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Johann Ghogreff

deutscher Humanist und Kanzler von Jülich-Kleve-Berg

Johann (von) Ghogreff oder Gogreve (andere Schreibweisen: Ghogravius, Goichgreff u. ä.; * um 1499 in Düsseldorf im Herzogtum Berg („Montensi natus“); † 17. Februar 1554 im Haus Hellenbroich bei Mettmann) war ein deutscher Humanist und Kanzler von Jülich-Kleve-Berg.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

HerkunftBearbeiten

Johann Ghogreff entstammte dem im Herforder, Minden-Ravensberger und Osnabrücker Raum verbreiteten westfälischen Adelsgeschlecht Gogreve, das allerdings andere Wappen führte als er selbst.[1][2] Wahrscheinlich besteht keine Stammesverwandtschaft mit dem westfälisch-waldeckschen Adelsgeschlecht der Gaugreben.[A 1]

Johann Ghogreff gehörte zu einem Familienzweig, der in der Umgebung von Lübbecke, Stemwede und Ostercappeln begütert war. Mitglieder dieses Familienzweigs standen als Burgmannen und Richter der Hunteburg (Himteborck) im Kirchspiel Ostercappeln[3] in Diensten des Bistums Osnabrück. Johann Ghogreffs Urgroßvater Giseke (Giso) Gogreve († nach 1418)[4][5] wurde vom Mindener Stift St. Mauritius und Simeon der Frundeshof in der Bauerschaft Lintorp[6] bei Barkhausen (Bad Essen) verpfändet.[7] Johann Ghogreffs Tochter Agnes brachte ihre Hälfte von 7 Höfen zu Hunteburg (Honteburgh) in die Ehe mit Ludolf d. L. von Fürstenberg ein,[8] ihre Erben besaßen noch 1605 Höfe im Osnabrücker Raum bei Ostercappeln.[9]

1430 und 1434 werden in Urkunden der Klöster Levern und Burlage der Knappe Heinrich Gogreve, Sohn des Geseke,[5] und seine Frau Lihse (Lize; Elisabeth) mit den – offenbar noch minderjährigen – Söhnen Gerlach, Gizeke und den Töchtern Pellike, Alveke und Rikeza erwähnt.[10][11] Der Knappe Gerlich (Gerlach) Gogreve und sein Bruder Giseke verkauften 1472 ein Drittel des Tutteshauses (Tutteshofs) in Linne[12][13] bei Barkhausen.[14] Sehr wahrscheinlich waren Heinrich Gogreve der Großvater, Gerlach Gogreve ein Onkel des Johann Ghogreff.

Sohn des Amtmanns Giesbert GogreveBearbeiten

Johann Ghogreff war der Sohn des Düsseldorfer Amtmanns[15] und Schlosshauptmanns Giesbert (Gisgen, Gysge, Gischgen) Ghogreff (Goegreffe; von Gogreve, Goegrebe) (* vor 1430;[16] † 1504[17]/05), Lehnsherren von Hellenbroich, und dessen dritter Frau (∞ 1491)[18] Margaretha von der Recke († 1515/25),[19][20] Tochter des Hermann von der Recke († 1474/84) und (∞ vor 1462) der Katharina von Calcum gen. Leuchtmar († nach 1497).[A 2][21][22]

Giesbert Ghogreff war als Gefolgsmann des Herzogs Gerhard von Jülich-Berg und Ravensberg aus Westfalen in das Rheinland gekommen.[16] Er war in erster Ehe mit Hilla (Hildegard) N. und in zweiter Ehe (∞ vor 1478) mit Sophia (Fya) von Hammerstein († nach 1482)[A 3][23][24][25] verheiratet. Sein Stiefsohn („Schwager“) aus der Ehe mit Sophia von Hammerstein war Christian von Lennep († nach 1498).[26] Gisge Gogreve wurde 1485 in Soest gefangen gehalten[27] und kam offenbar erst um 1489/90 nach Intervention der neuen Herzogin Mechthild (1473–1505), Tochter des Landgrafen Heinrich III. von Hessen (1440–1483) bei ihrer Hochzeit in Soest am 3. November 1489 mit Herzog Johann von Kleve-Mark (1458–1521), endgültig wieder frei.[28] Er war begütert unter anderem in Kalkum, Zeppenheim, Lichtenbroich,[29][30] Himmelgeist und belehnt mit der Bannmühle zu Hellenbroich.[31]

Humanistische BildungBearbeiten

Johann Ghogreff war humanistisch gebildet und ein Verehrer von Erasmus von Rotterdam (* 1466/67/69; † 1536), in dessen Korrespondenz er verschiedentlich erwähnt wird.[32] 1514 immatrikulierte er sich als „Johannes Gogreef de Dusseldorp“ an der Artistenfakultät der Universität Köln und erwarb dort 1515 das Bakkalaureat. Seine humanistisch gesinnten späteren Mitstreiter Johann von Vlatten (um 1498–1562) und Konrad Heresbach (1496–1576) waren Kölner Kommilitonen. 1518 studierte Ghogreff an der juristischen Fakultät in Orléans, wo er bei Adolf Eichholz (vor 1490–1563), dem späteren Rektor der Kölner Universität, wohnte. 1519 erhielt er eine Präbende (Pfründe) am Kollegiatstift St. Martini in Minden. 1520 studierte er in Bologna.[33] Ghogreff schloss das Studium als Dr. iur. utr. ab und hielt sich danach einige Zeit in Rom auf. Er sprach Latein, Italienisch und Französisch.[34]

Von 1524 bis 1530 war Ghogreff Propst des Stiftes St. Gereon in Köln. 1526 wurde ihm von Dekan und Kapitel des Stiftes der Hof Röttgen zu Schillingsrott (heute Am Lennartzhof) in Rodenkirchen verschrieben, der mit einem Ertrag von 16 Maltern auf die 31 Malter Weizen angerechnet wurde, die ihm als Propst zustanden.[35]

Kanzler von Jülich-Berg-Ravensburg und Kleve-MarkBearbeiten

Unter Herzog Johann III.Bearbeiten

Um 1524 trat Ghogreff in den Dienst des Herzogs Johann III. von Jülich-Kleve-Berg (1490–1539). Angeblich war Johann Ghogreff mit dem herzoglichen Haus verwandt,[33] wahrscheinlich ist dabei die Abstammung seines späteren Schwiegersohns Franz II. von Waldeck-Eisenberg aus dem Haus Kleve-Mark im Blick. Der herzogliche Prinzenerzieher Konrad von Heresbach widmete Ghogreff 1526 seine Herodot-Ausgabe.[36] Herzog Johann beauftragte ihn mit diplomatischen Missionen, die ihn 1524 als kaiserlichen Reichsrat zum zweiten Reichsregiment nach Esslingen und zum Nürnberger Reichstag führten.[37][38]

Nach dem Tod des Philipp von Kleve-Ravenstein beauftragte Johann III. von Jülich-Kleve-Berg Johann Gogreve, Thys (Matthias) von Loë († 1538), Herr zu Wissen, Drost zu Holten, Philippe de la Kethulle († 1545), Herr von Assche und Haverie, 1520–22 und 1536 erster Schöffe (Bürgermeister) von Gent, und Josse de Gruytere († 1543), seigneur d'Anvaing, Rat und Hofmeister der Herrschaft Ravenstein, in seinem Namen und im Namen seines Sohnes Wilhelms von der Herrschaft Wynendael Besitz zu ergreifen.[39] Im Mai und Juni 1527 waren Propst und Kanzler „Johann Gogreue“ wie sein Bruder Wilhelm († 1528/32) und sein Schwager „Wilhelm Stail zu Sultzen“ († 1535/47) Mitglieder der Delegation, die Herzogin Sibylle von Jülich-Kleve-Berg auf ihrer Brautfahrt zu Johann Friedrich I. von Sachsen nach Torgau begleitete. Sie wurden Augenzeugen des Turniers von Torgau, dem auch Martin Luther und Philipp Melanchthon beiwohnten.[40]

1528 wurde Ghogreff Amtmann zu Angermund[41] und war bis zu seinem Tod 1554 Nachfolger von Wilhelm Lüninck († 1528) als jülich-bergisch-ravensbergischer Kanzler. Wilhelm Insulanus (= Werth) (* um 1495; † 1556)[42] widmete ihm 1529 eine Kölner akademische Rede.[43]

1529 vertraten der klevische Gesandte Graf Wirich V. von Daun-Falkenstein (um 1473–1546) und Ghogreff den Abt von Werden Johannes von Groningen († 1540; reg. 1517) auf dem Reichstag zu Speyer, auf dem die protestantischen Reichsstände eine Protestation gegen die Verhängung der Reichsacht gegen Martin Luther erhoben und ein Wiedertäufermandat verabschiedet wurde.

Verzicht auf den geistlichen Stand und HeiratBearbeiten

1530 verzichtete Ghogreff auf die Kölner Propstei, verließ den geistlichen Stand und übernahm als Nachfolger von Sibert von Rysswich († 1540)[A 4] auch die klevisch-märkische Kanzlei. Seit dieser Zeit war Vlatten Ghogreffs Vizekanzler. Der Rückzug Ghogreffs aus Kurköln dürfte darin begründet gewesen sein, dass Erzbischof Hermann V. von Wied (1477–1552; reg. 1515–1547) damals einer erasmischen, der protestantischen Seite gegenüber ausgleichenden Kirchenpolitik noch ablehnend gegenüberstand.[38] Auch der Tod seines Bruders Wilhelm und der Erhalt des Familienvermögens dürften eine Rolle gespielt haben, denn Ghogreff heiratete zur gleichen Zeit.

