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LebenBearbeiten

KarriereBearbeiten

Bereits im Alter von 15 Jahren spielte Jenny Jürgens, die Tochter des österreichischen Sängers und Komponisten Udo Jürgens, neben Tommi Ohrner, Jim Mitchum u. a. in dem Film Im Dschungel ist der Teufel los, mit.

Einen Singleerfolg als Schlagersängerin hatte sie 1984 im Duett mit ihrem Vater als „Udo und Jenny“ mit dem Lied Liebe ohne Leiden bei dem sie auch als Mitautorin fungierte. Sie moderierte 1988 die deutsche Vorentscheidung des Eurovision Song Contest und die Eurovisions-Gala zum 60. Geburtstag ihres Vaters.

1994 spielte sie in dem Theaterstück Ausgerechnet Hamlet, mit dem das Theater an der Kö in Düsseldorf eröffnet wurde. Dort war sie bis 2004 an der Seite von Karsten Speck auch in dem Stück Alles Liebe zu sehen. 1999 bis 2000 spielte sie eine Hauptrolle in der Fernsehserie Mallorca – Suche nach dem Paradies. 2005 war sie als Lady Ann bei den Störtebeker-Festspielen auf der Insel Rügen zu sehen. 2006/2007 spielte sie in dem von René Heinersdorff speziell auch für sie geschriebenen Stück Vier Frauen und ein Unfall im Kölner Theater am Dom sowie 2008 im Düsseldorfer Theater an der Kö.

Parallel zur Bühne konnte man Jürgens auch in verschiedenen Fernsehrollen sehen, beispielsweise in Ein Schloß am Wörthersee, Schlosshotel Orth oder St. Angela. Sie übernahm außerdem 2001 die Hauptrolle in der Rosamunde-Pilcher-Verfilmung Die Rose von Kerrymore. 2006 drehte sie in Köln 13 Folgen der Sat.1-Serie Paare. 2008 war sie für die ZDF-Serie Hallo Robbie! auf Rügen tätig. Von September 2010 bis Juni 2011 war sie in der ZDF-Telenovela Lena – Liebe meines Lebens in der Hauptrolle der Pia Sander und von September 2014 bis Juli 2015 und 2018 in der ARD-Telenovela Rote Rosen in der weiblichen Hauptrolle der elften Staffel als Jana Greve zu sehen.

Jürgens war von 1996 bis 2013 mit dem Düsseldorfer Soziologie-Professor Thomas Druyen verheiratet. Im Mai 2015 heiratete sie den Spanier David Carreras Solé.[2]

PrivatlebenBearbeiten

Jenny Jürgens, die die ersten zehn Jahre ihres Lebens mit ihrem Vater in Kitzbühel gelebt habe,[1] und ihr Bruder John Jürgens sind die Kinder von Udo Jürgens (1934–2014) aus dessen erster Ehe (1964–1989) mit der Fotografin Erika „Panja“ Meier. Die beiden Geschwister haben zwei Halbschwestern, Sonja Jürgens (* 1966)[3] und Gloria Burda (* 1994),[4] beide nichteheliche Töchter von Udo Jürgens.[5]

Im September 2014 gab die gebürtige österreichische Staatsbürgerin Jürgens bekannt, dass sie den deutschen Einbürgerungstest absolviert und die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat. Gleichzeitig damit habe sie amtlich ihren Familiennamen Bockelmann[6] auf den bisher nur als Künstlernamen geführten Namen Jürgens ändern lassen.[1]

Über die Aufteilung der Verlassenschaft des Vaters Udo Jürgens, der im Dezember 2014 verstarb, waren sich zwar die von ihm nach Schweizer Erbrecht eingesetzten Erben Jenny und John Jürgens sowie Udo Jürgens’ letzte Lebensgefährtin Michaela Moritz mit der unehelichen Tochter und Vermächtnisnehmerin Sonja Jürgens einig, nicht jedoch mit der weiteren unehelichen Tochter und Vermächtnisnehmerin Gloria Burda.[7] Der Erbstreit konnte erst im November 2018 beigelegt werden.[8]

Soziales EngagementBearbeiten

2009 hat sie gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz Düsseldorf das Projekt Herzwerk – Aktiv gegen Armut im Alter ins Leben gerufen, das alte Menschen unterstützt, die pflegebedürftig sind oder unter Altersarmut leiden.[9]

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Jenny Jürgens: Jetzt hat sie einen deutschen Pass. In: Bunte, Heft 38/2014, 10. September 2014, abgerufen am 29. August 2019. Hier insbesondere: „‚Ich habe beschlossen, in meinem Leben aufzuräumen. Das galt auch für die Staatsbürgerschaft‘, sagte die 47-jährige gebürtige Österreicherin […]. Ihre neuen Papiere hat die Schauspielerin bereits. Bisher habe immer Jenny Bockelmann, Künstlername Jürgens darin gestanden. ‚In meinem neuen deutschen Pass steht nur noch Jenny Jürgens – toll.‘“ (Anm.: Ihrer implizit damit wiedergegebenen Darstellung, dass Jenny Jürgens im österreichischen Reisepass als Künstlernamen eingetragen gewesen sei, ist entgegenzustellen, dass eine solche Eintragung entsprechend dem österreichischen Passrecht nicht zulässig ist.)
  2. So schön hat Jenny Jürgens „Ja“ gesagt. In: Focus.de, Mai 2015, abgerufen am 20. Mai 2015.
  3. Franziska von Mutius: Sonja Jürgens: Udos uneheliche Tochter spricht erstmals über Mutter. In: Berliner Morgenpost. 2. Juli 2008, ZDB-ID 749437-3, S. 32 (morgenpost.de [abgerufen am 14. Dezember 2015]).
  4. Letzter Wille, leiser Zorn. In: News. Nr. 38, 19. September 2015, S. 110–115.
  5. Menschen: Udo Jürgens‘ erste Frau Erika Meier, Panja: „Udo verzeihe ich alles“. In: Epoch Times, 23. Dezember 2014, abgerufen am 29. August 2019.
  6. Anm.: Jenny Jürgens Vater hatte zwar im Juli 2010 seine Vornamen Jürgen Udo amtlich auf Udo Jürgens ändern lassen, seinen Familiennamen Bockelmann jedoch behalten.
  7. Udo Jürgens (†80): Sein Sohn packt über den bitteren Erbstreit aus. (Interview.) In: Bunte, Heft 39/2015, 21. September 2015, abgerufen am 29. August 2019.
  8. Julia Parger: Udo Jürgens: Der Erbstreit ist geklärt. Seine Erben konnten sich zunächst nicht über die Verteilung des Vermögens einigen. 20. November 2018, abgerufen am 29. August 2019.
  9. Herzwerk - Die Idee. In: Website des Projektes Herzwerk, abgerufen am 22. August 2016.
  10. Ministerialblatt (MBl. NRW.). Ausgabe Nr. 4/2017, 3. Februar 2017, S. 59–70, abgerufen am 5. Februar 2017.
  11. Verleihung des Landesverdienstordens am 18. Januar 2017. In: Website der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Februar 2017, abgerufen am 5. Februar 2017.