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José Octavio Ruiz Arenas

kolumbianischer Geistlicher, Kurienerzbischof
José Octavio Ruiz Arenas, 2017

José Octavio Ruiz Arenas (* 21. Dezember 1944 in Bogotá) ist ein kolumbianischer Geistlicher, emeritierter Erzbischof von Villavicencio und Kurienerzbischof.

LebenBearbeiten

José Octavio Ruiz Arenas wurde als Sohn von Octavio Ruiz und Mercedes Arenas in Bogotá geboren und hat acht Geschwister. Der Verlust seiner Mutter, die verstarb, als er sechs Jahre alt war, hat ihn nach eigener Aussage lebenslang geprägt.[1] Als Heranwachsender trat er in das Knabenseminar der Erzdiözese Bogotá ein und setzte seine Ausbildung am örtlichen Priesterseminar fort. Der Erzbischof von Bogotá, Aníbal Muñoz Duque, weihte ihn am 29. November 1969 zum Priester. Seine Zeit als Kaplan verbrachte er in Soacha. Ab 1973 wirkte er als Dozent am Erzbischöflichen Knabenseminar in Bogotá. Gleichzeitig war er 1974 bis 1975 stellvertretender Pfarrer der Stadtpfarre Egipto in Bogotá und wurde 1976 Ökonom der Pfarrei Nuestra Señora de Las Aguas. Von 1977 bis 1979 studierte er an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, wo er die Lizentiatur und das Doktorat in dogmatischer Theologie erlangte. 1980 wurde er zum Leiter des Knabenseminars in Bogotá ernannt und wechselte 1981 als Dozent an das Priesterseminar der Erzdiözese, wo er bis 1984 lehrte. Anschließend kehrte er nach Rom zurück und war von 1985 bis 1996 Mitarbeiter der Kongregation für die Glaubenslehre unter Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI.

Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 8. März 1996 zum Weihbischof in Bogotá und erhob ihn zugleich zum Titularbischof von Troyna. Der Erzbischof von Bogotá, Pedro Rubiano Sáenz, spendete ihm am 13. April desselben Jahres die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Paolo Romeo, Apostolischer Nuntius in Kolumbien, und Tarcisio Bertone, der damalige Sekretär der Glaubenskongregation. Ruiz Arenas wurde 1999 Vorsitzender der Erzbischöflichen Glaubenskommission und war Beauftragter der kolumbianischen Bischofskonferenz für Ökumene und interreligiösen Dialog.[2]

Am 16. Juli 2002 wurde er zum Bischof von Villavicencio ernannt. Mit der Erhebung des Bistums zum Erzbistum am 3. Juli 2004 wurde er Erzbischof von Villavicencio.

Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 31. Mai 2007 als Nachfolger des plötzlich verstorbenen mexikanischen Erzbischofs Luis Robles Díaz zum Vizepräsidenten der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika. Ruiz Arenas war damit der zweite selbst aus Lateinamerika stammende Geistliche, der als Mitarbeiter des damaligen Präsidenten der Kommission Giovanni Kardinal Re für die Koordination der vatikanischen Lateinamerikaaktivitäten zuständig wurde. Gleichzeitig wurde er zum Mitglied der Kongregation für die Bischöfe berufen, der die Lateinamerikakommission untersteht.

Am 13. Mai 2011 wechselte er zum Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung und wurde zu dessen Sekretär ernannt. Am 5. März 2012 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. auch zum Mitglied der übergeordneten Kongregation für die Evangelisierung der Völker.[3] Die Mitgliedschaften wurden nach Amtsantritt von Papst Franziskus 2013 bestätigt bzw. weitergeführt.

Als Erzbischof in Villavicencio galt Octavio Ruiz Arenas als das Mitglied des kolumbianischen Episkopats, das Papst Benedikt XVI. persönlich und theologisch am nächsten steht. Er war nach Darío Castrillón Hoyos und Alfonso López Trujillo der dritte Kolumbianer, der ein leitendes Amt an der römischen Kurie erhielt.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Zeitungsartikel vom 31. Mai 2007 (El Tiempo, Bogotá), abgerufen am 27. November 2016.
  2. Meldung vom 31. Mai 2007 (ACIPrensa), abgerufen am 27. November 2016.
  3. Meldung der Agentur Fides vom 5. März 2012, abgerufen am 26. November 2016.
VorgängerAmtNachfolger
Alfonso Cabezas Aristizábal CMBischof von Villavicencio
2002–2004
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---Erzbischof von Villavicencio
2004–2007
Óscar Urbina Ortega