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Josef Hoffmann (Architekt)

österreichischer Architekt und Designer
Josef Hoffmann (1902)

Josef Franz Maria Hoffmann (* 15. Dezember 1870 in Pirnitz, Mähren, Österreich-Ungarn; † 7. Mai 1956 in Wien) war ein österreichischer Architekt und Designer. Mit Koloman Moser war er Gründungsmitglied und einer der Hauptvertreter der Wiener Werkstätte.

LebenBearbeiten

 
Kubus-Fauteuil (1910), produziert 2010

Josef Hoffmann stammte aus begütertem Haus, seine Familie war beteiligt an der fürstlich Collalto'schen Kattunfabrik und sein Vater war Bürgermeister von Brtnice/Pirnitz im Bezirk Jihlava/Iglau in Mähren. Er sollte ursprünglich auf Wunsch seines Vaters Jurist werden, fühlte sich aber mehr zur Technik hingezogen, worauf ihn die verständnisvollen Eltern auf die Staatsgewerbeschule in Brünn schickten, von wo er hervorragende Noten heimbrachte.[1]

Hiernach arbeitete er beim Militärbauamt in Würzburg, danach studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Karl von Hasenauer und Otto Wagner. In Wagners Büro lernte er Joseph Maria Olbrich kennen, mit dem er 1897 die Wiener Secession gründete, eine Künstlervereinigung, die er 1905 mit Gustav Klimt und anderen wieder verließ.

Zu seinen auf einfachen kubischen Formen basierenden frühen architektonischen Arbeiten hatte er wohl erste Anregungen in Süditalien erhalten, da er zum Abschluss seines Architekturstudiums mit dem Prix de Rome der Akademie geehrt worden war und ein Jahr lang in Italien lebte. Hier hatten ihn die kubischen Häuser mit ihren flachen Dächern und glatten Fassaden sehr beeindruckt.[1]

 
Josef Hoffmann für die Tonindustrie Scheibbs, 1920er Jahre

Mit dem Bankier Fritz Wärndorfer und dem Maler Koloman Moser gründete er 1903 die Wiener Werkstätte, für die er viele Produkte entwarf. Ab 1899 war er Lehrer an der Wiener Kunstgewerbeschule. In der Zwischenkriegszeit gestaltete er ebenso Entwürfe für die Tonindustrie Scheibbs.

Hoffmann war Mitglied der Freimaurerloge „Die Treue“.

1906 baute er sein erstes größeres Werk, das Sanatorium in Purkersdorf. Durch Kontakte mit Adolphe Stoclet, der im Aufsichtsrat der Austro-Belgischen Eisenbahn-Gesellschaft saß, die in Österreich die Aspangbahn betrieb, entstand von 1905 bis 1911 als Hauptkunstwerk des Wiener Secessionismus in Brüssel das Palais Stoclet mit dem von Gustav Klimt entworfenen Stoclet-Fries. Seit Ende Juni 2009 gehört das Bauwerk zum UNESCO-Welterbe. 1907 war Hoffmann Mitbegründer des Deutschen Werkbundes, 1912 des Österreichischen Werkbundes. 1913–1915 entstand als weiteres Hauptwerk die Villa Skywa-Primavesi in Wien 13., Gloriettegasse 18.; 1914 errichtete er das Österreichische Haus auf der Kölner Werkbundausstellung.[2]

In der Folge wurde sein Stil immer nüchterner, wobei er sich zunehmend auf Zweckbauten beschränkte. Aus einer grundsätzlich apolitischen Natur heraus begrüßte Hoffmann 1938 den „Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland nicht rassenideologisch, sondern weil er sich vom neuen Regime wirtschaftlichen Aufschwung und die Belebung seiner Architekturpraxis versprach.[3]

Obwohl er selbst als „degenerierter dekorativer Künstler“ vom NS-Architekturideologen Paul Schmitthenner diffamiert und marginalisiert wurde, hatten Machthaber der Zeit Interesse, Hoffmann in seiner Bekanntheit zu instrumentalisieren. Wenngleich die resultierenden Entwürfe Symbole der Diktatur durchaus beinhalteten, schloss er sich künstlerisch dennoch nicht der offiziellen NS-Ästhetik an.[4]

