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Das Kabinett Ioannis Grivas wurde am 12. Oktober 1989 in Griechenland durch Ioannis Grivas gebildet und löste das Kabinett Tzannis Tzannetakis ab. Das Kabinett bestand bis zum 23. November 1989 und wurde dann durch das Kabinett Xenophon Zolotas abgelöst.

Bei der Parlamentswahl vom 18. Juni 1989 erlitt die von Papandreou geführte Panellinio Sosialistiko Kinima PASOK eine empfindliche Niederlage von 6,7 Prozentpunkten und kam nur noch auf 39,1 Prozent der Wählerstimmen sowie 125 Mandate. Die Nea Dimokratia (ND) unter Führung von Konstantinos Mitsotakis verpasste trotz eines Zugewinns um 3,5 Prozentpunkte auf 44,3 Prozent jedoch die absolute Mehrheit und verfügte nur über 145 Sitze. Da Mitsotakis wegen einer zuvor durch die PASOK verabschiedeten Wahlrechtsreform keine Ein-Parteien-Regierung formen konnte und keine Koalitionsregierung bilden wollte, bildete der zur ND gehörende frühere Minister für öffentliche Arbeiten Tzannis Tzannetakis eine Koalitionsregierung mit dem Linksbündnis Synaspismos unter dem Vorsitzenden Charilaos Florakis, dem damals auch noch die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) angehörte. Nachdem Synaspismos seine Unterstützung aufgekündigt hatte, trat Tzannetakis am 11. Oktober 1989 als Premierminister zurück.

Daraufhin bildete Grivas als Präsident des Obersten Gerichtshofes (Areopag) am 12. Oktober 1989 eine Übergangsregierung bis zur Parlamentswahl vom 5. November 1989 und der darauf folgenden Bildung einer Regierung durch den ehemaligen Direktor der Bank von Griechenland, Xenophon Zolotas, am 23. November 1989. Das Kabinett Grivas bestand weitgehend aus parteilosen Fachleuten. Lediglich die Minister Giorgos Kontogeorgis, Ioannis Deligiannis, Antonis Foussas und Giorgos Kontogeorgis kamen von der ND, während die PASOK mit Vasileios Skouris und Ioannis Koukiadis zwei Minister stellte. Auf Vorschlag der Synaspismos wurde Georgios Mylonas sowie der parteilose Konstantinos Despotopoulos ernannt.

MinisterBearbeiten

Ministeramt Amtszeit Minister Lebensdaten
Ministerpräsident (Präsident des Ministerrates) 12. Oktober 1989 Ioannis Grivas * 1923
Auswärtiges 12. Oktober 1989 Georgios Papoulias * 1927 † 2009
Nationale Verteidigung 12. Oktober 1989 Theodoros Ntegiannis * 1927
Inneres 12. Oktober 1989 Vasilis Skouris * 1948
Finanzen 12. Oktober 1989 Georgios Agapitos * 1942
Justiz 12. Oktober 1989 Konstantinos Stamatis * 1948
Wirtschaft 12. Oktober 1989 Georgios Kontogeorgis * 1912 † 2009
Minister beim Präsidenten der Regierung 12. Oktober 1989 Nikolaos Themelis * 1922 † 2008
Umwelt, Raumplanung und öffentliche Arbeiten 12. Oktober 1989 Konstantinos Liaskas * 1942
Nationale Bildung und religiöse Angelegenheiten 12. Oktober 1989 Konstantinos Despotopoulos * 1913
Transport und Kommunikation 12. Oktober 1989 Georgios Noutsopoulos * 1932 † 2008
Arbeit 12. Oktober 1989 Ioannis Koukiadis * 1940
Gesundheit, Wohlfahrt und soziale Sicherheit 12. Oktober 1989 Georgios Merikas * 1911 † 1996
Landwirtschaft 12. Oktober 1989 Ioannis Liapis * 1922 † 1993
Öffentliche Ordnung 12. Oktober 1989 Dimitrios Manikas * 1932
Kultur 12. Oktober 1989 Georgios Mylonas * 1919 † 1998
Tourismus 12. Oktober 1989 Georgios Kontogeorgis * 1912 † 2009
Industrie, Energie und Technologie 12. Oktober 1989 Pavlos Sakellaridis * 1920
Handelsmarine 12. Oktober 1989 Nikolaos Pappas * 1930 † 2013
Handel 12. Oktober 1989 Theodoros Gkamaletsos * 1945
Makedonien und Thrakien 12. Oktober 1989 Ioannis Deligiannis * 1920 † 1998
Ägäis 12. Oktober 1989 Antonios Fousas * 1939

WeblinksBearbeiten