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Johann Eustach von Westernach

Hochmeister des Deutschen Ordens
Johann Eustach von Westernach
Der Hochmeister als Brunnenfigur im Deutschordenschloss Mergentheim
Epitaph für Komtur von Westernach (Stadtpfarrkirche St. Nikolaus (Gundelsheim))

Johann Eustach von Westernach (* 16. Dezember 1545 in Neuendettelsau; † 25. Oktober 1627 in Mergentheim) war der 44. Hochmeister des Deutschen Ordens von 1625 bis 1627.

HerkunftBearbeiten

 
Wappen der Familie von Westernach nach Siebmachers Wappenbuch

Die Familie von Westernach ist ein schwäbisches Adelsgeschlecht benannt nach Westernach, heute Teil der Stadt Mindelheim im Landkreis Unterallgäu.

LebenBearbeiten

1566 trat Johann Eustach von Westernach in den Orden ein. 1567 wurde er Küchenmeister der Kommende in Ellingen, 1571 Trappier (der für die Bekleidungsversorgung Verantwortliche) der Kammerkommende in Frankfurt am Main und 1580 Hauskomtur in Ellingen. Ab 1585 war er Landkomtur der Deutschordensballei Franken (siehe auch Kapfenburg).

Bereits 1613 trat er auf dem Reichstag zu Regensburg in Vertretung für den Hochmeister Maximilian III. auf, bei dem er stellvertretend den Lehnsbrief des Kaisers Mathias für Preußen erhielt.

Nach dem Tod Maximilians 1618 wurde er dem Hochmeiste– Karl von Österreich als Koadjutor zur Seite gestellt und folgte ihm schließlich mit der Wahl am 19. März 1625 im Amt des Hochmeisters nach. Am 12. Mai 1625 wurde ihm durch Kaiser Ferdinand die urkundliche Zusage gegeben, dass dem Deutschen Orden Preußen wieder eingeräumt werden sollte.

Er starb 1627 und wurde in der Schlosskirche in Bad Mergentheim begraben.

LiteraturBearbeiten

  • Heinz Noflatscher: Johann Eustach von Westernach 1625–1627. In: Udo Arnold (Hrsg.): Die Hochmeister des Deutschen Ordens 1190–2012 (= Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 40). VDG, Weimar, 2., erweiterte und korrigierte Aufl. 2014, ISBN 978-3-89739-810-8, S. 207–211.