Insbesondere auf Ghogreffs Vorschlag hin wurde Karl Harst (1492–1563),[44][45] den er wahrscheinlich 1518 in Orléans kennengelernt hatte, im März 1530 aus Löwen als Rat an den Jülicher Hof berufen.[46] Im Oktober/November 1531 waren Graf Wilhelm II. von Neuenahr (* um 1485/87; † 1552) und Johann Ghogreff im Auftrag von Herzog Johann III. zwölf Tage in diplomatischer Mission in London am Hof des englischen Königs Heinrichs VIII. (1491–1547), bei dem sie drei oder vier Audienzen hatten.[47] Der Bericht Wilhelms II. von Neuenahr über diese Reise an Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen (1503–1554) ist diplomatisch verklausuliert und wenig aufschlussreich.[48] Vermutlich ging es um die Angelegenheit der Scheidung des Königs von Katharina von Aragon.[49] Es wurde auch über eine mögliche Heirat des Prinzen Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg mit Heinrichs VIII. Tochter Maria gesprochen.[50]

Ghogreff bereitete 1532 mit Heresbach die Einführung der erasmisch-melanchthonischen Kirchenordnung für die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg vor. Insbesondere Heresbach stand seit 1527 in engem Kontakt mit Philipp Melanchthon und hatte sich mit ihm über diese Ordnung beraten.[51] Als die evangelische Stadt Soest, die zunehmend unter klevischen Einfluss geriet, sich der Einführung dieser Kirchenordnung widersetzte, verhandelten die klevischen Gesandten Ghogreff, Graf Wilhelm von Nassau (1487–1559), Gotthard (Godert II.) Ketteler zu Mellrich (1480–1556), Drost zu Elberfeld, Landmarschall Hermann von Wachtendonk († wohl zwischen 1546/49 und 1554), Drost zu Kranenburg, Eberhard (Evert) von der Recke zu Uentrop († zwischen 1555 und 1565), Drost zu Hamm, und Matthias von Altenbockum (Thies van Aldenboiken, Aldenbuch) († nach 1569), Drost zu Hörde und Landdrost zum Sparrenberg, vom 2. bis 4. Juli 1534 in Dinker erfolglos mit den Verordneten der Stadt Soest.[52]

1532 beauftragte Johann seine Räte, 1533 eine Kirchenvisitation durchzuführen: Erbhofmeister Wilhelm von Harff zu Alsdorf und Hürth und Propst Vlatten als „Scholaster van Aich (Aachen)“ im Herzogtum Jülich, Haushofmeister Wessel van Loë (nach 1470–um 1543/45), Drost in der Liemers, und Rat Heinrich Bars genannt Olisleger (* vor 1500; † 1575)[53] im Herzogtum Kleve, Kanzler Ghogreff im Herzogtum Berg, Johann von Loë, Drost von Bochum, in der Grafschaft Mark und Matthias von Altenbockum in der Grafschaft Ravensberg. Der Bitte Ghogreffs und Vlattens, sie von dieser Aufgabe zu entbinden, entsprach der Herzog nicht.[54] Nach der Visitation protestierte der Kölner Erzbischof Hermann von Wied gegen den Eingriff in seine Rechte.

Auf Anregung von Wilhelm II. von Neuenahr ließen sich Ghogreff und der Hofmeister Werner von Hochsteden-Niederzier (1499–1565) zu Nothausen[A 5] im Frühjahr 1533 auch in den Dienst des Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen – des Schwiegersohns von Johann III. von Jülich-Kleve-Berg – nehmen, gaben die Bestallung aber auf Wunsch der sächsischen Herzogin Sibylle von Jülich-Kleve-Berg (1512–1554) im Herbst des Jahres wieder zurück.[55]

Am Neusser Vertrag 1534 zwischen Jülich-Kleve-Berg und Kurköln und an den folgenden Verhandlungen im Juni/Juli 1535 in Köln und Januar 1536 in Neuss über kirchliche Organisationsfragen und die Vorbereitung des Kölner Provinzialkonzils 1536 war Ghogreff beteiligt. Die Kölner Delegation wurde von Johannes Gropper (1503–1559) geleitet. Groppers Versuch, Jülich-Kleve-Berg zur vorbehaltlosen Anerkennung des geplanten Provinzialkonzils zu bewegen, gelang dabei nicht.

Als 1534 in Wesel Täufer auftraten, die in Verbindung mit den Münsteraner Täufern standen, erließ Herzog Johann III. am 12. Dezember ein scharfes Mandat gegen sie.[56] „Johannes Gogravius Cancellarius Juliacensis“ gehörte der Untersuchungskommission an, die die Verdächtigen im Januar 1535 verhörte. Die Beschuldigten wurden gefoltert; drei Personen am 19. Februar und sieben weitere am 13. April 1535 enthauptet, andere von Herzog Johann III. zu Geld- und Gefängnisstrafen oder mit Ausweisung begnadigt.[57] Am 17. April 1535 war Ghogreff Mitglied der Kommission, die in Duisburg die Nichtigkeit des Heiratsvertrages zwischen Anna von Kleve (1515–1557) und Franz I. von Lothringen (1517–1545) feststellte.[58]

Um 1535/36 war Ghogreff nach einem Bericht von Heresbach ernsthaft erkrankt, die Fieberepidemie ergriff auch Vlatten und Heresbach.[59]

Im Juni 1536 verhandelten Herzog Johann, Heresbach, Ghogreff und andere Räte in Schloss Hambach mit den vier Hauptstädten Jülich, Düren, Euskirchen und Münstereifel des Herzogtums Jülich über verschiedene Privilegien der Landstädte.[60] 1536/37 gewann er den Prokurator am Reichskammergericht Hubertus Schmetz († nach 1554)[61] aus Süchteln dafür, den römisch-rechtlichen „Entwurf einer Reformation des gerichtlichen Prozesses“ zu entwerfen, mit dem alte Ortsrechte wie das Jülicher Landrecht schonend abgelöst werden sollten. Die neue „Jülich- und Bergische Rechtsordnung“ wurde kurz nach Ghogreffs Tod 1555 in Kraft gesetzt.

Im Dezember 1537 wurden Kanzler Ghogreff, Propst Johann von Vlatten, Haushofmeister Wessel von Loë, Landmarschall Hermann von Wachtendonk, Landmarschall Rabod (Ruprecht) von Plettenberg zu Landskron († zwischen 1543 und 1549) und Otto von Wylich (Wylack, Wilich) († 1542), Drost zu Gennep, von Herzog Johann zur Versammlung der geldernschen Landstände in Nimwegen entsandt und erreichten, dass die Landstände und Herzog Karl von Geldern (1467–1538), der keine männlichen Nachkommen hatte, im Januar 1538 einer Vereinigung Gelderns und Zutphens mit Kleve zustimmten. 1543 musste Wilhelm V. das Herzogtum Geldern und die Grafschaft Zutphen allerdings im Vertrag von Venlo wieder abtreten.

Unter Herzog Wilhelm V.Bearbeiten

Im Februar 1539 übernahm Herzog Wilhelm V. (1516–1592) die Regierung von Geldern, Jülich-Kleve-Berg, Mark und Ravensberg. Ghogreff blieb Kanzler; nach Einschätzung des englischen Diplomaten Nicholas Wotton (um 1497–1567) war er „the verye chief of his Cownsell, and to whome all the reste, excepte Olisleger, ar not to be comparidde for witte [= wittiness], knowledge, lerninge, nor dyversite of tongues, … and the Duke and Duchesse and al the Cownsel heere ar moste ruelidde [= ruled] by hym“.[A 6][34]

Von Februar bis April 1539 war Ghogreff bei Friedensverhandlungen der Gesandten Kaiser Karls V. (1500–1558) mit dem Schmalkaldischen Bund (Frankfurter Anstand) auf dem Fürstentag in Frankfurt am Main. Zur Delegation von Jülich-Kleve gehörten dort auch Wirich V. von Daun-Falkenstein, Landmarschall Hermann von Wachtendonk, Dr. jur. Johann von Dockum gen. Fries und der Sekretär und Pfennigmeister Hans Udenheimer († nach 1555).[62] Ghogreff sprach in Frankfurt im April auch mit den englischen Unterhändlern Christopher Mount (1497–1572)[63] und Thomas Paynell (um 1528–1567) über eine klevische Heiratsverbindung.[64] Bei dieser Gelegenheit ist er Philipp Melanchthon wieder begegnet. Melanchthon bezog sich in einem Brief an Johannes Brenz (1499–1570) auf ein Gespräch mit Ghogreff als einen Hintergrund seiner Beschäftigung mit dem Problem der „Fürstenpflicht“ in seiner Schrift De officio Principium[65] vom Oktober 1539.[66]

Im Mai 1539 verhandelten Ghogreff,[67] Olisleger, Wachtendonk und Dockum gen. Fries als jülichsche Räte in Brüssel wegen der gelderschen Angelegenheit mit der Statthalterin Königin Maria von Ungarn (1505–1558) und den brabantischen Räten Philippe II. de Croÿ (1496–1549), Herzog von Aarschot, Antoine I. de Lalaing (1480–1540), Graf von Hoogstraten, Jehan Hannart († 1539), Herr von Liedekerke und Burggraf von Lombeek, Dr. Loys de Schore († 1548) und Dr. Philippe Negri († 1563). Dabei wurde auch eine Eheverbindung von Herzog Wilhelm mit Christina von Dänemark (1521–1590), der verwitweten Herzogin von Mailand, erwogen.

Im Juli 1539 befand sich Ghogreff im Gefolge Herzog Wilhelms in Düren und verhandelte als Kanzler mit Bürgermeister, Schöffen und Rat über die Bestätigung der Privilegien der Stadt vor der Erbhuldigung. Im August erfolgte in seinem Beisein die Huldigung der Ämter Born und Millen in Sittard, des Amtes Kaster und der bergischen Stände (Räte, Ritterschaft und Städte Düsseldorf, Ratingen, Wipperfürth, Lennep, Solingen, Gerresheim, Radevormwald, Blankenberg) in Düsseldorf. Im Dezember, als Herzog Wilhelm die Huldigung seiner rechtsrheinischen Städte entgegennahm, verhandelte Ghogreff in Wesel mit Bürgermeister und Stadtschreiber wiederum über die Bestätigung von Privilegien.

Bündnisse mit England und Frankreich im Kampf um GeldernBearbeiten

Ghogreff begleitete den Herzog im Januar 1540 zusammen mit Vlatten und Harff zur Hochzeit seiner Schwester Anna von Kleve mit König Heinrich VIII. von England nach London. Im Februar 1540 nahm Ghogreff mit Heresbach und Karl Harst in Paderborn an der Zusammenkunft von Wilhelm V. mit seinem Schwager Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen (1503–1554) und anderen Vertretern des Schmalkaldischen Bundes teil. Auf der Rückreise führte „Chawncelor Ghogreve“ in Recklinghausen und Hamm politische Unterredungen mit dem englischen Gesandten Nicholas Wotton, der ihm Briefe König Heinrichs VIII. übergab.[68] Im April 1540 begleitete er Wilhelm V. vermutlich bei dessen Besuch in Gent zu Gesprächen mit Kaiser Karl V.

