John Gutzon de la Mothe Borglum

US-amerikanischer Bildhauer, dessen Hauptwerk das Mount Rushmore National Memorial ist
Gutzon Borglum, 1919

John Gutzon de la Mothe Borglum (* 25. März 1867 in St. Charles, Idaho; † 6. März 1941 in Chicago, Illinois), kurz Gutzon Borglum, war ein US-amerikanischer Bildhauer.

LebenBearbeiten

Borglum war der Sohn eines dänischen Einwanderers, der hauptsächlich als Holzschnitzer wirkte. Sein Bruder war der Maler Solon Hannibal Borglum.

Seine künstlerische Ausbildung erfuhr Borglum an der Academy of Arts in San Francisco. Mit 23 Jahren ging Borglum 1890 an die Académie Julian nach Paris. Dort wurde er unter anderem von Auguste Rodin inspiriert. Nach einem Aufenthalt in London kehrte Borglum 1893 wieder in die USA zurück.

Ab 1901 lebte und arbeitete er in New York. Auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis wurde er mit einer Goldmedaille für sein künstlerisches Werk ausgezeichnet.

Sein Hauptwerk ist das Mount Rushmore National Memorial, das aus vier monumentalen Porträts der US-amerikanischen Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt besteht. Borglum begann 1927 mit dieser Arbeit, nach seinem Tod 1941 führte sein Sohn Lincoln Borglum die Arbeit fort. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg beteiligte sich Borglum an einem ähnlichen Projekt am Stone Mountain in Georgia.

John Gutzon de la Mothe Borglum starb am 6. März 1941 im Alter von 73 Jahren in Chicago, Illinois.

Führungsmitglied des Ku-Klux-KlansBearbeiten

Borglum war Führungsmitglied des Ku-Klux-Klans. Die Wertschätzung Borglums durch hochrangige Klan-Autoritäten ist dokumentiert. Bei der Planung des Stone Mountain-Reliefs nahm Borglum mehrfach auf die Klan-Ideologie Bezug. Er teilte das rassistische Weltbild des Klans und äußerte sich herabwürdigend über die indigene Bevölkerung der Vereinigten Staaten.[1]

WeblinksBearbeiten

Commons: Gutzon Borglum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Matthew Shaer, The Sordid History of Mount Rushmore, SMITHSONIAN MAGAZINE, October 2016. Abgerufen am 25. Juni 2020.