Johann Kruse (Ratsherr)

deutscher Kaufmann und Politiker, Ratsherr in Lübeck

Johann Kruse (* in Boizenburg; † 4. Dezember 1598 in Lübeck) war Kaufmann und Ratsherr der Hansestadt Lübeck.

Der Kaufmann Johann Kruse wurde 1588 in den Lübecker Rat erwählt und muss zu diesem Zeitpunkt bereits vorgerückten Alters gewesen sein. Fehling vermerkt in der Lübeckischen Ratslinie, dass er sich in seinen letzten Jahren nicht mehr an den Ratsgeschäften beteiligte.

Johann Kruse war mit einer Schwester des Lübecker Ratsherrn Gerhard Grentzin verheiratet und bewohnte das Haus Große Petersgrube 23 in Lübeck. Grentzin bewohnte das Nachbarhaus Große Petersgrube 21. Kruse wurde in der Lübecker Marienkirche bestattet, wo seine Wappengrabplatte von 1595 dokumentiert, aber derzeit nicht nachweisbar ist.

LiteraturBearbeiten

  • Rudolf Struck: Zur Kenntnis lübeckischer Familien und ihrer Beziehungen zu einheimischen und auswärtigen Kunstdenkmälern in: Museum für Kunst- und Kulturgeschichte zu Lübeck. Jahrbuch 1914 • 1915 (Band II.–III.), H. G. Rahtgens, Lübeck 1915, S. 41–73 (S. 44 ff.)
  • Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Nr. 704. Lübeck 1925.
  • Klaus Krüger: Corpus der mittelalterlichen Grabdenkmäler in Lübeck, Schleswig, Holstein und Lauenburg 1100–1600. Thorbeke, Stuttgart 1999, S. 966 (LÜMA99).