Nach seinen Plänen wurde von 1938 bis 1945 das Botschaftspalais der Deutschen Botschaft am Wiener Rennweg umgebaut und das Gebäude als Außenstelle des Auswärtigen Amtes sowie als „Haus der Wehrmacht“ und Offiziersheim genutzt. 1957 / 1958 wurde es aufgrund schwerer Bombenschäden abgerissen. Eine nach Hoffmanns Entwurf 1940 / 1942 gefertigte Silberkanne[5] trägt als Ornament Eichenlaub, Schwerter und Hakenkreuz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Hoffmann verschiedene offizielle Aufgaben, wie die als österreichischer Generalkommissar bei der Biennale in Venedig und die Mitgliedschaft im Österreichischen Kunstsenat. 1950 gründete er gemeinsam mit Albert Paris Gütersloh die Föderation moderner bildender Künstler Österreichs.

Hoffmann war zweimal verheiratet. 1903 heiratete er Anna Hladik (* 1880) und hatte mit ihr den Sohn Wolfgang (1900–1969), der ebenfalls Architekt wurde.[6] Die Ehe wurde 1922 geschieden. 1925 heiratete er Carla (Karla) Schmatz (* 1894), die zuvor Mannequin bei der Wiener Werkstätte war.[7] Als Witwe vertraute Carla Hoffmann den Wittmann Möbelwerkstätten die Rechte für die Entwürfe ihres Ehemannes an. Wittmann begann in den 1970er Jahren Hoffmann-Möbel zu reproduzieren, darunter Modelle wie Fledermaus, Purkersdorf, Haus Koller, Armlöffel und den berühmten Kubus. Hoffmanns Lampenentwürfe werden mit einer Lizenz der Josef-Hoffmann-Stiftung seit den 1970er Jahren von der Wiener Firma WOKA[8] in Handarbeit hergestellt.

Die Österreichische Post widmete ihm 2007 eine Sondermarke, ein Detail aus der von Josef Hoffmann im Jahre 1916 entworfenen Halskette.[9] Das Schmuckstück befindet sich heute im Bestand des Museums für Angewandte Kunst, MAK Wien. Im Jahre 1987 veranstaltete das MAK über Josef Hoffmann eine Ausstellung mit dem Titel Josef Hoffmann: Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen. Nach einer MAK-Ausstellung über Josef Hoffmann im Jahre 1992 in dessen Geburtshaus in Brtnice / Pirnitz in der Tschechischen Republik wurden die Kontakte zur Mährischen Galerie Brünn intensiviert. Seit 2006 führen beide Institutionen das Gebäude in gleichberechtigtem Verhältnis als die gemeinsame Außenstelle Josef-Hoffmann-Museum.[10] Das Museum präsentiert eine Dauersammlung und zusätzlich werden wechselnde Ausstellungen zu Josef Hoffmann und seinen Zeitgenossen organisiert. Das MAK Wien unterhält eine große Sammlung von Werken der Wiener Werkstätte und somit auch von Josef Hoffmann. Ein Teil der Werke Josef Hoffmanns ist auf MAK-Sammlung online[11] öffentlich zugänglich.

Hoffmann wohnte längere Zeit in der Schleifmühlgasse 3 im 4. Bezirk. 1939 zog er um in eine Wohnung in der Salesianergasse 33 im 3. Bezirk, nahe dem Unteren Belvedere. Dort starb er am 7. Mai 1956. Zwei Tage später schrieb die sozialdemokratische Arbeiter-Zeitung, der letzte noch lebende Mitbegründer der Wiener Secession sei dahingegangen; er habe das österreichische Kunstgewerbe ebenso revolutioniert wie die Architektur. Hoffmann habe noch wenige Wochen vor seinem Tod bei der Auswahl der österreichischen Kunstwerke für die heurige Biennale in Venedig mitgewirkt. Die Architekturklasse an der Akademie für angewandte Kunst habe er fast vier Jahrzehnte lang geleitet. Sein Lebenswerk sei bereits jetzt in die Geschichte der Kunst unseres Jahrhunderts eingegangen.[12]

 
Ehrenhalber gewidmetes Grab von Josef Hoffmann am Wiener Zentralfriedhof

Die Stadt Wien widmete ihm ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 14 C, Nummer 20). Den Grabstein[13] hatte Fritz Wotruba geschaffen.
In Purkersdorf ist die Josef-Hoffmann-Gasse nach ihm benannt.