Im Juli 1540 schlossen Kanzler Ghogreff, Landmarschall Wachtendonk und der Gesandte am französischen Hof Hermann Crüser (1510–1575)[69] im Auftrag von Herzog Wilhelm in Anet ein gegen Karl V. gerichtetes Bündnis mit den Bevollmächtigten König Franz I. von Frankreich (1494–1547), Kardinal François de Tournon (1489–1562) und Kanzler Guillaume Poyet (1473–1548). Hierbei wurde auch eine Verabredung zur – später nicht vollzogenen – Ehe Wilhelms mit der 12-jährigen Prinzessin Jeanne d'Albret (1528–1572), Tochter von König Heinrich II. von Navarra (1503–1555), der Nichte des Königs, geschlossen. Von April bis Juli 1541 reiste Ghogreff im Gefolge Herzog Wilhelms nach Paris und Châtellerault, wo Verlobung, Hochzeit und Schein-Beilager vollzogen wurden; in der etwa 15köpfigen Begleitung des Herzogs befanden sich auch Wachtendonk und der Marschall von Geldern Martin von Rossem (1478–1555);[70] die Ehe wurde 1545 von Papst Paul III. (1468–1549, reg. 1534) annulliert.

Ab 1541 ließ Ghogreff das Amt Angermund durch Sybert von Troisdorf († um 1568), den Sohn seiner Cousine Margaretha von Hammerstein († um 1556)[A 7] und des Hofmeisters Gerhard von Troistrop († 1540) zu Heltorf, verwalten.[71] Siebert von Troisdorf war seit 1540 mit Anna von Winkelhausen, einer Nichte von Ghogreffs Schwägerin Anna Ketteler († nach 1558), verheiratet.[72]

Eine Besoldungsliste von 1543 nennt das Personal der kleve-märkischen Kanzlei Ghogreffs: Supplikenmeister Johannes Smeling († nach 1556), Sekretär Balthasar Ghyer (Vultur[A 8]) († um 1548/52), Kanoniker zu Xanten, Registrator Johann von Rheidt († nach 1549), Gerit van Osterwick, Registrator Matthias van den Egher († nach 1574), Landrentmeister Rutger Louwermann und „Cancellieknecht“ van den Stehn.[73]

Nach dem Vertrag von VenloBearbeiten

Nach dem Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg, in dem Ghogreffs Schwager Werner der Jüngere von Binsfeld († 1543) in der Schlacht von Sittard fiel, musste Geldern 1543 im Vertrag von Venlo wieder abgetreten werden. Ghogreff gehörte zur klevischen Delegation, die im Januar 1544 in Brüssel die endgültige Vereinbarung in 14 Artikeln zwischen Kaiser Karl V. und Herzog Wilhelm V. mit dem gegenseitige Verzicht auf Ansprüche aushandelte. Auf kaiserlicher Seite verhandelten Kammerherr Louis von Flandern, seigneur de Praet (1488–1556), Erster Rat und Siegelbewahrer Nicolas Perrenot de Granvelle (1486–1550), Präsident des Geheimen Rates Loys de Schore und Rat Viglius Zuichemus (1507–1577), auf klevischer Seite Kanzler Ghogreff, Kammermeister Nikolaus von Harff († nach 1566),[A 9] Olisleger, Georg von Boenen (um 1489–1563) zu Berge,[A 10] Rat Dr. jur. Johann Faltermeyer und Landrentmeister Lic. jur. Johannes van Essen genannt Pottgießer († nach 1584).[74]

Nachdem der Abschied des Speyerer Reichstages von 1544, an dem Ghogreff teilgenommen hatte,[75] die Stände zur Abfassung einer „Reformation“ aufgerufen hatte, legten Ghogreff, Heresbach und der herzogliche Hofprediger Arnold Bongard († um 1568) in Abstimmung mit Wilhelm V. 1545 einen systematischen Reformentwurf „Articuli aliquot seu Capita earum rerum, quarum ratio habenda videtur tam in reformanda Religione quam visitandis Ecclesiis“ vor.[76]

Ghogreff hatte 1545 entscheidenden Einfluss auf die Errichtung des Düsseldorfer Lyceums (heute: Görres-Gymnasium) und unterstützte es aus der jülich-bergischen Kasse. Johannes Monheim (1509–1564),[77] der erste Rektor der Schule, widmete ihm im November 1545 seine erasmische Bearbeitung des lutherischen Katechismus von Christoph Hegendorf (1500–1540), die 1547 im Druck erschien.[78] Den Einsatz Ghogreffs für die Gründung der Schule fünf Jahre zuvor würdigte Monheim in einer Epistola nuncupatoria vom 2. August 1550.[79]

1546 gehörten Ghogreff, Vlatten und Olisleger einer Gesandtschaft zum Reichstag in Regensburg an, die mit Kaiser Karl V. und König Ferdinand I. (1503–1564) die Vermählung Wilhelms mit Erzherzogin Maria von Habsburg (1531–1581), einer Tochter des späteren Kaisers Ferdinands, aushandelte.

Übertragung der klevisch-märkischen Kanzlei an OlislegerBearbeiten

Um 1546/47 wurde Ghogreff in seiner Funktion als klevisch-märkischer Kanzler von Heinrich Bars genannt Olisleger abgelöst. Er blieb weiterhin Kanzler von Jülich-Berg. Als herzogliche Gesandte nahmen er und Olisleger im Januar 1547 einen Monat vor dem Rücktritt des Erzbischofs Hermann V. von Wied am Kölner Landtag teil und traten bezüglich der Protestanten dafür ein, „das die religion an ortten dae die angefangen, pleyben mocht“.[80] Nach der Ernennung von Adolf von Schaumburg (1511–1556) zum Erzbischof von Köln 1547 verhandelten Ghogreff und Olisleger 1548 in Neuss mit dem Kurkölner Vertreter Kaspar Gropper (1519–1594) über die Erhebung von Abgaben an die römische Kurie zur Bestätigung der Bischofswahl.

1547 widmete Wilhelm Werth, „der Menapier aus Grevenbroich, Ghogreff seine Schrift „Statera artis Chalcographicae“ über die Vor- und Nachteile der Druckkunst für die Christenheit.[81]

In einer Denkschrift, die vermutlich aus dem August 1548 stammt, riet Ghogreff dazu, den – altgläubigen – Pfarrern von Kleve-Mark zu gestatten, den Gemeindeglieder das Abendmahl in beiderlei Gestalt zu reichen.[82] Im September 1548 gehörte Ghogreff zu einer kurkölnisch-klevischen Delegation, die unter der Leitung von Propst Johannes Gropper die evangelische Stadt Soest zwang, das Augsburger Interim einzuführen, unter dem allerdings der Laienkelch beibehalten werden konnte.[83]

Im Mai 1549 trug Ghogreff den Ständen von Jülich-Berg in Gegenwart des Herzogs in Düsseldorf den Anteil der auf dem Augsburger Reichstag beschlossene Reichssteuer zur Erhöhung des Vorrats (9720 Gulden), zur Befestigung der Grenzorte gegen die Türken (6250 Gulden) und zum Unterhalt des Reichskammergerichtes (1000 Gulden) vor, die schließlich nach einiger Diskussion von den Ständen bewilligt wurde. 1550 besiegelte er einen Vergleich der Äbtissin Marguerite IV. d'Estourmel († 1561) des Augustinerinnen-Klosters Nivelles mit seinem Schwiegervater Werner von Binsfeld über den Kirchsatz in Binsfeld und Güter in Oedingen, Nierendorf und Unkelbach mit.[84] Paulus Winter genannt Chimarrhaeus (1513–1563),[85] ein Freund Johannes Monheims, widmete Johannes Gogreve 1552 eine gereimte Übertragung der Sonntags-Episteln für den Schulgebrauch in der Lateinschule Düren, der er als Rektor vorstand.[86]

Im Mai 1552 nahm Ghogreff als einer der Begleiter Herzog Wilhelms am Wormser Fürstentag teil.[87] Am 10. Mai 1553 einigten sich Köln und Jülich auf dem Tag von Bacharach, an dem Ghogreff teilnahm,[88] in ihrem Streit um die Grafschaft Neuenahr, vor einem Schiedsgericht der Fürsten weiterzuverhandeln. Im November 1553 schloss Ghogreff einen Vertrag zwischen Jülich-Kleve-Berg und Neuenahr-Moers ab, um Grenzstreitigkeiten zwischen Hermann von Neuenahr und Moers und dem Rat der Stadt Duisburg (senatus Teutoburgensis) beizulegen; an der Konferenz in Kleve nahmen ein Weihbischof, der Abt von Werden, sieben weitere Grafen sowie Räte aus Wesel und Kleve teil.[89]

Johannes Ghogreff starb 1554 an einem plötzlichen, heftigen Fieber[90] in seinem Haus Hellenbroich bei Mettmann und wurde am 11. März in der Stiftskirche St. Lambertus in Düsseldorf unter einer Marmorplatte beigesetzt.[91] Sein Nachfolger als jülich-bergischer Kanzler wurde Johann von Vlatten.

