Jessica Diggins

US-amerikanische Skilangläuferin

Jessica Diggins (* 26. August 1991 in Afton, Minnesota) ist eine US-amerikanische Skilangläuferin.

Jessica Diggins Skilanglauf
Jessica Diggins in Seefeld 2018

Jessica Diggins in Seefeld 2018

Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 26. August 1991 (29 Jahre)
Geburtsort Afton, Vereinigte Staaten
Größe 163 cm
Karriere
Verein Stratton Mountain School
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Nationale-Medaillen 5 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2018 Pyeongchang Teamsprint
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 2013 Val di Fiemme Teamsprint
Silber 2015 Falun 10 km Freistil
Silber 2017 Lahti Sprint
Bronze 2017 Lahti Teamsprint
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
Silber 2014 Val di Fiemme Sprint
US-amerikanische MeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold 2011 Rumford Sprint
Bronze 2011 Sun Valley 30 km Massenstart
Gold 2012 Rumford Sprint
Gold 2012 Rumford 10 km Freistil
Gold 2012 Rumford 20 km Massenstart
Silber 2012 Rumford Sprint
Silber 2012 Craftsbury 30 km Massenstart
Gold 2016 Craftsbury 30 km Massenstart
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 20. Februar 2011
 Weltcupsiege im Einzel 2  (Details)
 Weltcupsiege im Team 1  (Details)
 Weltcupsiege bei Etappen 4  (Details)
 Gesamtweltcup 2. (2017/18)
 Sprintweltcup 6. (2017/18)
 Distanzweltcup 3. (2017/18)
 Tour de Ski 3. (2017/18)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Sprintrennnen 1 1 2
 Distanzrennen 1 3 4
 Etappenrennen 4 1 9
 Staffel 0 2 3
 Teamsprint 1 1 0
letzte Änderung: 26. Januar 2020

WerdegangBearbeiten

Diggins nahm bis 2012 vorwiegend an Wettbewerben der US Super Tour und des Nor-Am Cup teil. Ihr erstes Weltcuprennen lief sie im Februar 2011 in Drammen, welches sie mit dem 46. Platz im Sprint beendete. Bei den US-amerikanischen Skilanglaufmeisterschaften 2011 gewann sie Gold im Sprint und Bronze im 30 km Massenstartrennen. Ihre besten Platzierungen bei den nordischen Skiweltmeisterschaften 2011 in Oslo waren der 28. Platz im Sprint und der neunte Platz mit der Staffel. In der Saison 2011/12 erreichte sie mit dem fünften Platz in 10 km Massenstartrennen und dem sechsten Platz im Sprint erstmals Top Zehn Platzierungen im Weltcup. Bei der US-Super Tour 2012 wurde sie erste in der Gesamtwertung. Bei den US-amerikanischen Skilanglaufmeisterschaften 2012 holte sie dreimal Gold und zweimal Silber. Die Tour de Ski 2012/13 beendete sie auf den 21. Platz. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 im Val di Fiemme erreichte sie den vierten Platz mit der Staffel und wurde gemeinsam mit Kikkan Randall Weltmeisterin im Team-Sprint. In der nachfolgenden Saison 2013/14 beendete sie die Tour de Ski auf den 13. Rang. Bei den U23 Weltmeisterschaften 2014 in Val di Fiemme gewann sie Silber im Sprint. Ihre besten Platzierungen bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi waren der achte Platz in Skiathlon und der neunte Platz mit der Staffel. Die Saison beendete sie auf dem 20. Platz in der Weltcupgesamtwertung. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 in Falun gewann sie Silber über 10 km Freistil. Nach Platz 38 bei der Nordic Opening in Ruka zu Beginn der Saison 2015/16, wurde sie in Lillehammer Dritte mit der Staffel. Bei der Tour de Ski 2016 kam sie auf den zehnten Platz in der Gesamtwertung. Dabei holte sie in Toblach über 5 km Freistil ihren ersten Einzelsieg im Weltcup. Beim folgenden Weltcup in Nové Město errang sie den dritten Platz über 10 km Freistil und den zweiten Rang mit der Staffel. Im Februar 2016 kam sie beim Sprint in Lahti mit dem zweiten Platz erneut aufs Podest. Zum Saisonende belegte sie den fünften Platz bei der Ski Tour Canada. Dabei errang sie beim Sprint in Gatineau den dritten Platz und lief bei der Abschlussetappe in Canmore die drittschnellste Laufzeit. Ende März 2016 wurde sie in Craftsbury US-amerikanische Meisterin über 30 km. Die Saison beendete sie im Distanzweltcup auf dem neunten Rang und im Gesamtweltcup und im Sprintweltcup jeweils auf dem achten Rang. Im September 2016 siegte sie beim Merino Muster und im 10 km Massenstartrennen beim Australia/New-Zealand-Cup in Snow Farm. Zu Beginn der Weltcupsaison 2016/17 belegte sie bei der Weltcup-Minitour in Lillehammer den achten Platz. Dabei siegte sie bei der Etappe über 5 km Freistil. Bei der Tour de Ski 2016/17 wurde sie mit sechs Top Zehn Platzierungen, darunter Platz Zwei im Skiathlon in Oberstdorf und Platz Eins über 5 km Freistil in Toblach, Fünfte in der Gesamtwertung. Beim Saisonhöhepunkt den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti holte sie die Bronzemedaille zusammen mit Sadie Bjornsen im Teamsprint und die Silbermedaille im Sprint. Zudem wurde sie Fünfte im 30 km Massenstartrennen und Vierte mit der Staffel. Zum Saisonende kam sie beim Weltcup-Finale in Québec auf den 16. Platz und erreichte den zehnten Platz im Sprintweltcup, den siebten Rang im Distanzweltcup und den sechsten Platz im Gesamtweltcup.