Auszeichnungen und EhrungenBearbeiten

AusstellungenBearbeiten

  • 1987: Josef Hoffmann. Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen (MAK Wien)
  • 1992: Der barocke Hoffmann (Hoffmann-Geburtshaus, Pirnitz)
  • 1992: Josef Hoffmann Designs (New York)
  • 2003: Josef Hoffmann und die Wiener Werkstätte (Kunsthaus Zug, Zug)
  • 2005: Josef Hoffmann: Ein unaufhörlicher Prozess (Hoffmann-Geburtshaus, Pirnitz)
  • 2006: Josef Hoffmann – Carlo Scarpa: Das Sublime in der Architektur (Hoffmann-Geburtshaus, Pirnitz)
  • 2007: Josef Hoffmann – Adolf Loos: Ornament und Tradition (Hoffmann-Geburtshaus, Pirnitz)
  • 2008: Josef Hoffmann – Donald Judd: Hypothese (Hoffmann-Geburtshaus, Pirnitz)
  • 2009: Josef Hoffmann: Inspirations (Hoffmann- Geburtshaus, Pirnitz)
  • 2010: Rewriting the Space: Dorit Margreiter / Josef Hoffmann (Hoffmann-Geburtshaus, Pirnitz)
  • 2010: Josef Hoffmann: Ein unaufhörlicher Prozess. Entwürfe vom Jugendstil zur Moderne (Balingen)
  • 2011: Josef Hoffmann – Oswald Oberhuber: Allgestaltung und Entwurf (Hoffmann-Geburtshaus, Pirnitz)
  • 2011/2012: Pioniere der Moderne: Gustav Klimt / Josef Hoffmann, Schloss Belvedere
  • 2017: Das Glas der Architekten. Wien 1900–1937, MAK Wien

Werk (Auswahl)Bearbeiten

BautenBearbeiten

Foto   Baujahr Name Standort Beschreibung
 BW  
 
1899 Landhaus Paul Wittgenstein sen. (Umbau u. Einrichtung)
ObjektID: 24327
  Wikidata
Hohenberg (Niederösterreich), Bergerhöhe 1
Standort
    1900 Forstamt der Wittgenstein’schen Forstverwaltung und Wohngebäude des Personals
ObjektID: 129862
  Wikidata
Hohenberg, Untere Hauptstraße 4–6
Standort
BW   1900 Grabmal Carl Hochstetter (jetzt Resch/Reichel)
Wien 19, Grinzinger Friedhof, An den langen Lüssen 33, Gruppe 3
Standort

Anmerkung: Gruppe 3, Grab 24. Name steht nicht am Grabstein oder verwachsen.
 BW   1900–1903 Haus Spitzer
ObjektID: 66136
  Wikidata
Wien 19, Steinfeldgasse 4
Standort
   
 
1900–1903 Doppelhaus Moser-Moll
Wien 19, Steinfeldgasse 6–8
Standort
Doppelwohnhaus für Koloman Moser und Carl Moll in der Künstlerkolonie auf der Hohen Warte
  1900–1903 Haus Dr. Henneberg
Wien 19, Wollergasse 8
Standort
zerstört
BW   1902 Einrichtung der Wiener Werkstätte
Wien 7, Neustiftgasse 32
Standort

Anmerkung: Blechschild am Portal. Schauraum?
 BW  
 
1902–1903 Evangelische Waldkirche
ObjektID: 24949
  Wikidata
St. Aegyd am Neuwalde, Am Haselgraben 2
Standort
    1903 Gewerkschaftshotel der „Poldihütte“
  Wikidata
Josefa Hoffmanna 1533, Kladno, Tschechien
Standort
verändert

Anmerkung: Seitlich erweitert. Heute Hotel
BW   1903 Landhaus Knips
Seeboden am Millstätter See, Wirlsdorf 39
Standort

Anmerkung: Hauptgebäude zerstört. Wirtschaftsgebäude erhalten.
  1904 Landhaus Dr. Wilhelm Figdor (Umbau und Einrichtung)
Baden (Niederösterreich), Weilburggasse 67 zerstört
   
