Juju (Rapperin)

deutsche Rapperin

Juju (* 20. November 1992[1] als Judith Wessendorf in Berlin[2]) ist eine deutsche Rapperin. Sie wurde als Teil des Hip-Hop-Duos SXTN bekannt.[3]

Juju (2017)

Leben und KarriereBearbeiten

 
Juju (rechts) mit Nura (2017)

Juju wurde als Tochter eines Marokkaners (aus Taghazout[4]) und einer Deutschen in Berlin geboren und wuchs bei ihrer Mutter im Bezirk Neukölln auf.[5] Sie besuchte das Neuköllner Ernst-Abbe-Gymnasium, welches sie nach der neunten Klasse verließ. Als Kind hörte sie vornehmlich deutschen Rap von Bushido, Aggro Berlin, Sido sowie anderen Rappern und begann mit 14 Jahren zu rappen.[6][7]

Sie rappte meist im Freundeskreis und bestritt später ein Battle in der RBA (Reimliga Battle Arena), bevor sie 2010 die Rapperin Nura kennenlernte.[8] Mit ihr gründete sie 2014 das Duo SXTN, mit dem sie erste Charterfolge feierte und zwei Alben veröffentlichte.[9] Ihre zwei erfolgreichsten Singles waren Von Party zu Party, das ein Jahr später Goldstatus und zwei Jahre später 30 Millionen Aufrufe auf YouTube erreichte[10] und Bongzimmer.[11] Zudem veröffentlichte sie zu dieser Zeit auch Solosongs. Im Frühjahr 2019 trennte sich das Duo.[9] Der Grund für die Trennung war ein Auseinanderleben auf der persönlichen sowie der kreativen Ebene.[12]

Mit der Single Melodien von Capital Bra, bei welcher Juju als Feature-Gast fungierte, erreichte sie im August 2018 Platz eins der Singlecharts in Deutschland, Österreich und der Schweiz.[13] Die Single wurde für 400.000 Verkäufe in Deutschland mit Platin ausgezeichnet. Auf der Streamingplattform Spotify wurden (Stand: Oktober 2022) mehr als 108 Mio. Streams erzielt. Im Mai 2019 gelang ihr mit der Single Vermissen (feat. Henning May) ihr zweiter Nummer-eins-Erfolg in Deutschland.[14] Diese erreichte noch im Erscheinungsjahr ebenfalls Platinstatus. Die Single hat auf Spotify mehr als 193 Mio. Streams (Stand: November 2022) erzielt. Kurz darauf kam das unter der Regie von Arabella Bartsch entstandene Musikvideo zum Song heraus, das bislang (Stand: Oktober 2022) über 79 Millionen Aufrufe erreichte.[15] Jujus erstes Solo-Album Bling Bling erschien im Juni 2019.[16]

Im November 2019 wurde sie bei den MTV Europe Music Awards 2019 zum Best German Artist (bester deutscher Künstler) gewählt.[17] Im selben Monat wurde sie in zwei Kategorien als Beste Künstlerin und für die Beste Single (Vermissen) mit der 1-Live-Krone ausgezeichnet.[18] Im Januar 2020 veröffentlichte sie zusammen mit Loredana die Single Kein Wort, die in Deutschland und Österreich Platz 1 belegte.[19] Am 16. Juli 2020 erschien ihre Single Vertrau mir.[20] Im August 2020 veröffentlichte sie zusammen mit Bausa die Single 2012.[21]

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
2019 Bling Bling
Jinx Records (UMG)
DE3
(62 Wo.)DE
AT5
 
Gold

(29 Wo.)AT
CH15
 
Gold

(6 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 14. Juni 2019
Verkäufe: + 17.500

TourneenBearbeiten

  • 2019: Bling Bling Tour
  • 2020–2022: Juju Live (aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt)
  • 2022: Fick Dein Insta Tour

AuszeichnungenBearbeiten

Erhaltene AuszeichnungenBearbeiten

1 Live Krone

Bravo Otto

  • 2019: „Hip-Hop national“ (Silber)[23]
  • 2020: „Hip-Hop national“ (Gold)[24]

Hiphop.de Awards

  • 2019: „Bestes Album National“ für Bling Bling[25]
  • 2019: „Bester Song National“ für Vermissen (mit Henning May)[25]

MTV Europe Music Awards

NominierungenBearbeiten

1 Live Krone

  • 2020: „Beste Künstlerin“[27]
  • 2020: „Bester Hip-Hop Act“[27]

Hiphop.de Awards

  • 2019: „Lyricist des Jahres“[25]
  • 2019: „Bester Rap-Solo-Act National“[25]
  • 2020: „Bester Song National“ für 2012 (mit Bausa)[28]
  • 2020: „Bester Song National“ für Kein Wort (mit Loredana)[28]