BesitztümerBearbeiten

DüsseldorfBearbeiten

Ghogreff kaufte 1528 als Propst auf der Düsseldorfer „Kuttestraissin“ (Kurze Straße) ein Haus vom Kreuzbrüder-Konvent (ehemals Wilhelm Cluwe und seiner Frau Greitgen gehörend) sowie ein weiteres Haus mit „eyn slaiffkamer myt eym bedde zor nachtrasten“ vom Neusser Minoriten-Guardian Hermann von Kreyveldt.[92][93] 1549 kaufte er von Bertram von Lantzberg († 1552), Drost zu Vlotho, und Gertrud vom Huyss ein weiteres Haus auf der „Kuttenstraße, hinten hinaus auf den Kradenpoill (= Krötenpfuhl)“ in der Düsseldorfer Neustadt.[94]

Amt AngermundBearbeiten

1493 hatte Gysgen Gaugrebe (Goegreve) von seiner Schwiegermutter Katharina von Calcum gen. Leuchtmar die halbe Holzgewalt up dem Vorste (heute: Am Forst Kalkum) erhalten.[21] Von Johann Huysken und seiner Frau Jutta kaufte Junker Johann Gaugrebe (Goegreffen), Amtmann zu Angermund, 1530 kraft Erbkauf zwei Morgen „Artland“ (terra arabilis; Acker) an dem dicken buyß (heute: Am Dickenbusch bei Schloss Heltorf) in der Freiheit Angermund.[95] 1531 kaufte er Ackerland in Holtum zwischen Bockum und dem Rittersitz Groß-Winkelhausen im Gericht Kreuzberg von den Familien Vent und Honne,[96] 1532 den Rittersitz Gräfgenstein (Ratingen-Eggerscheidt) von Eberhard von der Recke.[97] 1541 erhielt Ghogreff als Nachfolger des Gerhard von Troisdorp († 1540) das Haus Angerort mit dem angeschlossenen Wirtschaftshof Gut Medefort im Amt Angermund als Lehen.[98]

Amt MettmannBearbeiten

Nach dem Tod seines Bruders Wilhelm erbte Ghogreff Haus Hellenbroich in der Honschaft Diepensiepen bei Mettmann. Von seinem „Onkel“ Christoph Vietinghoff genannt Schell (Christoffell Vyttinckhoeff gen. Schelle) (* um 1501; † 1564)[A 11] zu Altendorf kaufte er 1539 Lehngüter im Amt Mettmann, speziell die Bergerhoeve (Obersten und Untersten Berg; Honschaft Obschwarzbach), die Hoeve zu Poit (Groß- und Klein-Poth; Honschaft Diepensiepen), Gockelshoeff zu Schmalt (Große und Kleine Schmalt; Honschaft Diepensiepen), Wilkes Gut zu Goldberg (Honschaft Obmettmann), die Wüstung Scharrenberg (Honschaft Diepensiepen), das Gut zu Scheffkesshuysen (Scheffges; Honschaft Obmettmann) und das Gut am Stintenberg (Honschaft Metzkausen), die alle dem Gut Hellenbroich zugeschlagen wurden.[99] 1541 kaufte er Schloss Goldberg und pachtete die dazugehörige Goldberger Bannmühle bei Mettmann.[100]

Amt MonheimBearbeiten

Bereits Johanns Vater Gijssgen Goegreve hatte 1495 das Gut dat Rott ind Kempe in Himmelgeist (vgl. die heutigen Straßennamen Auf'm Rott und Kampstraße im Westen von Wersten) für 700 Goldgulden als Pfand erhalten[101] bzw. 1498 von dem Kurkölner Hofmeister Vinzenz von Schwanenberg († nach 1519), Burggraf des Landes Limburg und Amtmann zu Erprath, und seiner Frau Alverade von Palant († 1506) als Besitzern des Hofes Mickeln gekauft,[102] zu dem die Liegenschaft gehörte. Gijssgen Goegreve sorgte dafür, dass es mit dem Wasser „uijss der bech an der Schadelachsmoelne“, „de op dat Roytt gehoirt“,[20] d. h. dem Brückerbach, mitgewässert werden konnte.[103] Die Transaktion war von Peter von Unkel, Rat und Sekretär des Kölner Erzbischofs, der Verschreibungen auf Mickeln besaß, genehmigt worden.[101] 1496 tauschte Junker Gijssgen Goegreve einen Morgen Land up Schellartzkampe gegen Land an Brugger Busch ein.[104]

Der Besitz gelangte über seine Mutter und seinen Bruder Wilhelm um 1530 an Johann.[20] 1548 tauschte Ghogreff „im erffbiutkouff“ Land im Amt Monheim gegen Besitz des Kollegiatstiftes Düsseldorf im Brugger Busch vor dem Neuwenhoeve im Norden von Himmelgeist[105] „im Lande des Kanzlers gelegen“.[106]

1544 besaß Ghogreff den Fronhof Kircherhof an der Kirche zu Itter.[107] 1550 wurde ihm auf 24 Jahre der bergische Teil des Monheimer Werths (heutiger Straßenname: Am Werth) übertragen.[108]

FamilieBearbeiten

Seit 1531 war Johann Ghogreff verheiratet mit Agnes von Binsfeld († vor 1582), Tochter von Werner von Binsfeld († 1557), Landdrost des Herzogtums Jülich und Amtmann zu Nideggen und Schönforst, und Agnes von Nesselrode, Erbin von Weiler (Wijlre; heute Ortsteil von Gulpen-Wittem). Ihre Kinder:

  1. Maria Ghogreve († 1591 oder 1593), verheiratet seit 1558/63 mit Franz II. von Waldeck-Eisenberg (um 1526–1574), Pfand- und Amtsherr des Hauses Beyenburg, Sohn von Philipp III. von Waldeck-Eisenberg (1486–1539) und Anna von Kleve-Mark (1495–1567).[A 12][109] 1577 erhielt Franz II. von Waldeck für seine Frau Maria Haus Angerort und Gut Medefort als Lehen.[110] Maria von Gogreve stiftete 1562 mit Barmer Bürgern die Lutherische, später Reformierte Schule mit Uhrwerk und Glocke in Barmen-Gemarke, verstarb kinderlos in Düsseldorf, begraben in der evangelischen Kirche von Lüttringhausen.
  2. Agnes Ghogreve (Gaugrebe) († 1598/1602), heiratete 1578 Ludolf d. L. von Fürstenberg zu Höllinghofen († 1581) aus Werl, Sohn von Johann von Fürstenberg († vor 1578) und Elisabeth von Neuhof († vor 1578),[8][111] verstarb kinderlos,[112][113]
  3. Werner Gogreff († 1559), empfing 1555 das Haus Angerort und Gut Medefort als Lehen.[114]

Johanns Schwester Margaretha Gogreve (* vor 1495/99; † nach 1556, vielleicht † um 1573) war seit 1515[115] mit Gerhard von Dobbe zu Lyren († um 1524) in Wattenscheid verheiratet,[116] Sohn von Wilhelm von Dobbe zu Lier († nach 1489) und Bate († nach 1489). Margaretha von Dobbe zu Lyren, geb. Gogreve, vermachte viele ihrer in der Nähe von Wattenscheid gelegenen Güter ihren Nichten Maria und Agnes Ghogreve.[8] Johanns Bruder Wilhelm Ghogreff (* um 1495; † 1528/32, vermutlich um 1530), 1525 Amtmann zu Mettmann,[20] war seit 1528 verheiratet mit Anna Ketteler († nach 1558), Tochter von Konrad (Cord) Ketteler († nach 1558) zu Alt-Assen,[A 13] Drost zu Dülmen. Anna Ketteler heiratete 1532 in zweiter Ehe Hermann von und zu Winkelhausen († vor 1558)[A 14] auf Schloss Kalkum, Sohn von Ludger von Winkelhausen.[117] Martin Ghogref (Goegreve) (* um 1495; † nach 1547), der sich 1513 in Köln immatrikulierte (Mart. Gogreve de Duysseldorf), 1524 auf den Liebfrauenaltar der Pfarrkirche St. Lambertus in Düsseldorf präsentiert wurde, ihn 1525 in Besitz nahm und 1547 darauf Verzicht leistete,[118] wird ein weiterer Bruder gewesen sein.

Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden zur Familie des jülich-bergischen „Türwärters“[40] und Solinger Marschalls und Amtmanns Rütger I. von Schöller (Schoeler) († vor 1556)[99] und (∞ vor 1518) seiner Frau Margaretha von Herdt.[119] Johan van dem Bodelnberg (Botlenberg) genannt Kessel, Amtmann zu Mettmann, Sohn von Wilhelm van dem Bodelnberge genannt Schirp, seit 1539 verheiratet mit Mechtelt van Schoeler († nach 1567), Tochter des Rütger I. von Schöller, wurde 1546 als „Vetter“ des Kanzlers Johan Gaugraf bezeichnet.[120]

Mit seinem Namensvetter, dem schaumburgischen Kanzler Mag. Johannes Gogreve († 1573) aus Hameln, der aus einer Nebenlinie der Gaugreben stammte[121] und ebenfalls Beziehungen zum Mindener Klerus unterhielt,[122] war Ghogreff nicht verwandt. Der schaumburgische Kanzler reiste 1544/45 nach Köln, wo Adolf von Schaumburg als Koadjutor des Erzbistums wirkte, und vermittelte 1554 Hilfszahlungen an den Herzog von Jülich.[123] Der Mindener Stiftsherr Georg Gogreve (* um 1534; † 1575/76), „illegitimer“ Sohn eines Klerikers,[124] der 1564 in Rom für das Herzogtum Kleve das päpstliche Privileg zur Gründung der Alten Universität in Duisburg einholte, war ein naher Verwandter des schaumburgischen Kanzlers.[125]

WappenBearbeiten

Das Wappen derer von Ghogreff enthält in Blau drei (2:1) goldene, gestürzte Hufeisen (bzw. Fasseisen, Maueranker, Anker der Wolfsangel). Helmzier drei goldene Kugeln, darauf ein Pfauenstoß.[126][127]

WürdigungBearbeiten

In Düsseldorf-Friedrichstadt ist die Gogrevestraße nach Ghogreff benannt.