 
1904–1906 Sanatorium „Westend“
ObjektID: 42307
  Wikidata
Purkersdorf, Wiener Straße 74
Standort
    1905–1906 Haus für Beer-Hofmann
Wien 18, Hasenauerstraße 59 zerstört
  1905–1906 Haus Alexander Brauner
Wien 19, Gewygasse 11 zerstört
BW   1905–1906 Jagdhaus Hochreith (Umbau und Einrichtung) für Karl Wittgenstein
Rohr im Gebirge, Tiefental 2
Standort
BW   1905–1907 Haus Legler
Wien 19, Armbrustergasse 22
Standort

Anmerkung: verändert
    1906 Haus Moll II
Wien 19, Wollergasse 10
Standort

Anmerkung: 1928 Zubau
  1906–1907 Haus Helene Hochstetter
Wien 19, Steinfeldgasse 7
Standort
zerstört
   
 
1906–1911 Palais Stoclet
  Wikidata
Avenue de Tervueren 281, Brüssel
Standort

Anmerkung: kann als architektonisches Hauptwerk Hoffmanns betrachtet werden.
   
 
1907 Einrichtung Kabarett „Fledermaus“
Wien 1, Kärntner Straße 33 zerstört
 BW   1908 Geschäftsportal der k.k. Hof- und Staatsdruckerei
ObjektID: 9511
  Wikidata
Wien 1, Seilerstätte 24
Standort
Portal der K.k. Hof- und Staatsdruckerei
Anmerkung: teilweise erhalten
    1908 Grabmal Emil Zuckerkandl
Wien 19, Döblinger Friedhof, Hartäckerstraße 65, Israelitische Abteilung
Standort

Anmerkung: Gruppe i1 Grab 1
BW   1909 Villa Pickler (Umbau und Einrichtung)
Trombitás út 19, Budapest, Ungarn
Standort
BW   1909–1910 Haus Heinrich Böhler (Adaptierung)
Baden, Pelzgasse 11
Standort

Anmerkung: ursprünglicher Bau 1880 von H. Zimmermann
 BW   1909–1911 Haus Eduard Ast
ObjektID: 66137
  Wikidata
Wien 19, Steinfeldgasse 2 / Wollergasse 12
Standort
BW   1910 Landhaus Otto Böhler
Kapfenberg, Mariazeller Straße 32
Standort

Anmerkung: Entweder Hausnummer 28, 30 oder zerstört
BW   1910–1911 Haus Pazzani
Klosterneuburg-Weidling, Wolfsgraben 66
Standort

Anmerkung: in der Quelle auch mit 1927 angegeben
BW   1910–1911 Gruft Albert Figdor
Wien 19, Döblinger Friedhof, Hartäckerstraße 65
Standort

Anmerkung: Gruppe HA Nummer 2
    1911 Grabmal Gustav Mahler
Wien 19, Grinzinger Friedhof, Gruppe 6
Standort
  1911 Österreichischer Pavillon
Kunstschau, Rom, I zerstört
    1912 Grabmal Paul Wittgenstein u. Helene Hochstetter
Wien 19, Grinzinger Friedhof, Gruppe 9
Standort

Anmerkung: Sterbedatum 1928
BW   1912–1913 Villa Edmund Bernatzik
Wien 19, Springsiedelgasse 28
Standort
 BW   1912–1913 Landhaus Koller (Zu- und Umbau)
Oberwaltersdorf, Pfarrgasse 15
Standort
BW   1912–1914 Portal und Direktionsräume des Stahlwerks „Poldihütte“
Průmyslová 1343, Kladno, Tschechien
Standort

Anmerkung: Bei AZW: Wien 3, Invalidenstraße 5–7
   
 
1912–1914 Haus Botstiber-Hertzka
ObjektID: 41941
  Wikidata
Wien 19, Kaasgrabengasse 30–32
Standort

Anmerkung: Denkmalschutz und Wikidata-Objekt getrennt
   
 
1912–1914 Haus Drucker-Wellesz
ObjektID: 41943
  Wikidata
Wien 19, Kaasgrabengasse 36–38
Standort

Anmerkung: Denkmalschutz und Wikidata-Objekt getrennt
   
 
1912–1914 Haus Sokolowski-Küpper
ObjektID: 41986
  Wikidata
Wien 19, Suttingergasse 12–14
Standort

Anmerkung: Denkmalschutz und Wikidata-Objekt getrennt
   
 
1912–1914 Haus Vetter-Michel
ObjektID: 41988
  Wikidata
Wien 19, Suttingergasse 16–18
Standort

Anmerkung: Denkmalschutz und Wikidata-Objekt getrennt
  1913 Krankenhaus der bosnischen Elektrizitäts A.G.
Jajce, Bosnien
Koordinaten fehlen! Hilf mit.

