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Johann Friedrich Spindler der Ältere (* 12. September 1726 in Bayreuth; † um 1799) war ein deutscher Kunsttischler (Ebenist) und Möbelkünstler des Rokoko.[1]

LebenBearbeiten

Er entstammte der Bayreuther Bau- und Kunsthandwerkerfamilie Spindler und war der Sohn des fürstlichen Schlosszimmermeisters Johann Spindler (1691–1770). Über sein Leben liegen nur wenige gesicherte Erkenntnisse vor. Vermutlich ging er in der Werkstatt seines Vaters zur Lehre und besuchte in Bayreuth die Kunstakademie. Gemeinsam mit seinem Stiefbruder[2] Heinrich Wilhelm Spindler dem Jüngeren (1738–1788) vollendete Johann Friedrich 1765 das Spindlerkabinett im Schloss Fantaisie, welches als ein Hauptwerk des Bayreuther Rokoko gilt.[3]

1763 übersiedelte der Künstler nach Potsdam. Er folgte dem Ruf Friedrich II., um dort gemeinsam mit seinem Stiefbruder Möbel mit Intarsien und Marketerien zu fertigen. Belegt sind insgesamt 13 Möbel und Standuhrengehäuse der Gebrüder Spindler für das Neue Palais in Potsdam.[2]

WerkBearbeiten

 
Blick in das Spindlerkabinett im Schloss Fantaisie in Eckersdorf

Johann Friedrich Spindler gehört zu den Herstellern der hervorragendsten Furniermöbel des Rokoko in Deutschland, die vor allem in seiner Zeit in Potsdam entstanden sind. Zu seinen wichtigsten Werken zählt die Vertäfelung eines Kabinetts für Schloss Fantaisie in Donndorf. Das Original befindet sich im Nationalmuseum in München. In Donndorf ist eine aufwändige Kopie zu sehen.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Spindler, Johann Friedrich (1726). In: DE GRUYTER SAUR (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Band 31. DE GRUYTER SAUR, 2019, ISSN 1865-0511 (abgerufen über De Gruyter Online).
  2. a b Afra Schick: Johann Friedrich und Heinrich Wilhelm Spindler.Die Möbelaufträge Friedrichs des Großen für das Neue Palais. In: Friedrich300 - Colloquien Vol. 2 (2008). Michael Kaiser und Jürgen Luh, Oktober 2008, S. 1, 2, abgerufen am 21. Februar 2019.
  3. a b Bayerische Schlösserverwaltung | Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie | Gartenkunst-Museum | Rundgang. Abgerufen am 23. Februar 2019.