John Rutherford (Politiker)

US-amerikanischer Politiker

John Henry Rutherford[1] (* 2. September 1952[2] in Omaha, Douglas County, Nebraska[2]) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Seit Januar 2017 vertritt er den vierten Distrikt des Bundesstaats Florida im US-Repräsentantenhaus.[3]

John Rutherford (2017)

WerdegangBearbeiten

Seit 1958 lebt John Rutherford er mit seiner Familie in Jacksonville (Florida). Er absolvierte bis 1970 die Nathan Bedford Forrest High School und besuchte anschließend das Jacksonville Junior College. Danach studierte er in Tallahassee an der Florida State University das Fach Kriminologie,[4] welches er 1974 mit dem Bachelor of Science beendete. Außerdem besuchte er für einige Zeit die FBI National Academy. Zwischen 1974 und 2003 war er im Polizeidienst der Stadt Jacksonville tätig, wobei er bis zum Captain aufstieg. In dieser Zeit leitete er verschiedene Polizeidezernate seiner Heimatstadt. Im Jahr 2003 wurde er dort zum Sheriff gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Amtsantritt als Kongressabgeordneter.[2]

Rutherford ist mit seiner Frau Pat seit über 50 Jahren verheiratet. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder.[4]

Politische LaufbahnBearbeiten

Politisch schloss sich Rutherford der Republikanischen Partei an. Bei den Kongresswahlen des Jahres 2016 wurde er im vierten Wahlbezirk von Florida in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 2017 die Nachfolge von Ander Crenshaw antrat, der nicht mehr kandidiert hatte. Er gewann mit über 70 % Prozent der Stimmen gegen den Demokraten David Bruderly. Im Jahr 2018 konnte er mit 65,2 % der Stimmen gegen den Demokraten Ges Selmont, sowie zwei weitere Kandidaten gewinnen. 2020 siegte er mit 61,1 % gegen Donna Deegan von der Demokratischen Partei und den Republikaner Gary Koniz.[5] Seine aktuelle, insgesamt dritte Legislaturperiode im Repräsentantenhaus des 117. Kongresses läuft noch bis zum 3. Januar 2023.[3]

Die Primary (Vorwahl) seiner Partei für die Wahlen 2022 am 23. August konnte er mit rund 66 % deutlich gewinnen. Die allgemeine Wahl am 8. November 2022 wurde, da keine Gegenkandidaten antraten, abgesagt und Rutherford damit zum Sieger erklärt. Er wird damit auch dem am 3. Januar 2023 zusammentretenden Repräsentantenhaus des 118. Kongresses angehören.[5] [veraltet]

AusschüsseBearbeiten

Rutherford ist aktuell Mitglied in folgenden Ausschüssen des Repräsentantenhauses[6]:

Er war zuvor auch Mitglied im Committee on Veterans' Affairs und dem Committee on Homeland Security.[5] Außerdem ist er Mitglied in 34 Caucuses.[7]

KontroversenBearbeiten

Rutherford gehörte zu den Mitgliedern des Repräsentantenhauses, die bei der Auszählung der Wahlmännerstimmen bei der Präsidentschaftswahl 2020 für die Anfechtung des Wahlergebnis stimmten. Präsident Trump hatte wiederholt propagiert, dass es umfangreichen Wahlbetrug gegeben hätte, so dass er sich als Sieger der Wahl sah.[8] Für diese Behauptungen wurden keinerlei glaubhafte Beweise eingebracht.[9] Der Supreme Court wies eine entsprechende Klage mit großer Mehrheit ab, wobei sich auch alle drei von Trump nominierten Richter gegen die Klage stellten.[10]

WeblinksBearbeiten

Commons: John Rutherford – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rep. John Rutherford. In: Biography from LegiStorm. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (englisch).
  2. a b c RUTHERFORD, John Henry. In: Biographical Directory of the United States Congress. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (englisch).
  3. a b Representative John H. Rutherford. In: Library of Congress. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (englisch).
  4. a b Biography. In: U.S. House of Representatives. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (englisch).
  5. a b c John Rutherford (Florida). In: Ballotpedia. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (englisch).
  6. John H. Rutherford. In: Office of the Clerk, U.S. House of Representatives. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (englisch).
  7. Committees and Caucuses. In: U.S. House of Representatives. Abgerufen am 24. Oktober 2022 (englisch).
  8. Trump tweets Biden is ‘pretending he’s won’ and insisting he had a ‘landslide victory’. 15. Dezember 2020, abgerufen am 9. Januar 2021 (englisch).
  9. US election 2020: Fact-checking Trump team's main fraud claims. In: BBC News. 23. November 2020, abgerufen am 9. Januar 2021 (englisch).
  10. Adam Liptak: Supreme Court Rejects Texas Suit Seeking to Subvert Election. In: The New York Times. 11. Dezember 2020, abgerufen am 9. Januar 2021 (englisch).