Anmerkung: Objektvermutung AVNOJ Museum, Jajce
   
 
1913–1914 Villa und Garten Skywa-Primavesi
ObjektID: 41571
  Wikidata
Wien 13, Gloriettegasse 18
Standort
  1913–1914 Zeichenmaterialfabrik Pelikan Günther Wagner
Wien 10, Laxenburger Straße
Koordinaten fehlen! Hilf mit.

Anmerkung: nur ansatzweise ausgeführt. Genaue Adresse unklar. Zerstört? Datenfehler?
  1914 Landhaus Otto Primavesi
Winkelsdorf/Kouty nad Desnou 62, Loučná nad Desnou, Tschechien
Standort
verändert

Anmerkung: Heute Hotel. Im selben Stil erweitert
    1914 Österreichischer Pavillon
Kölner Werkbundausstellung, Köln zerstört
BW   1914–1917 Wacker Chemiewerke
Burghausen, Deutschland
Standort
BW   1918 Villa Franz Hatlanek
J. Hory 1801, Kladno
Standort
BW   1919 Grabmal der Familie Knips
Wien 13, Hietzinger Friedhof, Gruppe 32
Standort
BW   1919 Gruft Edmund Bernatzik
Wien 19, Heiligenstädter Friedhof, Gruppe TUL 16
Standort
BW   1919–1922 Wohnhaus Sigmund Berl
Husova 913/2, Freudenthal / Bruntál, Tschechien
Standort
    1920–1921 Haus Fritz Grohmann
  Wikidata
Würbenthal/Vrbno pod Pradědem, Tschechien
Standort
BW   1920 Elisabeth Heilanstalt (Umbau)
Lázeňská 323, Velké Losiny, Tschechien
Standort

Anmerkung: Heute Hotel
BW   1922–1923 Wohnhaus Ing. Dunckel
Tapolesany ut 3, Budapest
Standort
BW   1923 Gruft Eduard Ast
Wien 19, Heiligenstädter Friedhof
Standort

Anmerkung: TUR 17
   
 
1923–1924 Haus Sonja Knips
ObjektID: 41964
  Wikidata
Wien 19, Nußwaldgasse 22
Standort
BW   1923–1926 Landhaus Ast
ObjektID: 13075
  Wikidata
Auen-Waldpromenade 35 / Süduferstraße 35, Auen, Schiefling am Wörthersee, Austria
Standort

Anmerkung: 1934 Aufstockung ebenfalls durch Hoffmann; Adresse laut Quelle "Auen, Golfstraße 21"
BW   1924 Villa Gretl
Gars am Kamp, Weisergasse 179
Standort

Anmerkung: Hausnummer 16 in der Quelle falsch
   
 
1924–1925 Klose-Hof
ObjektID: 52514
  Wikidata
Wien 19, Philippovichgasse 1
Standort
[16]
   
 
1924–1925 Winarsky-Hof
ObjektID: 42005
  Wikidata
Wien 20, Stromstraße 36–38
Standort

Anmerkung: Stiegen 1–14, 26, 27, mit Behrens, Frank, Strnad und Wlach
BW   1924–1931 Arbeiterwohnhäuser Firma Grohmann
Husova 306, 307, 335, 413, 305. Palackého 262, 327, 337, 339, 343, Sadová 351, Kopečná 305, 412. Vrbno pod Radedem, Tschechien
Standort

Anmerkung: Koordinaten beziehen sich auf Palackého 337
  1925 Österreichischer Pavillon
Kunstgewerbeausstellung Paris zerstört
BW   1928–1929 Wohnhaus Isidor Diamant
Strada Ion Creangă 2–4, Cluj-Napoca, Rumänien
Standort
BW   1928–1929 Bürogebäude der Industria Sarmei S.A.
Strada Iuliu Maniu 25, Cluj-Napoca, Rumänien
Standort