QuellenBearbeiten

  • Johannes Goegreeff (Verfasser eines Abschnittes). In: Cornelia M. Ridderikhoff, Hilde De Ridder-Symoens (Bearb.): Les Livres des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans 1444–1602, Band I/1 Texte des rapports des procurateurs . Brill, Leiden 1971, S. 225–227 (Blätter 188f, 1. Juli 1518).
  • Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Bestand 102.09.01-07 Jülich-Berg II), bes. Akten des Kanzlers Gogreve Band I-VII (1538, 1539, 1539–1540, 1540, 1541, 1542, 1544–1545); Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Jülich-Berg II, Nr. 2917, 2918, 4999, 3913, 2920–2922)
  • Johann Ghogreeff: Briefe an Graf Wilhelm von Nassau-Katzenellenbogen (1487–1559) vom 30. Januar 1534 und 14. Februar 1534 (Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 716)
  • Gogreve in Angerort, Hellenbruch und Graffenstein. In: Johann Gottfried von Redinghoven (1628–1704): Manuscripten-Sammlung (Bayerische Staatsbibliothek München, Cgm 2213, Band 54 Genealogie der Nesselrode cum probationibus u. a. S. 45)
  • Aegidius Mommer[A 15][128] / Franz Bavarus:[A 16] Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi. (Vorrede:) Franciscvs Bavarvs Ryneraevs: Candido Lectori (Digitalisat). (Anhang:) Eivsdem Herois Epitaphivm (Digitalisat). Köln 1554 (Leichenrede und Grabinschrift für Johannes Gogref; Digitalisat der Johannes a Lasco Bibliothek Emden, Theol. 4° 0302 H)
  • Georg von Below (Hrsg.): Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610, Band I 1400–1562. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 11). L. Voss & Cie, Düsseldorf 1895. (Digitalisat im Internet Archive)
  • Gabriel Mattenklot:[A 17] Rerum in Germania praecipue inferiore gestarum breuis commemoratio. In: Theodor Joseph Lacomblet (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 222–243, bes. S. 225, 228–231 und 241. (Google-Books)
  • Heiner Faulenbach (Hrsg.): Das 16. Jahrhundert. (Quellen zur rheinischen Kirchengeschichte 1). Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf 1991.
  • Max Lossen: Briefe von Andreas Masius und seinen Freunden 1538–1573. (Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde 2). Dürr, Leipzig 1886, S. 31, 42f, 62f, 73, 75f, 78, 102f, 172, 254 u. ö. (Digitalisat im Internet Archive)

LiteraturBearbeiten

  • Peter G. Bietenholz, Thomas Brian Deutscher (Hrsg.): Contemporaries of Erasmus. A biographical register of the Renaissance and Reformation. Band II, F-M. University of Toronto Press, Toronto, Buffalo, London 1986, ISBN 0-8020-2571-4, S. 112 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Karl Wilhelm Bouterwek: Anna von Cleve, Gemahlin Heinrichs VIII. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins. 6 (1869), S. 97–180.
  • Theodor Joseph Lacomblet: Düsseldorf. Mit stetem Blick auf die Landesgeschichte aus urkundlichen Quellen dargestellt, Teil IV. In: Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 1–221, bes. S. 12, 24, 31, 37–39 und 98f. (Google-Books)
  • Cornelia M. Ridderikhoff, Detlef Illmer: Les livres des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans: 1444–1602. Band I/1, Brill, Leiden 1971, S. 336f. (Google-Books)
  • Kurt Schottmüller: Die Organisation der Centralverwaltung in Kleve-Mark vor der brandenburgischen Besitzergreifung im Jahre 1609. (Diss. phil. Marburg). E. S. Mittler, Berlin 1896, bes. S. 45–48 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau); 2. Auflage. Duncker & Humblot, Leipzig 1897, bes. S. 45–48. (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Eckehard Stöve: Via media. Humanistischer Traum oder kirchenpolitische Chance? Zur Religionspolitik der vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg im 16. Jahrhundert. In: Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes. 39 (1990), S. 115–133.
  • Martin Szameitat: Konrad Heresbach – Ein niederrheinischer Humanist zwischen Politik und Gelehrsamkeit. (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 177). Rudolph Habelt, Bonn 2010, bes. S. 248–270.
  • Albrecht Wolters: Konrad Heresbach und der Clevische Hof zu seiner Zeit nach neuen Quellen geschildert. Ein Beitrag zur Geschichte des Reformationszeitalters und seines Humanismus. Samuel Lucas, Elberfeld 1867, S. 144.