Im September 2017 gewann Diggins wie im Vorjahr den Merino Muster und beim Australia/New Zealand Cup in Snow Farm im Massenstart über 10 km klassisch. Nach Platz 12 beim Ruka Triple zu Beginn der Weltcupsaison 2017/18, errang sie bei der Tour de Ski 2017/18 den dritten Gesamtrang. Dabei erreichte sie fünf Top-Zehn-Platzierungen, darunter jeweils den dritten Platz bei der Abschlussetappe im Fleimstal und im Verfolgungsrennen in Lenzerheide. Ende Januar 2018 holte sie im 10-km-Massenstartrennen in Seefeld in Tirol ihren vierten Weltcupsieg. Beim Saisonhöhepunkt den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang kam sie bei allen Wettbewerben unter die ersten Zehn. Im 30-km-Massenstartrennen wurde sie Siebte, im Sprint Sechste, über 10 km Freistil, im Skiathlon und mit der Staffel jeweils Fünfte. Zusammen mit Kikkan Randall holte sie im Teamsprint die Goldmedaille. Im März 2018 kam sie im Sprint in Drammen auf den dritten Platz und im 30-km-Massenstartrennen in Oslo auf den zweiten Rang. Beim Weltcupfinale in Falun wurde sie Zweite. Dabei lief sie bei der Schlussetappe die schnellste Zeit und beendete die Saison auf dem sechsten Platz im Sprintweltcup, auf dem dritten Rang im Distanzweltcup und auf den zweiten Platz im Gesamtweltcup. Im Sommer 2018 gewann sie zwei Rennen beim Australia/New Zealand Cup in Snow Farm und zum dritten Mal in Folge den Merino Muster. Zu Beginn der Weltcupsaison 2018/19 errang sie beim Lillehammer Triple den 12. Platz und belegte bei der Tour de Ski 2018/19 mit drei dritten Plätzen, den sechsten Platz in der Tourwertung. Im Februar 2019 holte sie im Sprint in Cogne ihren sechsten Weltcupsieg. Ihre besten Platzierungen bei den folgenden Nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld in Tirol waren jeweils der fünfte Platz im Teamsprint und mit der Staffel und der vierte Rang im 30-km-Massenstartrennen. Im März 2019 kam sie in Falun auf den dritten Platz über 10 km Freistil und beim Weltcupfinale in Québec auf den 14. Platz und erreichte abschließend den siebten Platz im Sprintweltcup und jeweils den sechsten Rang im Gesamt und Distanzweltcup. Ende August 2019 gewann sie zum vierten Mal den Merino Muster.

