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Johnny Lockett

Britischer Motorrad- und Autorennfahrer

KarriereBearbeiten

Johnny Lockett begann seine Motorsportkarriere in den 1930er-Jahren als Motorradrennfahrer. Bei der Manx Grand Prix auf dem Snaefell Mountain Course auf der Isle of Man belegte er 1936 im Junior-Rennen bis 350-cm³-Hubraum auf einer Norton den fünften Rang. 1937 wurde er in derselben Rennklasse Dritter und ein Jahr später in der Senior-Kategorie hinter Ken Bills Zweiter. Ab 1939 startete Lockett bei der Tourist Trophy. Nach dem Zweiten Weltkrieg hinderte ihn 1947 noch ein Verkehrsunfall am Wiedereinstieg in das Renngeschehen. Ab 1948 trat er für das Norton-Werksteam an.

Mit Einführung der Motorrad-Weltmeisterschaft im Jahr 1949 war Johnny Lockett auch dort für Norton am Start. Nach dem zweiten Rang bei der Senior TT hinter Teamkollege Harold Daniell beendete der die Weltmeisterschaft der 500-cm³-Klasse an der siebten Stelle der Gesamtwertung. In der 350-cm³-Klasse wurde er nach dritten Rängen in der Dutch TT und beim Großen Preis von Belgien Meisterschaftsfünfter. Seine beste Platzierung in der Weltmeisterschaft war der dritte Gesamtrang in der 350-cm³-Klasse 1951 hinter Geoff Duke und William Doran. In diesem Jahr feierte Lockett hinter Duke und vor Jack Brett im Junior-TT-Lauf einen Norton-Dreifachsieg und zum zweiten Mal in seiner Karriere Rang zwei bei einem TT-Rennen.

Nach dem Ende der Motorradzeit 1951 fuhr Johnny Lockett Automobilrennen. 1953 ging der bei der Mille Miglia an den Start, fiel aber aus. In einem Werks-Austin-Healey 100 beendete er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans als Zwölfter (sein Partner war der Niederländer Maurice Gatsonides) und das 9-Stunden-Rennen von Goodwood als Elfter; dort war seine Partner Ken Rudd[1].

1955 war Lockett einer der Fahrer die den MG EX182 in Le Mans und bei der RAC Tourist Trophy pilotierten. Nach 1955 bestritt er keine Rennen mehr.

TodBearbeiten

Lockett wurde am 8. Dezember 1915 geboren und starb auf den Tag genau 89 Jahre später.

StatistikBearbeiten

In der Motorrad-WMBearbeiten

Saison Klasse Motorrad Rennen Siege Podien Punkte Ergebnis
1949 350 cm³ Norton 2 0 2 14 5.
500 cm³ Norton 2 0 1 13 7.
1950 350 cm³ Norton 2 0 0 4 9.
500 cm³ Norton 3 0 2 9 6.
1951 350 cm³ Norton 4 0 3 19 3.
500 cm³ Norton 3 0 0 6 11.
Gesamt 16 0 8 55

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1953 Vereinigtes Konigreich  Donald Healey Motor Company Austin-Healey 100 Niederlande  Maurice Gatsonides Rang 12
1955 Vereinigtes Konigreich  MG Cars Ltd. MG EX182 Vereinigtes Konigreich  Ken Miles Rang 12

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7
1953 Donald Healey Motor Company Austin-Healey 100 Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Belgien  SPA Deutschland  NÜR Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF 12
1955 MG MG EX182 Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR
12 DNF

LiteraturBearbeiten

  • Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909413-06-3.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 9-Stunden-Rennen von Goodwood 1953