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Joseph Baader (Historiker)

deutscher Historiker

Joseph Baader (* 28. Oktober 1812 in Mittenwald; † 6. Juni 1884 in München) war ein deutscher Historiker und Archivar.

LebenBearbeiten

1832 schloss er seine Gymnasialstudien am Wilhelmsgymnasium München ab.[1]

Nach dem Studium war Baader bis 1842 als freier Literat und von 1842 bis 1844 als Journalist für die Augsburger Postzeitung tätig. 1844 ging er als Praktikant an das Reichsarchiv München und 1852 als Offiziant an das Archivkonservatorium (heute Staatsarchiv) Bamberg. 1853 wechselte er an das Archivkonservatorium (heute Staatsarchiv) Nürnberg. Dieses leitete er ab 1854 (von 1854 bis 1856 kommissarisch). Er konnte seinen Vorgänger des Diebstahls von Pergamenturkunden überführen.

1869 wechselte er als Reichsarchivrat an das Münchener Reichsarchiv, wo er bis zu seinem Ruhestand 1877 wirkte.

Baader erwarb sich große Verdienste um die Ordnung des Nürnberger Staatsarchivs, er publizierte Quellen (zum Beispiel Nürnberger Polizeiordnungen) und insbesondere kultur- und kunstgeschichtliche Beiträge. Er beschäftigte sich unter anderem mit der Auseinandersetzung zwischen dem Raubritter Hans Thomas von Absberg und dem Schwäbischen Bund, siehe dazu Wandereisen-Holzschnitte von 1523.

WerkeBearbeiten

 
Holzschnitt von Joseph Baader zur Fehde des Raubritters von Absberg wider den Schwäbischen Bund (1873)
  • Die Fehde des Hans Thomas von Absberg wider den schwäbischen Bund. München 1880.
  • Verhandlungen über Thomas von Absberg und seine Fehde gegen den Schwäbischen Bund 1519 bis 1530. Tübingen 1873.
  • Nürnberger Polizeiordnungen in der Google-Buchsuche
  • Geschichte des Frauenklosters Niederschönenfeld in Antonius Steichele (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Bisthums Augsburg, Band I. Augsburg 1856. (Digitalisate: ab Seite 173)
  • Haus- und Hofhaltungsordnungen Herzogs Ludwig des Reichen von Niederbayern für das Residenzschloß Burghausen während des Aufenthalts seiner Gemahlin Herzogin Amalie dortselbst. In: Oberbayerisches Archiv, 36 (1877), S. 25–54.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Wikisource: Joseph Baader – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Max Leitschuh: Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München, 4 Bde., München 1970–1976, Bd. 4, S. 2