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Julian Pörksen

deutscher Autor, Regisseur und Dramaturg

Julian Pörksen (* 1985 in Freiburg) ist ein deutscher Autor, Regisseur und Dramaturg.

LebenBearbeiten

Pörksen arbeitete als Assistent für Christoph Schlingensief, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und anschließend Dramaturgie in Leipzig. Seither schrieb er ein Sachbuch, mehrere Theaterstücke sowie Drehbücher, welche er als Regisseur realisierte. Sein Filmdebüt Sometimes we sit and think and sometimes we just sit über einen 50-jährigen Mann, der freiwillig in ein Altenheim zieht und mit seiner Passivität eine Fülle von Ereignissen auslöst,[1] feierte 2012 auf der Berlinale Premiere (Perspektive Deutsches Kino). 2013 erschien sein Essay Verschwende Deine Zeit, inzwischen liegt die dritte Auflage vor[2] und wurde ins Englische übersetzt[3]. 2016 publizierte er das Stückebuch Wir wollen Plankton sein.[4] Das titelgebende Stück wurde 2017 am Schauspiel Köln uraufgeführt.[5] Im gleichen Jahr erschien die Spiele-App The Ultimate Game.[6]

Pörksens erster Langspielfilm, das Roadmovie Whatever Happens Next,[7] wurde 2018 auf der Berlinale uraufgeführt. Er handelt von einem Aussteiger und Taugenichts, der aus seinem alten Leben verschwindet und sich fortan ganz dem Zufall überlässt.[8] Pörksens Debut erhielt positive Kritiken.[9][10] Auf dem Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern gewann Pörksen für Whatever Happens Next den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis der DEFA-Stiftung. Im Januar 2019 debütierte Julian Pörksen mit seinem Stück La bella confusione als Theaterregisseur am Schauspiel Köln[11]. 2019 wurde er mit dem Kompagnon-Förderpreis der Berlinale ausgezeichnet[12].

VeröffentlichungenBearbeiten

2013 veröffentlichte er im Berliner Alexander Verlag das Buch Verschwende Deine Zeit. Ein Plädoyer. Das Vorwort schrieb der Dramaturg Carl Hegemann. In dem Buch, das sich mit den gegenwärtigen Diskursen um Schnelllebigkeit und Entschleunigung, um die Leistungs- und die Müdigkeitsgesellschaft dreht, und die sich in zahllosen Publikationen oder Diskussionsrunden in Radio- und Fernsehsendungen niederschlägt, sowie um die Frage, wie sich die Kunst der Ökonomisierung unserer Welt und dem „Nützlichkeitsparadigma“ entziehen kann.[13]


Buch


Theater

  • La bella confusione. Theaterstück (Text und Regie: Julian Pörksen, UA: Schauspiel Köln, 2019)
  • Doing things with words. Theaterstück, 2015
  • Wir wollen Plankton sein. Theaterstück, 2015 (UA: Schauspiel Köln, 2017)


Film
  • Whatever Happens Next (Drehbuch, Regie). Spielfilm, 2018
  • Harry & Dirk (Drehbuch, Regie, Produktion). Kurzfilm, 2016
  • Sometimes we sit and think and sometimes we just sit. Kurzfilm (Drehbuch, Regie, Produktion), 2012


Spiele
  • The Ultimate Game. 2017

AuszeichnungenBearbeiten

  • Förderpreis der DEFA-Stiftung (für Whatever Happens Next)
  • Kompagnon-Förderpreis (Berlinale 2019)
  • Ivan Illich-Preis 2019 (für den Essay Flüchtigkeit)

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Informationen zu Sometimes. credofilm.de
  2. Verschwende deine Zeit - Alexander Verlag. Abgerufen am 3. Dezember 2018 (deutsch).
  3. Waste Your Time - Alexander Verlag. Abgerufen am 6. Dezember 2018.
  4. https://www.alexander-verlag.com/programm/titel/357-Wir_wollen_Plankton_sein.html
  5. Schauspiel Köln: Schauspiel Köln - Wir wollen Plankton sein, von Julian Pörksen - 16.12.2017, 20.00 - 21.30. Abgerufen am 13. November 2017.
  6. „The Ultimate Game“ im App Store. Abgerufen am 13. November 2017.
  7. Website zu Whatever Happens Next
  8. Whatever Happens Next. Abgerufen am 24. Februar 2018.
  9. Julia Dettke: Deutsche Berlinale-Filme: Rückenwind von allen Seiten. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. Juli 2018]).
  10. 28. Filmkunstfest MV : Zehn Filme – zehn Meinungen | svz.de. In: svz. (svz.de [abgerufen am 17. Juli 2018]).
  11. Schauspiel Köln - La Bella Confusione, von Julian Pörksen - 23.01.2019, 20.00. Abgerufen am 24. Januar 2019.
  12. Kompass- Perspektive -Preis & Kompagnon-Förderpreis. Abgerufen am 20. Februar 2019.
  13. Interview mit Isabelle Daniel Goethe-Institut Prag,März 2014, abgerufen am 15. Februar 2019