Kaiserplatz (Düren)

Platz in Düren‎
Der Kaiserplatz vom Markt aus gesehen

Der Kaiserplatz ist ein zentraler Platz in der Kreisstadt Düren in Nordrhein-Westfalen. Der Platz wird von der Wilhelmstraße und der Zehnthofstraße umgeben. An der südöstlichen Ecke ist er mit dem Markt verbunden.

GeschichteBearbeiten

Der Kaiserplatz hieß ursprünglich Viehmarkt.[1] Auf dem Viehmarkt stand seit alters her die Fleischhalle. 1610 erhielten die Reformierten die Erlaubnis, im oberen Stockwerk dieser Halle ein Bethaus einzurichten. Am 12. Juli 1649 erwarben sie den Bau und errichteten eine neue kleine Kirche, das Predigthaus, das bis 1844 in ihrem Besitz blieb.

 
Das ehemalige Denkmal für Kaiser Wilhelm I. auf dem Kaiserplatz

1886 pachtete die Stadt den Platz für 99 Jahre und errichtete darauf ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I. Das Denkmal wurde am 22. März 1891 eingeweiht und beim Luftangriff am 16. November 1944 völlig zerstört.[1] Der Viehmarkt wurde per Beschluss des Stadtrates vom 7. Mai 1889 in Kaiserplatz umbenannt. Am 22. Dezember 1892 schenkte die Evangelische Gemeinde zu Düren der Stadt den Platz.

 
Das Dürener Rathaus

Anfang 1959 wurde an der nördlichen Seite des Platzes das neue Rathaus eröffnet, in dem sich bis heute die Dürener Stadtverwaltung befindet.[2] Seit 1986 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.[2] Neben der Treppe zum Rathaus steht seit 1962 das vom Bildhauer Adolf Wamper erschaffene Mahnmal Memento; der „Flammenengel“ erinnert an die Zerstörung der Stadt 1944.[3]

Die Freifläche diente lange Zeit als Parkplatz.[4] In den 1990er Jahren erfolgte eine Neugestaltung.

Heutige NutzungBearbeiten

Die Fahrbahnen auf dem Kaiserplatz sind für den Durchgangsverkehr gesperrt. Hier befindet sich eine zentrale Bushaltestelle der Stadt, an der zahlreiche Linien der Dürener Kreisbahn halten. Auf dem Platz finden Märkte wie der Weihnachtsmarkt und Konzerte, zum Beispiel zu Karneval und den Jazztagen statt.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Josef Geuenich: Die Dürener Straßennamen. Düren 1965 (herausgegeben von der Stadt Düren und dem Dürener Geschichtsverein).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Stadtrundgang. Stadt Düren, abgerufen am 10. April 2018.
  2. a b Rathaus. Stadt Düren, abgerufen am 10. April 2018.
  3. Memento – der Flammen–Engel. Denkmalplatz, abgerufen am 10. April 2018.
  4. Foto bei WDR Digit

Koordinaten: 50° 48′ 9,1″ N, 6° 28′ 56,1″ O