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Josef Julius Martin Bonifacius Malina, auch bekannt als J. B. Malina (* 7. März 1893 in Fiume, Königreich Ungarn; † 28. Dezember 1960 in Höllriegelskreuth[1]), war ein österreichischer Schriftsteller und Drehbuchautor.

LebenBearbeiten

Josef Malina wuchs in Wien auf.[2]

1919 lebte er in Charlottenburg bei Berlin; im April heiratete er hier die Schauspielerin Minna, geb. Karbaum (* 1892).[3]

Von 1920 bis zu den ersten Kriegsjahren schrieb er einige Kinodrehbücher und veröffentlichte mehrere Bücher mit Kupfertiefdrucken.[2] Er wurde u. a. bekannt als Autor des Bildbandes Orbis Catholicus: Bilder gläubiger Menschen und geheiligter Formen, der 1933 in Berlin veröffentlicht und auch ins Französische übersetzt wurde. Im Juni desselben Jahres wurde sein mit Per Schwenzen verfasstes Antikriegsstück Am Himmel Europas am Berliner Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführt[4] und ab Anfang 1934 monatelang im Lustspielhaus Berlin gespielt.

Im April 1946 wurde er Chefredakteur der neuen österreichischen Zeitschrift Film (Untertitel: Die österreichische illustrierte Zeitschrift), herausgegeben von Willi Forst, die bis 1949 erschien.[5]

FilmographieBearbeiten

SchriftenBearbeiten

 
Bild aus Orbis Catholicus (1930)
  • Im sonnigen Süden (1932)
  • Unvergängliches Deutschland (1933)
  • Am Himmel Europas (1933, mit Per Schwenzen)
  • Orbis Catholicus: Bilder gläubiger Menschen und geheiligter Formen (1930/33) (französisch: Orbis Catholicus. Images et scènes de la vie catholique)
  • Der germanische Norden und wir. Dänemark, Norwegen und Schweden (1934)
  • Deutschland fliegt: Der Aufbau der deutschen Luftfahrt seit 1933 (1935)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geburts- und Sterbedaten nach dem Eintrag Nr. 345 vom 14. April 1919 und Seitenvermerk im Heiratsregister Standesamt Berlin-Charlottenburg III, abgerufen über ancestry.com am 6. Juli 2019
  2. a b Else Frobenius, Lora Wildenthal (Hrsg.): Erinnerungen einer Journalistin: Zwischen Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg. Böhlau, Köln 2005, ISBN 978-3-412-19605-9, S. 185.
  3. Eintrag Nr. 345 vom 14. April 1919 im Heiratsregister Standesamt Berlin-Charlottenburg III, abgerufen über ancestry.com am 6. Juli 2019
  4. Gerhard Ebert: Schauspieler werden in Berlin: von Max Reinhardts Schauspielschule zur Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Berlin-Information, 1987, S. 87.
  5. Walter Fritz: Kino in Österreich, 1945-1983: Film zwischen Kommerz und Avantgarde. Österreichischer Bundesverlag, 1984 ISBN 9783215049927, S. 24