Kamil Glik

polnischer Fußballspieler

Kamil Jacek Glik (* 3. Februar 1988 in Jastrzębie-Zdrój) ist ein polnischer Fußballspieler. Er spielt bei Benevento Calcio und für die polnische Nationalmannschaft.

Kamil Glik
Kamil Glik 2018.jpg
Kamil Glik (2018)
Personalia
Name Kamil Jacek Glik
Geburtstag 3. Februar 1988
Geburtsort Jastrzębie-ZdrójPolen
Größe 190 cm
Position Innenverteidiger
Junioren
Jahre Station
MOSiR Jastrzębie Zdrój
2000–2005 WSP Wodzisław Śląski
2005–2006 → Silesia Lubomia (Leihe)
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2007 UD Horadada
2007–2008 Real Madrid C
2008–2010 Piast Gliwice 54 0(2)
2010–2011 US Palermo 0 0(0)
2011 → SSC Bari (Leihe) 16 0(0)
2011–2016 FC Turin 154 (12)
2016–2020 AS Monaco 128 (11)
2020– Benevento Calcio 0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2006 Polen U17 0 0(0)
2008–2009 Polen U21 15 0(3)
2010– Polen 73 0(5)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 7. März 2020

2 Stand: 19. November 2019

VorfahrenBearbeiten

Glik hat als Enkel eines in die Wehrmacht eingezogenen[1] oberschlesischen Großvaters auch die deutsche Staatsangehörigkeit.[2][3][4] Im deutschen Pass wird sein Nachname Glück geschrieben.[5]

KarriereBearbeiten

VereinBearbeiten

Kamil Glik begann mit acht Jahren bei MOSiR Jastrzębie mit dem Fußballspielen und war anschließend fünf Jahre in der Jugendabteilung von WSP Wodzisław Śląski aktiv.

Der 1,90 m große Innenverteidiger, der unter anderem bei Real Madrid ausgebildet wurde, begann seine Profikarriere bei Piast Gliwice in der polnischen Ekstraklasa. Am 7. Juli 2010 unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag in der italienischen Serie A bei US Palermo.[6] Allerdings bestritt er für Palermo kein Ligaspiel und wurde bis zum Saisonende an den Ligakonkurrenten SSC Bari ausgeliehen, bei dem er Stammspieler war. Nach seiner Rückkehr wurde er an den Zweitligisten FC Turin verkauft. Mit den Turinern stieg er in die Serie A auf und wurde auch zum Kapitän der Mannschaft ernannt. Insgesamt bestritt er 154 Ligaspiele für den FC Turin und schoss zwölf Tore.

Zur Saison 2016/17 wechselte Glik zur AS Monaco. Er erhielt einen Vierjahresvertrag.[7]

Im August 2020 wechselte Glik ablösefrei zu Benevento Calcio.

NationalmannschaftBearbeiten

Am 20. Januar 2010 debütierte Glik im Freundschaftsspiel gegen Thailand (3:1) in der polnischen A-Nationalmannschaft; er stand in der Anfangsformation und erzielte in der 43. Minute den Treffer zur 1:0-Führung. Polen war als Co-Gastgeber der EM 2012 direkt für das Turnier qualifiziert. In der Vorbereitung auf die EM kam er zu sechs Einsätzen; er wurde jedoch nicht in den Turnierkader nominiert.[8]

In der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien kam Glik zu acht Einsätzen; die Qualifikation verfehlte die Mannschaft als Gruppenvierter.

Die Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich bestritt er als Stammspieler in der Innenverteidigung; in zwei Freundschaftsspielen vor der EM war er zeitweise Mannschaftskapitän. Er stand im polnischen Kader für die EM und gehörte bei allen fünf Spielen zur Stammelf. Er war einer der Spieler, die alle Partien über die volle Spielzeit bestritten. In den K.-o.-Spielen gegen die Schweiz und gegen Portugal trat er jeweils im Elfmeterschießen an und verwandelte.

Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland gehörte er zum polnischen Aufgebot. Er wurde in zwei Gruppenspielen eingesetzt und schied mit der Mannschaft nach der Gruppenphase aus.

ErfolgeBearbeiten

AS Monaco

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Burzliwe dzieje niemieckich przodków Polaków. (Nicht mehr online verfügbar.) In: wp.pl. Archiviert vom Original; abgerufen am 14. Mai 2020 (polnisch).
  2. az: Baggert der FC Bayern am Turiner Abwehrspieler Kamil Glik? In: Abendzeitung. Abendzeitung München Verlags-GmbH, 3. Juni 2015, abgerufen am 14. Juli 2015.
  3. Florian Bogner: Gerücht des Tages: Torino-Kapitän Glik in die Bundesliga? In: transfermarkt.de. Transfermarkt.de GmbH & Co. KG, 22. April 2015, abgerufen am 14. Juli 2015.
  4. Abendzeitung München Verlags-GmbH (Hrsg.): Transfer-Ticker: Real-Manager spricht Machtwort um Ramos. In: Abendzeitung. Abgerufen am 14. Juli 2015 (ist ein Transferticker).
  5. wp.pl (polnisch)
  6. Preso Kamil Glik
  7. Meldung auf der Website der AS Monaco, abgerufen am 5. Juli 2016 (englisch)
  8. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): BVB-Profis bilden "das Skelett". In: kicker online. 27. Mai 2012, abgerufen am 14. Juli 2015.