Anmerkung: mit Oswald Haerdtl
 BW  
 
1928–1932 Anton-Hölzl-Hof
ObjektID: 84650
  Wikidata
Wien 10, Laxenburger Straße 94
Standort

Anmerkung: mit Max Fellerer
   
 
1929–1930 Denkmal für Otto Wagner
Wien 1, Makartgasse 2
Standort
BW   1930 Villa Lothar Grohmann
Jesenická 347/33, Vrbno pod Pradědem
Standort
   
 
1932 Geschäftslokal Altmann & Kühne
ObjektID: 89400
  Wikidata
Wien 1, Graben 30
Standort
Geschäftslokal der Firma Altmann & Kühne
Anmerkung: mit Oswald Haerdtl
   
 
1932 Vier Reihenhäuser
Werkbundsiedlung, Wien 13, Veitingergasse 79–85
Standort

Anmerkung: Denkmalschutz getrennt
BW   1934 Villa Sinaiberger (alias Serger)
Skoczów, Polen, Katowickiej 9
Standort

Anmerkung: etwas verändert. Nicht stimmig. Adressangabe möglicherweise in diversen Quellen falsch.
   
 
1934 Österreichischer Pavillon (White Cube) bei der Biennale in Venedig
Venedig, Italien
Standort
   
 
1937–1939 Einrichtung des Schroll-Verlags- und Druckereigebäudes
  Wikidata
Wien 5, Arbeitergasse 1–7 / Spengergasse
Standort

Anmerkung: später Christoph Reisser’s Söhne
  1939–1940 „Haus der Wehrmacht“ (Umbau der ehemaligen deutschen Botschaft)
Wien 3, Metternichgasse 3
Standort
zerstört

Anmerkung: mit Josef Kalbac
   
 
1949–1950 Wohnhausanlage Blechturmgasse 23–27
ObjektID: 6426
  Wikidata
Wien 4, Blechturmgasse 23–27
Standort

Anmerkung: mit Josef Kalbac
   
 
1951 Wohnhausanlage Silbergasse 2–4
ObjektID: 9512
  Wikidata
Wien 19, Silbergasse 2–4
Standort

Anmerkung: mit Josef Kalbac
   
 
1953–1954 Wohnhausanlage Heiligenstädter Straße 129
ObjektID: 128806
  Wikidata
Wien 19, Heiligenstädter Straße 129
Standort

Anmerkung: mit Josef Kalbac

Raumgestaltung/DesignBearbeiten

sowie weitere Wohnungseinrichtungen, Ausstellungsgestaltungen, Einrichtungen von Geschäften und Lokalen, Buch- und Zeitschriftenillustrationen; zahlreiche Entwürfe für Möbel (z. B. Siebenkugelstuhl), Tapeten, Lampen, Ziergegenstände, Schmuck etc.

TriviaBearbeiten

Eine 1908 von Josef Hoffmann für die Wiener Werkstätte entworfene Brosche konnte 2015 vom Wiener Auktionshaus „Im Kinsky“ um 529.200 € zugeschlagen werden.[18]