Nach Platz fünf beim Ruka Triple zu Beginn der Saison 2019/20, wurde Diggins in Lillehammer jeweils Zweite im Skiathlon und mit der Staffel und in Davos Dritte über 10 km Freistil. Die Tour de Ski 2019/20 beendete sie mit vier Top-Zehn-Platzierungen, darunter Platz drei im Sprint im Val di Fiemme, auf dem neunten Platz. Es folgte Platz drei im Sprint in Oberstdorf und der sechste Rang bei der Skitour. Die Saison beendete sie auf dem 11. Platz im Sprintweltcup, auf dem achten Rang im Distanzweltcup und auf dem sechsten Platz im Gesamtweltcup.

Siege bei WeltcuprennenBearbeiten

Weltcupsiege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 28. Januar 2018 Osterreich  Seefeld in Tirol 10 km Freistil Massenstart
2. 16. Februar 2019 Italien  Cogne 1,6 km Sprint Freistil

Etappensiege bei WeltcuprennenBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin Rennen
1. 8. Januar 2016 Italien  Toblach 5 km Freistil Individualstart Tour de Ski 2016
2. 3. Dezember 2016 Norwegen  Lillehammer 5 km Freistil Individualstart Nordic Opening 2016
3. 6. Januar 2017 Italien  Toblach 5 km Freistil Individualstart Tour de Ski 2016/17
4. 18. März 2018 Schweden  Falun 10 km Freistil Verfolgung1 Weltcup-Finale 2018

1 Auf Grund von Laufbestzeit als Siegerin gewertet.

Weltcupsiege im TeamBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 7. Dezember 2012 Kanada  Québec Teamsprint Freistil1

StatistikBearbeiten

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen WinterspielenBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

Jahr und Ort Wettbewerb
10 km Skiathlon 30 km Sprint Staffel Teamsprint
2014 Sotschi 8. 38. 13. 8.
2018 Pyeongchang 5. 5. 7. 6. 5. 1.

Nordische SkiweltmeisterschaftenBearbeiten

Jahr und Ort Wettbewerb
10 km Skiathlon 30 km Sprint Staffel Teamsprint
2011 Oslo 28. 25. 9.
2013 Val di Fiemme 23. DNF 4. 1.
2015 Falun 2. DNF 4. 8.
2017 Lahti DNF 5. 2. 4. 3.
2019 Seefeld in Tirol 25. 4. 8. 5. 5.

Platzierungen im WeltcupBearbeiten

Weltcup-StatistikBearbeiten

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappen-
rennenb
Gesamt Team
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz 3 1 1 1 6 1
2. Platz 1 2 1 1 5 1 2
3. Platz 3 5 6 1 15 3
Top 10 9 24 3 1 1 19 28 10 95 2 10
Punkteränge 14 52 6 4 1 41 59 20 197 2 10
Starts 17 57 7 5 1 47 74 23 231 2 10
Stand: Saisonende 2019/20
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale

Weltcup-GesamtplatzierungenBearbeiten

Saison Gesamt Distanz Sprint
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2011/12 228 34. 135 26. 61 35.
2012/13 208 36. 105 34. 39 44.
2013/14 320 20. 133 21. 93 23.
2014/15 287 22. 175 17. 112 19.
2015/16 1128 8. 547 9. 297 8.
2016/17 912 6. 432 7. 206 10.
2017/18 1436 2. 723 3. 269 6.
2018/19 1005 6. 468 6. 301 7.
2019/20 1078 6. 534 8. 218 11.

WeblinksBearbeiten

Commons: Jessica Diggins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien