Johannes Klais

Orgelbauer

Johannes Klais (* 13. Dezember 1852 in Lüftelberg; † 11. April 1925 in Bonn) war ein deutscher Orgelbauer.

LebenBearbeiten

Johannes Klais lernte den Orgelbau bei seinem Onkel Wilhelm Bertram in Engers. Ab etwa 1876 arbeitete er bei Heinrich Koulen in Straßburg. Von dort aus betrieb er die Gründung seines eigenen Betriebs Johannes Klais Orgelbau in Bonn. Mit dem Bau der Werkstatt wurde 1881 begonnen. 1882 wurde der Betrieb eröffnet. Im Jahr 1896 übersiedelte die Firma in neue Werkstatträume, in denen sich noch heute der Betrieb befindet. Die Firma wuchs stetig und hatte 1914 schon fast 100 Mitarbeiter.

1919 übergab Johannes Klais die Betriebsleitung an seinen Sohn Hans Klais (1890–1965). Bis dahin waren ungefähr 450 Orgeln neu gebaut worden.

OrgelbauBearbeiten

Zunächst wurden Orgeln mit Schleiflade, ungefähr ab 1890 mit mechanischen Kegelladen und ab 1895 mit pneumatischer Traktur gebaut. 1906 wurde für das Fernwerk der Erfurter Domorgel erstmals eine elektrische Traktur gebaut.

Noch vor der Jahrhundertwende erfand Johannes Klais die Hochdruckstimmen mit zwei Labien, die gegenüber oder über Eck liegen.

LiteraturBearbeiten

  • Hermann J. Busch, Matthias Geuting (Hrsg.): Lexikon der Orgel. Laaber, Laaber 2007, ISBN 978-3-89007-508-2, Stichwort Klais (Familie), S. 374–375.
  • Hans Steinhaus: Orgelbau Johannes Klais. Firmenprospekt Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co KG, Bonn 1989.
  • A. Eiche: Bilderbuch Picture-Book. Orgelbau Klais Bonn. Broschüre der Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co KG, Bonn 1996.

WeblinksBearbeiten