AnmerkungenBearbeiten

  1. Wappen: In Silber drei schwarze Pfähle.
  2. Sie war in erster Ehe (∞ 1441) verheiratet mit Heinrich von Ossendorf († 1449/51).
  3. Tochter von Johann d. J. von Hammerstein (* vor 1409; † 1472) auf Stockum, 1465 Zöllner zu Düsseldorf, und Christine Kellner († vor 1454). Sophia ⚭ I. 1454 Peter von Lennep († 1463/69), vor 1436 bis 1443 Schreiber des Herzogs von Jülich-Berg (auch: Peter Schryver), Zöllner zu Düsseldorf (dieser ⚭ I. vor 1436 Else van Bockum († nach 1451)).
  4. Auch Siebert von Rijswijk, Propst von Oldenzaal und Kleve, herzoglicher Rat (1504), klevischer Kanzler seit 1520, stiftete 1537 den Ryßwichschen Armenhof in Kleve, Grabmal im Xantener Dom.
  5. Auch Hoestaden, Hoehsteden u. ä., Amtmann von Kaster, Grevenbroich und Gladbach, 1543 Gesandter zum Reichstag von Nürnberg, verheiratet mit der Liederbuch-Verfasserin Katharina von Hatzfeld-Wildenburg (* um 1521; † 1578).
  6. „der wirkliche Chef seiner Kanzlei, und mit ihm sind alle übrigen – außer Olisleger – an Intelligenz, Wissen, Bildung oder Fremdsprachenkenntnis nicht zu vergleichen, … und der Herzog und die Herzogin und das ganze Kabinett hier werden hauptsächlich von ihm geleitet“.
  7. Tochter des Reinhard von Hammerstein († um 1506), eines Bruders der Sophie von Hammerstein, und der Mathilde von Calcum genannt Lohausen.
  8. Lateinisch vultur bedeutet „Geier“.
  9. Amtmann zu Geilenkirchen und Born.
  10. Drost zu Wetter.
  11. Kaiserlicher General und Feldobrist in den Türkenkriegen, Sohn von Robert von Vittinghoff († 1524) zu Altendorf und Margarethe von der Recke zu Heiden.
  12. Tochter von Johann II. von Kleve-Mark (1458–1521)
  13. Konrad Ketteler ∞ II. 1530 Margaretha von Beesten (von Besten zu Sythen), Erbtochter zu Sythen.
  14. 1538 bergischer Kammermeister.
  15. Auch Mummerius, aus Limbourg an der Maas oder der Grafschaft Limburg, * um 1500/10, Professor für Jurisprudenz in Marburg, 1558 Rat Herzog Wilhelms V.; † 1570.
  16. Wohl „Beyer, Bayer“ o. ä.; vielleicht aus Rindern (lat. Rinera) bei Kleve, 1556 Mitarbeit in Veröffentlichungen von Petrus Loh (1530–1581) bzw. von Michael Beuther (1522–1587) / Petrus Lotichius Secundus (1528–1560) u. a.
  17. Auch Mattenclotus (* um 1520; † 1593) aus Geseke, 1538 immatrikuliert in Marburg, Lic. jur., Lehrer und Rektor der Kapitelschule in Bielefeld, jülich-bergischer (pfalzneuburgischer) Rat und Archivar, sein Grabmal befand sich in der Kreuzherrenkirche zu Düsseldorf.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ein roter Querbalken in silbernem Feld; vgl. z. B. Urkunde von 1483; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Recke zu Obernfelde, Familie von der, Urkunde Nr. 71), wie es auch von Stadt und Stift Herford und den Familien Oldenhervorde und Quernheim geführt wurde, oder ein aufrechtstehender Adler. Die Nebenlinie Gogreve genannt Crevet führte einen Krebs im Wappen.
  2. Vgl. Ernst Friedrich Mooyer: Miscellen zur Geschichte Herfords 2. Die Familie von Quernheim. In: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde 4 (1841), S. 55–78, bes. S. 55 Anm. 41 (Google-Books).
  3. Urkunden vom 23. November 1377 und 1. Mai 1386 (beide: Gyzeke de Gogreve); Niedersächsisches Landesarchiv Osnabrück (Rep 3 Osnabrücker Hauptarchiv, Nr. 434; Dep 12 a Marienkirche zu Osnabrück, Nr. 5); Urkunden vom 27. Dezember 1421 (Heinrich und Johann Gogreve, Brüder) und 25. Mai 1459 (Heinrich Gogreve); Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Stift Levern, Urkunden 197 und 223).
  4. 1377, 1412 zusammen mit Brun von der Streithorst d. Ä. († vor 1439) als Inhaber von Burglehen-Häuser der Hunteburg erwähnt; vgl. Rudolf vom Bruch: Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück. Wenner, Osnabrück 1965, S. 231f.
  5. a b Ghyseke de Ghogreve und seine Söhne Johann und Hinrik verkauften am 6. Dezember 1418 ihren Hof zu Lübbecke; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Stift Lübbecke, Urkunden, Nr. 62; vgl. Nr. 83).
  6. Leopold von Ledebur: Ueber die Grenzen des von Carl dem Großen der Osnabrückschen Kirche geschenkten Forstbannes. In: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 1 (1825), S. 76–89, bes. S. 87f (Google-Books).
  7. Vgl. Urkunde vom 3. August 1487: Giseke Gogreve, Knappe, Amtmann in Dusseldorpe, bekundet die Lösung des seinem Großvater Giseke Gogreve von St. Mauritz und Simeon versetzten Frundeshof in der Bauerschaft Lintorp; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Kloster St. Mauritz und Simeon, Minden, Nr. 244).
  8. a b c Ehevertrag von Ludolf von Fürstenberg und Agnes Ghogreve vom 1. Mai 1578, abgeschlossen in Essen; Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V. Pulheim-Brauweiler (Archiv Schloss Schönstein, Urkunde 1679).
  9. Vgl. Prozessakten, 1594–1614; Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Az. 504 – B 1233/4299).
  10. Urkunde vom 21. Dezember 1430; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Stift Levern – Urkunden, Nr. 205).
  11. Urkunde vom 12. September 1434; Niedersächsisches Landesarchiv Hannover (Celle Or. 100, Urkunden des Kloster Burlage, Nr. 46); Wilhelm von Hodenberg (Bearb.): Archiv des Klosters Burlage. In: Diepholzer Urkundenbuch. Hahn, Hannover 1842, Nr. 357, S. 161 (Google-Books).
  12. Vgl. Urkunde vom 15. Juni 1310: „ein hüsfrowe gisecken gogreuen is belent … in dem drüden parte in I hüse to lüne (lynne)“; Ernst Friedrich Mooyer: Miscellen zur Geschichte Herfords 9. Die Familie von Gogreve. In: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde 5 (1842), S. 60–85, bes. S. 82 (Google-Books).
  13. Heinrich Pladyse (Pladise) und seine Frau Gese verkauften einen weiteren Anteil am Tutteshus; vgl. Urkunde vom 2. März 1491; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Kloster St. Mauritz und Simeon, Minden, Urkunde Nr. 246).
  14. Urkunden vom 28. April 1472 – vor dem Knappen und Richter Brun von der Streithorst d. J. († vor 1487) – und 5. Februar 1494; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Kloster St. Mauritz und Simeon, Minden, Urkunden Nr. 227 und 247).
  15. In der Akte Nr. 11764 des Gesamtarchivs von Landsberg-Velen im Landesarchiv Münster wird Gieschgen Gogreve auch als „Kanzler“ bezeichnet.
  16. a b Gijse Goegreve wird in einer Kölner Urkunde vom 4. Juli 1453 zusammen mit Wernher von dem Bussche (von Beuessen), Burgmann auf Limberg, Wilhelm Topp (* um 1392; † 1470/72) zu Bielefeld, Rutger (von Neuhof genannt) von Leyen, Jelis (Gilles; Egidius) Sohn, Herzog Gerhard von Jülich-Berg und Ravensberg u. a. erwähnt; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 3/12492; vgl. U 3/12488; Bestand 1037 Raitz von Frentz, U 1791).
  17. Vgl. Urkunde vom 28. Februar 1504; Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr (Bestand 1010 Herrschaft Broich / Amt Broich-Styrum, Urkunde 281).
  18. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1015 Binsfeld-Wachtendonk, Familienarchiv, Inventar Hellenbroich'scher Briefschaften).
  19. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 2/15552).
  20. a b c d Vgl. Urkunde vom 25. Oktober 1525; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 1/16354).
  21. a b Vgl. Urkunde vom 6. Januar 1493; Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V. Pulheim-Brauweiler (Archiv Schloss Schönstein, Urkunde 633).
  22. Vgl. Kurt Niederau: Zur Geschichte des bergischen Adels. Die von Kalkum genannt von Leuchtmar. In: Zeitschrift des bergischen Geschichtsvereins 86. 1973, S. 14–74, bes. S. 25–27.
  23. Vgl. Emil von Hammerstein-Gesmold: Regesten aus dem Geschlechte der Freiherren von Hammerstein In: Zeitschrift des bergischen Geschichtsverein 15 (1879), S. 143–177, bes S. 159 Anm. 2, 161–164, 167f (Google-Books).
  24. Urkunde vom 4. Dezember 1478; Emil Hammerstein-Gesmold (Bearb.): Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein. Hahn, Hannover 1891, Nr. 427, S. 457f (Digitalisat der Landes- und Universitätsbibliothek Düsseldorf).
  25. Cornelia M. Ridderikhoff, Detlef Illmer: Les livres des procurateurs de la nation germanique de l'ancienne Université d'Orléans: 1444–1602. Band I/1, Brill, Leiden 1971, S. 336 (Google-Books); etwas anders Joseph Stange: Der Rittersitz Griffgenstein. In: Nachrichten über adelige Familien und Güter. Heft I. Hergt, Koblenz 1879, S. 53 (Digitalisat des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz Koblenz).
  26. Verheiratet mit Agnes N.; vgl. Urkunden von 1478, vom 21. Februar 1491, 11. und 15. Mai 1495; Emil Hammerstein-Gesmold (Bearb.): Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein. Hahn, Hannover 1891, Nr. 872, S. 489 Anm. 2, Nr. 877, S. 491, Nr. 902, S. 505–507.
  27. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Jülich-Berg I, Nr. 144) „Gefangennahme des Düsseldorfer Amtmanns Gisge Gogreve … 1485“ (vgl. auch Nr. 680, 1041, 1120, 1121, 1125 und 1126). Bereits 1470 war ein Johann Gogreve in Soest gefangen gesetzt und 1479 gegen Bürgschaften auf Zeit, 1484 nochmals (endgültig?) freigelassen worden (Stadtarchiv Soest, A 2840).
  28. Vgl. Karl Lamprecht, Joseph Hansen, Johannes Franck (Hrsg.): Die Chroniken der Westfälischen und Niederrheinischen Städte III. Soest und Duisburg, Leipzig, S. Hirzel, 1895, S. 63, 72 und 78.
  29. Urkunde vom 17. März 1497; Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V. Pulheim-Brauweiler (Archiv Schloss Schönstein, Urkunde 671).
  30. Urkunden vom 17. März 1498; Emil Hammerstein-Gesmold (Bearb.): Urkunden und Regesten zur Geschichte der Burggrafen und Freiherren von Hammerstein. Hahn, Hannover 1891, Nr. 905 und 906, S. 508f.
  31. Belehnungsurkunde vom 12. September 1488 im Stadtarchiv Mettmann; Gertrud Middell: Quellen zur Mettmanner Stadtgeschichte, Bd. I Von 904-1519. Stadtdirektor, Mettmann 1985.
  32. Vgl. Percy Stafford Allen (Hrsg.): Opus epistolarum Des. Erasmi Roterodami, Bd. VIII 1529–1530. University Press, Oxford 1934, Ep. 2246 (Z. 37f), Ep. 2298 (Z. 10), Ep. 2352 (Z. 271), S. 312–314, 399f und 483–492 (Digitalisat); Bd. X 1532–1534. University Press, Oxford 1941, Ep. 2804 (Z. 30), S. 214f (Digitalisat); Bd. XI 1534–1536. University Press, Oxford 1947, Ep. 3031* (Z. 17), S. 156f (Digitalisat im Internet Archive); Alexander Dalzell, James E. Estes (Bearb.): The Correspondence of Erasmus: Letters 2204-2356 (August 1529-July 1530). University of Toronto Press, Toronto 2015, S. 111f Anm. 8, 254 Anm. 5 und 394 Anm. 33 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  33. a b Vgl. Gustav C. Knod: Deutsche Studenten in Bologna (1289-1562). R. von Decker / G. Schenk, Berlin 1899, Nr. 2535, S. 162 (Digitalisat im Internet Archive).
