kohle wurde nach Basel transportiert, für die Chemiefabrik Ciba AG, und nach Aarberg für die dortige Zuckerfabrik. 1949 machte die Konkurrenz der Ruhrkohle den Abbau in Kandergrund nicht mehr rentabel. Als letzte Grube wurde «Horn» am 15. November 1949 stillgelegt.

Explosion eines MunitionsmagazinsBearbeiten

Am 19. Dezember 1947 um 23:34 Uhr explodierte in Mitholz ein eidgenössisches Munitionsmagazin. Neun Menschen starben und viele Gebäude wurden zerstört, unter anderem der BLS-Bahnhof. Die Schadenssumme betrug 100 Millionen Franken. Einige Hausinschriften, die auf die Explosion hinweisen, sind noch heute an Gebäuden zu lesen.[2][3]

PolitikBearbeiten

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 68,2 %, BDP 8,8 %, SP 6,9 %, glp 4,0 %, FDP 3,6 %, EVP 2,7 %, GPS 1,6 %, Piraten 1,0 %, EDU 0,9 %, CVP 0,5 %.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Südlich von Kandergrund liegt der Blausee, ein beliebtes Ausflugsziel.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten