Kalehe ist ein Bezirk im Nordosten der Provinz Süd-Kivu der Demokratischen Republik Kongo. Sein Verwaltungssitz ist die gleichnamige Stadt Kalehe, die am Westufer des Kivusees liegt. Zu Kalehe gehört der größte Teil des kongolesischen Ufers des Kivusees, außerdem ein Teil des Nationalpark Kahuzi-Biéga. Der Bezirk umfasst eine Fläche von 5.126 km² und hatte 2007 eine Bevölkerung von 462.465 Einwohnern. Er grenzt im Norden an die Provinz Nord-Kivu (Bezirke Walikale und Masisi), im Westen an den Bezirk Shabunda, im Süden an den Bezirk Kabare, im Ostern an den Bezirk Idjiwi (eine Insel in der Mitte des Kivusees) der Provinz Süd-Kivu und an Ruanda (die Grenze verläuft durch den Kivusee).

Der Bezirk Kalehe war schwer von einem Erdbeben am 24. Oktober 2002 mit einer Magnitude von 6,2 auf der Momenten-Magnituden-Skala betroffen. Dabei starben acht Menschen, Häuser und eine Kirche wurden zerstört. Ein Teil eines Dorfes stürzte in den Kivusee, was kleinere Flutwellen (Tsunamis) auslöste.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. D.M. Wafula, M. Yalire, M. Kasereka, M. Ciraba, M. Kwetuenda, H. Hamaguchi: Natural Disasters and Hazards in the Lake Kivu Basin, Western Rift Valley of Africa. (PDF; 2,7 MB) Commission on Geophysical Risk and Sustainability, International Union of Geodesy and Geophysics.