Hype Awards

  • 2019: „Hype Künstlerin“[29]
  • 2019: „Hype Instagram“[29]

WeblinksBearbeiten

Commons: Juju – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Juju teilt erneut gegen Farid Bang aus! In: raptastisch.net. 20. November 2018, abgerufen am 20. November 2018.
  2. Juju – Winter in Berlin // Track, juice.de, abgerufen am 8. April 2019
  3. juju. (Nicht mehr online verfügbar.) In: fritz.de. Archiviert vom Original am 24. August 2018; abgerufen am 19. November 2018.
  4. JUJU Interview: Wie kam es zu "Vermissen", Tattoo-Fail, Eminem, Wohnungssuche Persönliche Tiefpunkte. Abgerufen am 22. Juni 2021 (deutsch).
  5. Antonia Baum: Berliner Rapperinnen SXTN: Entfesselt, laut und unverschämt. FAZ.net, 12. März 2016, abgerufen am 27. April 2018.
  6. Pascal Siggelkow: Sxtn: Diese Frauen treten dem deutschen HipHop mächtig in den Arsch. Bento, 30. Oktober 2016, abgerufen am 21. Mai 2019.
  7. Leon Lovelock Interview: Juju über Beef mit Farid Bang, Nura (SXTN), Freizügigkeit, Drogen & Neukölln #KiC19 auf youtube.com, abgerufen am 21. Mai 2019.
  8. Juju - Steckbrief auf laut.de, abgerufen am 21. Mai 2019.
  9. a b Juju erklärt, warum sich SXTN getrennt haben. In: Musikexpress. 9. Mai 2019, abgerufen am 1. September 2021 (deutsch).
  10. SXTN - Von Party zu Party auf youtube.com, abgerufen am 21. Mai 2019
  11. SXTN - Bongzimmer auf youtube.com, abgerufen am 21. Mai 2019.
  12. https://www.radiomonster.fm/interpret/tophits/juju/auf radiomonster.fm, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  13. Jonas Lindemann: Capital Bra ft. Juju – Melodien. hiphop.de, 3. August 2018, abgerufen am 1. September 2021.
  14. Henning May suchte sich mehrfach professionelle Hilfe. In: RND. Abgerufen am 1. September 2021 (deutsch).
  15. Juju feat. Henning May - Vermissen auf youtube.com, abgerufen am 28. Januar 2020.
  16. Bling Bling – Juju auf iTunes
  17. Juju gewinnt bei den MTV EMAs den Preis als „Best German Act“ – und setzt sich gegen Rammstein durch. In: Musikexpress. 4. November 2019, abgerufen am 1. September 2021 (deutsch).
  18. „1Live Krone“: AnnenMayKantereit, Juju und Felix Lobrecht räumen ab. 6. Dezember 2019, abgerufen am 7. Dezember 2019.
  19. „Kein Wort“ von Loredana und Juju. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 3. Dezember 2020, abgerufen am 1. September 2021 (deutsch).
  20. Marcel Adler: Berliner Rapperin: Juju begeistert Fans mit neuer Single "Vertrau mir". In: Berliner Woche. 22. Juli 2020, abgerufen am 1. September 2021.
  21. „ Erste Kollaboration der Deutschrap-Stars: Bausa und Juju veröfffentlichen "2012"“. 22. August 2020, abgerufen am 24. August 2020.
  22. a b RP ONLINE: Fotos: Das sind die Gewinner der „1Live Krone“ 2019. In: rp-online.de. Abgerufen am 3. November 2020.
  23. BRAVO-Otto-Wahl 2019: Vote für deinen Star!| BRAVO. In: bravo.de. Abgerufen am 3. November 2020.
  24. BRAVO Otto Sieger 2020 HipHop national Juju | BRAVO OTTO Sieger 2020. Abgerufen am 6. Januar 2021.
  25. a b c d HHRedaktion: Hiphop.de Awards 2019: Alle Gewinner auf einen Blick! In: Hiphop.de. 6. Februar 2020, abgerufen am 3. November 2020.
  26. 2019 MTV EMA: Die Gewinner | MTV Germany. In: mtv.de. Abgerufen am 3. November 2020.
  27. a b Deutschlands größter Radio-Award: Voting-Start für 1LIVE Krone 2020 – Nominierte stehen fest, u. a. Clueso, Amilli, Leoniden, Zoe Wees, Topic und Apache 207. In: presse.wdr.de. 5. November 2020, abgerufen am 20. November 2021.
  28. a b HHRedaktion: Hiphop.de Awards 2020: Alle Gewinner*innen auf einen Blick. In: Hiphop.de. 31. Januar 2021, abgerufen am 7. Februar 2021.
  29. a b Hype Awards geben Nominierte bekannt. In: beta.musikwoche.de. Abgerufen am 3. November 2021.