Jelena Walerjewna Nikitina

russische Skeletonpilotin
Jelena Nikitina Skeleton
2019-01-04 Women's at the 2018-19 Skeleton World Cup Altenberg by Sandro Halank–247.jpg
Voller Name Jelena Walerjewna Nikitina
Nation RusslandRussland Russland
Geburtstag 2. November 1992 (27 Jahre)
Geburtsort MoskauRussland 1991Russland Russland
Größe 167 cm
Gewicht 55 kg
Karriere
Disziplin Skeleton
Trainer Denis Alimow
Nationalkader seit 2009
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 2014 Sotschi Einzel
IBSF Skeleton-Weltmeisterschaften
0Silber0 2016 Igls Team
0Bronze0 2016 Igls Einzel
IBSF Skeleton-Europameisterschaften
0Gold0 2013 Igls Einzel
IBSF Skeleton-Junioren-WM
0Gold0 2012 Igls Einzel
Platzierungen im WC/EC/NAC/IC
FIBT Ranking 12. (2013/14)
Debüt im Weltcup 07. Dezember 2012
Weltcupsiege 08
Gesamtweltcup 1. (2019/19)
Debüt im Europacup 26. November 2010
Debüt Nordamerikacup 15. November 2012
Debüt im Interconti-Cup 08. Dezember 2011
Interconti-Siege 04
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Weltcup 8 4 2
letzte Änderung: 10. Januar 2019

Jelena Walerjewna Nikitina (russisch Елена Валерьевна Никитина, englische Transkription Elena Valerevna Nikitina oder Yelena Valeryevna Nikitina; * 2. November 1992 in Moskau) ist eine russische Skeletonpilotin.

WerdegangBearbeiten

Jelena Nikitina begann 2008 mit dem Skeleton und stieß 2009 zum Nationalkader. In der Saison 2010/11 debütierte sie im Europacup und konnte mehrere Platzierungen unter den besten 15 erreichen. Daraufhin kam sie in der Saison 2011/12 neben dem Europacup auch im Intercontinentalcup zum Einsatz, wo sie unter anderem einen vierten Rang in Sigulda erreichen konnte. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2012 in Igls wurde Nikitina Achte. Im Winter 2012/13 startete Nikitina erstmals im Nordamerikacup und konnte bei den ersten Saisonrennen in Calgary mit den Rängen sechs und vier überzeugen. Daraufhin debütierte sie in Winterberg im Weltcup. Kurz darauf wurde sie in Igls Juniorenweltmeisterin 2012 und konnte an gleicher Stelle zwei Siege im Intercontinentalcup feiern. Noch im selben Monat gewann sie ebenfalls in Igls ihr erstes Weltcup-Rennen und wurde gleichzeitig Europameisterin. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in St. Moritz belegte sie den 15. Platz.

In der Saison 2013/14 kam sie nach guten Ergebnissen im Nordamerikacup erneut im Weltcup zum Einsatz, wobei ihre beste Platzierung ein zweiter Rang in Calgary war. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gewann sie die Bronzemedaille. In den Weltcup 2014/15 startete sie im Januar 2015 mit einem dritten Platz in Altenberg, nachdem sie die ersten beiden Saisonrennen im Intercontinentalcup bestritten hatte. Bei den folgenden Rennen konnte sie mit Plätzen zwischen 9 und 17 nicht an diese Leistung anknüpfen; bei der Junioren-WM in Altenberg wurde sie Achte. Die Weltmeisterschaft in Winterberg war für Nikitina bereits nach wenigen Sekunden beendet, da sie beim Start im ersten Lauf auf den Schlitten trat, dieser aus der Anlaufspur geriet und sie nicht mehr aufspringen konnte.[1] In der Saison 2015/16 startete Nikitina zunächst bei drei Rennen im Weltcup, wo sie zu Saisonbeginn Sechste wurde, und wechselte dann in den Intercontinentalcup, wo sie zweimal siegte. Nach einem achten Rang bei der Europameisterschaft in St. Moritz gewann sie bei der Weltmeisterschaft in Igls Silber mit dem Team und Bronze im Einzelwettbewerb. Am 19. November 2017 feierte Nikitina in Park City ihren zweiten Weltcupsieg.

Ende 2016 wurde Nikitina neben Alexander Tretjakow, Olga Potylizyna und Marija Orlowa im Zuge der Ermittlungen infolge des McLaren-Reports wegen mutmaßlicher Dopingvergehen während der Olympischen Spiele 2014 von Sotschi suspendiert.[2] 2017 erhielt sie eine lebenslange Olympia-Sperre.[3] Im Februar 2018 machte der Internationale Sportgerichtshof wegen ungenügender Beweislage die Aberkennung ihrer Medaille rückgängig und hob die Sperre auf.[4][5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fehltritt: Nikitina verfehlt Skeletonschlitten. sueddeutsche.de, 6. März 2015, abgerufen am 16. März 2015.
  2. Doping in Russland. Skeleton-Olympiasieger Tretjakow suspendiert. nzz.ch, 8. Mai 2018, abgerufen am 6. Januar 2017.
  3. Sperre für Tretjakow sueddeutsche.de 22. November 2017
  4. The Court of Arbitration for Sport (CAS) delivers its decisions in the matter of 39 Russian athletes v. the IOC: 28 appeals upheld, 11 partially upheld. (PDF (313 kB)) Internationaler Sportgerichtshof, 1. Februar 2018, abgerufen am 8. Mai 2018 (englisch).
  5. CAS hob Olympia-Sperren von 28 Russen auf. derStandard.at, 1. Februar 2018, abgerufen am 8. Mai 2018.