  34. a b Brief von Nicholas Wotton an Heinrich VIII. vom 16. April 1541 aus Kleve. In: Henry VIII: April 1541, 11-20 = Commission for Printing and Publishing State Papers (Hrsg.): King Henry the Eighth Bd. V. Foreign correspondence. 1537–1542. (State Papers 8,5). Spottiswoode, London 1849, S. 548–551, bes. S. 550 (Google-Books) = (Digitalisat bei British History Online).
  35. Inserierte Urkunde vom 21. Juli 1526; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 214 St. Georg, U 2/272 und U 2/273).
  36. Herodoti Halicarnassei Historiographi libri novem, musarum nominibus inscripti interprete Lauren. Val., Köln: Eucharius Cervicornus / Gottfried Hittorp 1526, Vorrede vom 12. Februar 1526 (Google-Books); Herodoti Halicarnassei de genere vitaque Homeri libellus. Simon Colinaeus, Paris 1528, Vorrede vom 5. November 1526 (Google-Books).
  37. Vgl. Aegidius Mommer / Franz Bavarus: Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi, unpaginiert.
  38. a b Vgl. Peter G. Bietenholz, Thomas Brian Deutscher (Hrsg.): Contemporaries of Erasmus. A biographical register of the Renaissance and Reformation. Band II, F-M. University of Toronto Press, Toronto, Buffalo, London 1986, ISBN 0-8020-2571-4, S. 112 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  39. Regest eines Briefes vom 7. März 1528; Louis-Prosper Gachard (Bearb.): Les Archives royales de Dusseldorf. In: Compte rendu des Séances de la Commission Royale d'Histoire IV/9, Brüssel 1881, S. 267ff, bes. Nr. 6, S. 357 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  40. a b Vgl. Karl Wilhelm Bouterwek: Sibylla, Kurfürstin von Sachsen. In: Zeitschrift des Bergischen geschichtsvereins 7 (1871), S. 105–164, bes. S. 121 (Google-Books).
  41. 1530 wird er als „Kanzler Junker Johann Gauichgreve, Amtmann des Amts Angermund“ bezeichnet; vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Düsseldorf, Kreuzbrüder, Urkunden Nr. 104; Regest verlesen „Ganichgreve“).
  42. Vgl. Carl Krafft: Grevenbroich, Wilhelm von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 648 f.
  43. Oratio Gvlielmi Insulant oratoris luculentissimi, de comparanda Spiritus gratia, Coloniae apud patres, & Academiam pronunciata, Köln: Melchior von Neuss 1529. Der erasmisch gesinnte Werth wirkte später am jülisch-klevischen Hof und war Propst des Stiftes St. Adalbert in Aachen.
  44. Vgl. Woldemar Harleß: Harst, Karl. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 647–649.
  45. Heinz Martin Werhahn: Harst, Karl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 705 f. (Digitalisat).
  46. Brief von Konrad Goclenius an Erasmus vom 14. Juli 1530 aus Löwen; Percy Stafford Allen (Hrsg.): Opus epistolarum Des. Erasmi Roterodami, Bd. VIII 1529–1530. University Press, Oxford 1934, Ep. 2352 (Z. 270–273), S. 483–492, bes. S. 489; vgl. Ep. 2231, S. 297; Alexander Dalzell, James E. Estes (Bearb.): The Correspondence of Erasmus: Letters 2204-2356 (August 1529-July 1530). University of Toronto Press, Toronto 2015, S. 394.
  47. Bericht von Eustace Chapuys (1489–1556) an Kaiser Karl V. vom 4. Dezember 1531; Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Rep. P. Fasc., c. 227, No. 49); Regest bei Calendar of State Papers, Spain, Bad IV/2 1531–1533 1882, S. 317–335 (Digitalisat bei British History online).
  48. Brief vom 22. März 1532 aus Werl; Carl Adolph Cornelius: Briefwechsel zwischen Herzog Johann Friedrich von Sachsen und Graf Wilhelm von Nuenar in den Jahren 1529 bis 1536. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins. 10 (1874), S. 129–158, bes, S. 129–134.
  49. Vgl. Antwortschreiben Johann Friedrichs I. von Sachsen an Wilhelm II. von Neuenahr, o. D. [Frühjahr 1532]; ebenda, S. 134–139.
  50. Albert Müller: Die Beziehungen Heinrichs VIII. zu Anna von Cleve. Oelschläger, Calw 1907, S. 22 Anm. 9.
  51. Vgl. Dietrich Meyer: Art. Rheinland. In: Theologische Realenzyklopädie. Band XXIX, Walter de Gruyter, Berlin/ New York 1998, S. 157–177, bes. S. 162.
  52. Vgl. Hauptstaatsarchiv Münster (A 351 Kleve-Märkische Regierung, Landessachen, Nr. 209).
  53. Vgl. Woldemar Harleß: Olisleger, Heinrich Bars genannt. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 24, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 303–305.
  54. Vgl. Acten der Kirchenvisitation in den Landen Jülich und Ravensberg im Jahre 1533. In: Carl Adolf Cornelius: Geschichte des münsterischen Aufruhrs in drei Büchern. Band I Die Reformation. T. O. Weigel, Leipzig 1855, S. 216–248, bes. 219f.246.
  55. Vgl. Georg Mentz: Johann Friedrich der Großmütige 1503–1554. Festschrift zum 400jährigen Geburtstage des Kurfürsten. Band I: Johann Friedrich bis zu seinem Regierungsantritt. 1503–1532. (= Beiträge zur neueren Geschichte Thüringens 1). Fischer, Jena 1903, S. 147f Anm. 1.
  56. Heinrich Adolph Grimm, Philipp Ludwig Muzel (Hrsg.): Versuch einer Reformationsgeschichte der Stadt Wesel, Teil 1 von 1523–1543. In: Stromata 1 (1787), S. 65–84, S. 75f (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin).
  57. Anmerkung des Herausgebers Theodor Strack, Pfarrer in Büderich, zu: Conradi Heresbachii. I.C. Historia Anabaptistica. Laurensz, Amsterdam 1637, S. 107f (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Münster); Jutta Prieur (Hrsg.): Geschichte der Stadt Wesel, Bd. II. Schwann, Düsseldorf 1991, S. 114.
  58. Vgl. Notariatsinstrument (British Museum London, Harley MS 1061); Henry VIII: July 1540, 1-10. = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. Band 15, Longmans & Co., London 1896, S. 412–436.
  59. Vgl. Konrad von Heresbach: Historia Anabaptistica. De factione Monasteriensi, anno 1534. & seqq. ad Erasmum Roterodamum Epistolae formâ anno 1536. descripta, nach der von Theodor Strack hrsg. Ausgabe Laurenz, Amsterdam 1637, S. 8–10 (Digitalisat der Universitätsbibliothek Münster) = Allen, Ep. 3031*.
  60. Vgl. Georg von Below (Hrsg.): Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band I 1400–1562. L. Voss & Cie, Düsseldorf 1895 S. 207.
  61. 1530 (assessor extraordinarius), 1533 bis 1536, 1538 bis 1543 und 1548 bis 1554 Assessor des niederrheinischen Kreises am Reichskammergericht, danach in Köln; vgl. Marc Sieper: Die Entwicklung des Zivilprozesses in den Herzogtümern Jülich und Berg in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Jülich-Bergische Rechtsordnung von 1555 und der Prozessrechtsentwurf des Reichskammergerichtsbeisitzers Dr. Hubert Smetz von 1537 (diss. jur.), Heidelberg 2001.
  62. Vgl. Aus der Chronik des Schuhmacherhandwerks. 1504–1546. In: R. Jung (Bearb.): Frankfurter Chroniken und annalistische Aufzeichnungen der Reformationszeit (Quellen zur Frankfurter Geschichte 2), Carl Jügel, Frankfurt am Main 1888, S. 10–26, bes. S. 14.
  63. Albert Müller: Die Beziehungen Heinrichs VIII. zu Anna von Cleve. Oelschläger, Calw 1907, S. 26.
  64. Vgl. Retha M. Warnicke: The Marrying of Anne of Cleves. University Press, Cambridge 2000, S. 77.
  65. Wittenberg: Josef Klug 1539; die deutsche Übersetzung Das die Fürsten aus Gottes beuelh vnd gebot schuldig sind (Wittenberg: Josef Klug 1540) von Georg Major (1502–1574) ist Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg gewidmet.
  66. Brief vom 8. Januar 1540: „De officio Principium scripsi propter Iuliacensem Cancellarium, cum quo eadem ad verbum disputavi“; vgl. Melanchthons Briefwechsel, hrsg. von Heinz Scheible und Christine Mundhenk, Band IX Texte 2336–2604 (1540). Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2008 (Nr. 2348).
  67. Vgl. Bericht von Wotton und Richard Berde an Lordsiegelbewahrer Thomas Cromwell, 1. Earl of Essex (um 1485–1540) über „Chancellor Hograve“ vom 3. Mai 1539. In: Letters and Papers: May 1539, 1-5 = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. Band 14/1 January-July 1539, London: Longmans & Co. 1894, S. 424–436 (abgerufen am 5. April 2012).
  68. Vgl. Briefe von Wotton an Heinrich VIII. vom 22. Februar 1539 (=1540) und an Thomas Cromwell vom 22. Februar 1540 aus Düsseldorf. In: Henry VIII: February 1540, 21-29. = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. Band 15: 1540–1541. Longmans & Co., London 1896, S. 82–118 (Digitalisat bei British History Online); vgl. State Papers. King Henry the Eighth, Bd. VIII/5 Foreign correspondence, 1537–1542, 1849, S. 269–287 (Google-Books).
  69. Vgl. Woldemar Harleß: Crüser, Hermann. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 4, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 628 f.
  70. Vgl. Bericht Wottons an Heinrich VIII. vom 22. April 1541. In: Henry VIII: April 1541, 21-25 = James Gairdner, R. H. Brodie (Hrsg.): Letters and Papers, Foreign and Domestic, Henry VIII. S. 350–365 (abgerufen am 5. April 2012).
  71. Vgl. Joseph Strange: Beiträge zur Genealogie der adligen Geschlechter. Band XI, J. M. Heberle (H. Lempertz), Köln 1872, S. 67f, vgl. S. 76f.
  72. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand 460 I Familie von der Recke-Volmerstein (Dep.), Urkunde 459).
  73. Vgl. Kurt Schottmüller: Die Organisation der Centralverwaltung in Kleve-Mark vor der brandenburgischen Besitzergreifung im Jahre 1609. (= Staats- und socialwissenschaftliche Forschungen. 14/4). Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 47; Jürgen Kloosterhuis: Der „klevische Kanzleigebrauch“. Studien zur Aktenkunde einer Fürstenkanzlei des 16. Jahrhunderts. In: Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde. 40). 1994, S. 253–334, bes. S. 263.
  74. Vertragstext vom 2. Januar 1543 (= 1544) in: Deductio iurium Julio-palatinorum in Sacri Romani Imperii dynastiam Kessenich. o. O. [1717], Nr. XLI, S. 85–92 (Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf).
  75. Vgl. Johannes Michael Cornachinius: Beschreibung der Stende des Hei. Rhömische[n] Reichs … Auff dem jetzigen Reichstag zu Speyer. Hermann Gülfferich, Frankfurt am Main 1544 (Google-Books).
  76. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Jülich-Berg II, 200); vgl. Heribert Smolinsky: Docendus est populus. Der Zusammenhang zwischen Bildung und Kirchenreform in Reformordnungen des 16. Jahrhunderts (PDF; 2,1 MB). In: Walter Brandmüller (Hrsg.): Ecclesia militans. Studien zur Konzilien- und Reformationsgeschichte. Band II, Schöningh, Paderborn 1998, S. 539–559, 545ff; Martin Szameitat: Konrad Heresbach – Ein niederrheinischer Humanist zwischen Politik und Gelehrsamkeit. (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 177). Rudolph Habelt, Bonn 2010 S. 248–270.
  77. Vgl. Wilhelm Crecelius: Monheim, Johannes. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 22, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 167 f.
  78. Catechismus puerorum autore Christophoro Hegendorphino. A Joanne Monhemio nunc auctus et in plerisque locis emendatus ad usum novae scholae Duisseldorpensis. Theodor Plateanus, Wesel 1547.
  79. Johannes Monheim: Institutionum artis dialecticae libri tres. Aquensis, Köln 1550; Ausgabe Walther Fabritius, Köln 1557 (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin).