LiteraturBearbeiten

  • Eduard F. SeklerHoffmann, Josef. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. 429–431 (Digitalisat).
  • Armand Weiser: Meister der Baukunst (Josef Hoffmann). Genf 1930
  • Gertrud Pott: Die Spiegelung des Sezessionismus im Österreichischen Theater. Herausgegeben vom Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Verlag Wilhelm Braumüller, Wien/Stuttgart, 1975
  • Peter Gorsen: Josef Hoffmann. Zur Modernität eines konservativen Baumeisters. In: Alfred Pfabigan (Hrsg.): Ornament und Askese. C. Brandstätter, Wien 1985, S. 69–92.
  • Eduard F. Sekler: Josef Hoffmann. Das architektonische Werk. Monographie und Werkverzeichnis. Residenz, Salzburg/Wien 1986, ISBN 3-7017-0306-X.
  • Lillian Langseth-Christensen: A Design For Living. Viking, New York 1987, ISBN 0-670-80089-9, (die Autorin war 1922 bis 1925 Studentin bei Hoffmann in Wien).
  • Peter Noever, Oswald Oberhuber (Hrsg.): Josef Hoffmann. Ornament zwischen Hoffnung und Verbrechen. Österreichisches Museum für Angewandte Kunst/Hochschule für Angewandte Kunst (Ausstellungskatalog), Residenz, Salzburg/Wien 1987, ISBN 3-900688-01-X.
  • Peter Noever (Hrsg.): Der Preis der Schönheit. 100 Jahre Wiener Werkstätte [... erscheint anlässlich der Ausstellung Der Preis der Schönheit – Zum 100. Geburtstag der Wiener Werkstätte. MAK Wien, 10. Dezember 2003 – 7. März 2004] Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2003, ISBN 3-7757-1410-3.
  • Gabriele Fahr-Becker: Wiener Werkstätte. 1903–1932. Taschen-Verlag, Köln 1994, ISBN 3-8228-2550-6.
  • Christian Witt-Dörring (Hrsg.): Josef Hoffmann. Interiors, 1902–1913. Prestel-Verlag, München 2006, ISBN 978-3-7913-3710-4.
  • Walter Zednicek: Josef Hoffmann und die Wiener Werkstätte. Zednicek, Wien 2006, ISBN 978-3-9500360-8-4 (mehrsprachig, überwiegend Illustrationen).
  • August Sarnitz: Josef Hoffmann. Im Universum der Schönheit. Taschen-Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-8228-5588-1.
  • Agnes Husslein-Arco, Alfred Weidinger (Hrsg.): Gustav Klimt – Josef Hoffmann. Pioniere der Moderne. Prestel, München 2011, ISBN 978-3-7913-5148-3.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Josef Hoffmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Thomas Chorherr: Große Österreicher. Verlag Carl Ueberreuter.
  2. Peter Jessen: Deutsche Form im Kriegsjahr, Die Ausstellung Kökn 1914. In: Deutscher Werkbund (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Werkbundes. Band 1915. F.Bruckmamm A.-G., München 1915, S. 9.
  3. Eduard F. Sekler: Josef Hoffmann. Das architektonische Werk. Monographie und Werkverzeichnis. Residenz, Salzburg / Wien 1982, ISBN 3-7017-0306-X, S. 219
  4. Eduard F. Sekler: Josef Hoffmann. Das architektonische Werk. Monographie und Werkverzeichnis. Residenz, Salzburg/Wien 1982, ISBN 3-7017-0306-X, S. 220.
  5. Museum für angewandte Kunst, Wien, Inv.-Nr. Go 1.864, zit. nach: Felicitas Heimann-Jelinek (Red.): Jüdisches Museum Wien. Adolf Holzhausens Nachfolger, Wien [1996], ISBN 3-901398-03-1, S. 96.
  6. Eintrag im Architektenlexikon
  7. August Sarnitz: Josef Hoffmann 1870-1956 Im Universum der Schönheit. Taschen-Verlag, S. 93.
  8. Website Woka Lamps Vienna
  9. Österreichische Post AG. Briefmarken: Jugendstil – Josef Hoffmann
  10. Josef-Hoffmann-Museum, Homepage der Mährischen Galerie (englisch).
  11. MAK-Sammlung online
  12. hg: Architekt Josef Hoffmann gestorben, in: Tageszeitung Arbeiter-Zeitung, Wien, Nr. 108, 9. Mai 1956, S. 5
  13. Katalog zur Belvedere-Ausstellung Kubismus – Konstruktivismus – Formkunst. Wien 2016, S. 91.
  14. TU Wien: Ehrendoktorate (Memento des Originals vom 21. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tuwien.ac.at. Abgerufen am 26. März 2015.
  15. Verzeichnis der Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden
  16. Volkswohnhaus von Josef Hoffmann restauriert Rathauskorrespondenz vom 26. Juli 2005, abgerufen am 11. Juni 2010
  17. Anette Freytag: Der Garten des Palais Stoclet in Brüssel. Josef Hoffmanns „chef d’œuvre inconnu“. In: Die Gartenkunst 20 (1/2008), S. 1–46.
  18. Inserat des Auktionshauses in der Tageszeitung Der Standard. Wien, 4. Juli 2015, Beilage Album, S. A7.