  80. Vgl. Stephan Laux: Wege und Grenzen der Konfessionalisierung. Die Kölner Erzbischöfe des 16. Jahrhunderts als geistliche Oberhäupter und Dynasten. In: Burkhard Dietz, Stefan Ehrenpreis (Hrsg.): Drei Konfessionen in einer Region. Beiträge zur Geschichte der Konfessionalisierung im Herzogtum Berg vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. (= Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte. 136): Rheinland-Verlag, Bonn 1999, S. 49–60, bes. 55.
  81. Guilielmus Insulanus Menapius: Statera artis Chalcographicae plus ne commodi an incommodi Reip. Christianae inuexerit, Basel 1547; vgl. Heinrich Heidenheimer: Vom Ruhme Johann Gutenbergs. In: Karl Georg Bockenheimer (Hrsg.): Gutenberg-Feier Mainz 1900. Festschrift. Mainzer Verlags-Anstalt und -druckerei, Mainz 1900, S. 74–76, bes. S. 57.
  82. Martin Szameitat: Konrad Heresbach – Ein niederrheinischer Humanist zwischen Politik und Gelehrsamkeit. (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 177). Rudolph Habelt, Bonn 2010 S. 271; vgl. Heiner Faulenbach (Hrsg.): Das 16. Jahrhundert. (Quellen zur rheinischen Kirchengeschichte 1). Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf 1991, S. 203–207.
  83. Vgl. Otto R. Redlich: Zur Einführung des Interim in Wesel und Soest. In: Düsseldorfer Jahrbuch. 26 (1913/14), S. 259–266.
  84. Urkunde vom 20. August 1550; Wilhelm von Mirbach: Die Jülich'sche Unterherrschaft Binsfeld. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 2 (1880), S. 127–140, bes. S. 137–139.
  85. Auch Chimorraeus (= „Wildbach“); aus Beek (= „Bach“), Rektor der Lateinschulen in Düren, Heinsberg und Roermond, 1553 evangelischer Pfarrer in Sittard, Heinsberg und Maaseick.
  86. Paulus Chimarrhaeus, Hermannus Heinsbergius: Epistolae dominicales, carmine elegiaco redditae, ad vsum scholae Marcodurẽsis, per Paulum Chimarrhaeum, ejusdem scholae moderatorem. Jaspar von Gennep, Köln 1552.
  87. Vgl. Georg von Below (Hrsg.): Landtagsakten von Jülich-Berg 1400–1610. Band I 1400–1562. L. Voss & Cie, Düsseldorf 1895, S. 650 Anm. 1 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  88. Vgl. Olaf Richter: Niederrheinische Lebenswelten in der Frühen Neuzeit. Böhlau, Köln 2015, S. 227.
  89. Vgl. Gabriel Mattenclot: Rerum in Germania praecipue inferiore gestarum breuis commemoratio. In: Theodor Joseph Lacomblet (Hrsg.): Archiv für die Geschichte des Niederrheins 5 (1866), S. 241.
  90. Vgl. Aegidius Mommer / Franz Bavarus: Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi, unpaginiert.
  91. Text des Epitaph bei Aegidius Mommer / Franz Bavarus: Epicedion In Mortem Classimi Viri D. Ioannis Gogref Illustrißimi Iuliae, Cliu. Mont. &c. Ducis, Cancellarij, qui ex hac uita disceßit xiij Calend. Martij. Anno M. D. LIIII / Avct. Aegidio Mommerio Limbvrgensi, unpaginiert.
  92. Urkunden vom 21. Januar und 15. Juni 1528; Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Düsseldorf, Kreuzbrüder, Urkunden Nr. 103); Historisches Archiv der Stadt Köln (Urkunden 1/16427 und 1/16438).
  93. Ulrich Brzosa: Die Geschichte der katholischen Kirche in Düsseldorf. Von den Anfängen bis zur Säkularisation (Bonner Beiträge zur Kirchengeschichte 24), Köln u. a.: Böhlau 2001, S. 241 Anm. 1.
  94. Vgl. Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 3/17126); vgl. Urkunde vom 11. Juni 1583: „Vlattenhauss … uff der Korttenstrassen …, einer sidden langs wilant Johannen Gogreve seligen … gelegen“; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Gesamtarchiv von Romberg, Urkunde Nr. 1993).
  95. Urkunde vom 24. Januar 1530; Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V. Pulheim-Brauweiler (Archiv Schloss Schönstein, Urkunde 937).
  96. Urkunden vom 13. Dezember 1531; vgl. „Erbe des Gogreven“ in einer Urkunde vom 4. Mai 1594; Vereinigte Adelsarchive im Rheinland (Archiv Schloss Schönstein, Nr. 956, 957 und 1897).
  97. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Harff-Dreiborn, 248).
  98. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Bestand Berg, Lehen, Spezialia Nr. 1 Urkunde 1).
  99. a b Urkunde vom 8. Oktober 1539; Vereinigte Westfälische Adelsarchive (Häuser Amecke und Brüninghausen, Nr. 246).
  100. Vgl. Horst-Günther Hütten: Goldberg. Rittersitz, Gut und Mühle. Muth, Düsseldorf 2000.
  101. a b Urkunde vom 26. Dezember 1495; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 1/14734; vgl. Best. 1015 Binsfeld-Wachtendonk, Familienarchiv, Nr. 350); Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Jülich-Berg I Nr. 494).
  102. Vgl. Kopie einer Urkunde über ein Wiederkaufsrecht von 1498 (fälschlich: „1428“, s. Anm. im Regest); Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Gesamtarchiv von Landsberg-Velen (Dep.), Erprath - Akten, Nr. 11746; vgl. Nr. 11764).
  103. Urkunden vom 15. Juli 1498 und 17. März 1510; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 2/14845 und U 2/15552).
  104. Urkunde vom 17. August 1496; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 1/14750).
  105. Der Neuenhof lag beim heutigen Wasserwerk Flehe 200m entfernt vom Brückerhof (curtis … in Brugge prope Hemelgeist oder Brügger Hof bei Himmelgeist); vgl. Urkunde vom 21. Januar 1438; Wolf-Rüdiger Schleidgen (Bearb.): Urkundenbuch des Stiftes Sankt St. Lambertus, Sankt St. Marien in Düsseldorf, Bd. I. Droste, Düsseldorf 1988, Nr. 242, S. 336; Inge Lackinger u. a.: Güter und Höfe in Benrath und Umgebung. Heimatgemeinschaft Groß-Benrath e.V., Düsseldorf 1990, S. 57f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  106. Urkunde vom 21. März 1548; Historisches Archiv der Stadt Köln (Bestand 1 Haupturkundenarchiv, U 1/17095); vgl. Urkunde des Gijssgen Goegreve vom 17. August 1496 (U 1/14750).
  107. Inge Lackinger u. a.: Güter und Höfe in Benrath und Umgebung. Heimatgemeinschaft Groß-Benrath e.V., Düsseldorf 1990, S. 46 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  108. Stadtarchiv Monheim (Urkunden- und Aktenauszüge, Nr. 41, Bl. 1); Rudolf Straßer: Die Veränderungen des Rheinstromes in historischer Zeit, Bd. I Zwischen der Wupper- und der Düsselmündung. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 68,1). Droste, Düsseldorf 1992, S. 74.
  109. Vgl. Korrespondenz der Gräfin Anna, geb. Herzogin von Kleve, mit ihrem Sohn Franz II. und dessen Gemahlin Maria, geb. Gogreve, über verschiedene politische und familiäre Ereignisse, 1539–1567; Hessisches Staatsarchiv Marburg (Bestand 115/01 Waldeckische Ältere Kanzleien: Grafenhaus, Nr. 888).
  110. Vgl. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Berg, Lehen, Spezialia Nr. 1 Urkunden 3 und 4).
  111. Vgl. Streitsachen betr. die Hinterlassenschaft der Agnes von Gogreve, Witwe von Fürstenberg, Frau zu Hellenbroich und Höllinghofen, Tochter der Agnes von Binsfeld, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Bestand Harff-Dreiborn, 248); auch Hauptstaatsarchiv Münster (Reichskammergericht, Nr. H 1746); Archiv Amecke, Haus Amecke und Brüninghausen, Akten und Karten (333).
  112. Vgl. Prozessakten, 1686–1688 (1602–1688); Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Reichskammergericht, Az. 2788 – H 1769/5812) u. a.
  113. Anders Anton Fahne: Die Herren und Freiherren v. Hövel, nebst Genealogie der Familien, aus denen sie ihre Frauen genommen. Heberle / Lempertz, Köln 1860, Anhang Stammtafel der Familie Fürstenberg: Tochter Anna, Erbin zu Höllinghofen, heiratete Louis von Fürstenberg zu Neheim (Google-Books) (unzutreffend).
  114. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Bestand Berg, Lehen, Spezialia Nr. 1 Urkunde 2, vgl. auch Urkunden 1, 3 und 4).
  115. Wegen heimlicher Eheschließung (de clamdestino) mussten sie eine Buße entrichten; Richard Bettgenhäuser: Drei Jahresrechnungen des kölnischen Offizialgerichts zu Werl (1515). In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 65 (1898), S. 151–201, bes. S. 187 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  116. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Werden, Abtei, Akten, Nr. 8b 220; Reichskammergericht, Teil II C-D, 1360); Lehnsbrief der Essener Äbtissin Margaretha von Beichlingen vom 26. Juli 1524 für Wilhelm von Dobbe d. J.; Stadtarchiv Bochum (Historisches Archiv Wattenscheid, Dobbe zu Lyren).
  117. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Reichskammergericht, 5926, Az. W 155/377; 6202, Az. W 1403/3882; 6206, Az. W 1407/3886).
  118. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (Jülich-Berg I, Nr. 161); Dietrich Höroldt (Bearb.): Inventar des Archivs der Pfarrkirche St. Lambertus in Düsseldorf (Inventare nichtstaatlicher Archive 9). Fredebeul & Koenen, Essen 1963, S. 27 und 29.
  119. Urkunde vom 15. April 1539; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Haus Neuenhof (Dep.) – Urkunden, Nr. 71).
  120. Urkunde vom 30. April 1546; Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (Gesamtarchiv von Romberg, Urkunde 1384; vgl. Haus Neuenhof (Dep.), Urkunde 71); vgl. Urkunde vom 8. Oktober 1539; Archiv Amecke (Haus Amecke und Brüninghausen, Urkunde 246).
  121. Vgl. den Artikel → Georg Gogreve.
  122. Vgl. Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen Münster (036 I Grafschaft Schaumburg – Urkunden, 134 und 144); Staatsarchiv Bückeburg (Bestand v. Gogreve, Nr. 4203; Schaumburger Samtarchiv, Nr. 4202; u. a.).
  123. Niedersächsisches Staatsarchiv Bückeburg (Schaumburger Samtarchiv, Nr. 7177 und 2304).
  124. Heinz Finger: Reformation und Katholische Reform im Rheinland. (Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. 26). Die Bibliothek, Düsseldorf 1996, S. 97, hält Johann Ghogreff für seinen Vater. Johann Ghogreff studierte ab 1518 im Ausland und war von 1524 bis 1530 Propst in Köln; er kommt zeitlich nicht als Vater von Georg Gogreve und seinen beiden Geschwistern in Frage.
  125. Kanzler Johannes Gogreve und Georg Gogreve waren „Vettern“; vgl. Wolfgang Bonorden: Dr. jur. Simon Gogräve, gest. 1648. (Die Gräber im Bremer St. Petri Dom 10 = Blätter der Maus. Gesellschaft für Familienforschung e. V. Bremen 22). Bremen 2000, S. 18f.
  126. Vgl. Gogreff, Gogreve I. In: Max von Spießen (Hrsg.): Wappenbuch des Westfälischen Adels. Band II, Starke, Görlitz 1901, Tafel 140, dort 3 (2:1) schwarze, gestürzte Hufeisen in Silber.
  127. Jürgen Arndt (Bearb.): Das Wappenbuch des Reichsherolds Caspar Sturm. Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1984, S. 112.
  128. Vgl. Woldemar Harleß: Mommer, Aegidius. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 22, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 158 f.
VorgängerAmtNachfolger
Wilhelm LüninckKanzler von Jülich-Berg und Ravensberg
1528–1554
Johann von Vlatten
Sibert von RysswichKanzler von Kleve-Mark
1530–1546/47
Heinrich Bars genannt Olisleger