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Jeff Saibene

luxemburgischer Fußballspieler und Fußballtrainer

Jeff Saibene (* 13. September 1968 in Keispelt)[1] ist ein luxemburgischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Er war mit Unterbrechungen über 20 Jahre lang als Spieler und Trainer im Schweizer Fussball tätig. Zur Saison 2019/20 übernahm er den FC Ingolstadt 04.

Jeff Saibene
Jeff Saibene.jpg
Jeff Saibene 2013
Personalia
Geburtstag 13. September 1968
Geburtsort KeispeltLuxemburg
Größe 170 cm
Position Mittelfeldspieler
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1986–1989 Standard Lüttich 7 (0)
1989–1993 FC Aarau 49 (1)
1993–1994 BSC Old Boys Basel 38 (9)
1994–1995 FC Monthey 0
1995–1998 FC Aarau 72 (0)
1998–1999 FC Locarno 0
1999–2002 Swift Hesperingen 0
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986–2001 Luxemburg 63 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2001–2006 Trainerstab Luxemburg
2006–2008 FC Thun (Co-Trainer)
2008–2009 FC Aarau
2010–2011 Luxemburg U21
2011–2015 FC St. Gallen
2015–2017 FC Thun
2017–2018 Arminia Bielefeld
2019– FC Ingolstadt 04
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

SpielerkarriereBearbeiten

VereineBearbeiten

Saibene, ein meist defensiv eingesetzter Mittelfeldspieler, spielte nach seinen ersten Stationen in Luxemburg beim FC Kehlen und bei Union Luxemburg von 1986 bis 1989 beim belgischen Erstligisten Standard Lüttich, kam aber nur insgesamt siebenmal in der ersten Mannschaft zum Einsatz. 1989 wechselte er in die erste Schweizer Spielklasse zum FC Aarau. Er spielte zweimal für je drei Jahre für den Club (1989 bis 1993 und 1995 bis 1998) und wurde 1993 Meister mit dem Club. Dazwischen spielte er beim BSC Old Boys Basel, danach noch 1998/99 für einige Monate beim FC Locarno. Seine Karriere als Spieler beendete er 2002 beim Luxemburger Verein Swift Hesperingen.

NationalmannschaftBearbeiten

Saibene spielte zwischen 1986 und 2001 63-mal für die Luxemburgische Fußballnationalmannschaft, konnte dabei kein Tor erzielen.[2]

TrainerkarriereBearbeiten

Am Anfang seiner Trainerkarriere – es war nicht gestattet gleichzeitig Fußballer und Trainer zu sein – erhielt Saibene eine Anstellung als Trainer beim luxemburgischen Fußballverband: Er betreute die luxemburgischen U17-, U-18-, U19-, U20 und U21-Nationalmannschaften und war auch Co-Trainer der A-Nationalmannschaft unter dem dänischen Cheftrainer Allan Simonsen.[3] 2006 kehrte Saibene in den Schweizer Fussball zurück und wurde Co-Trainer des FC Thun, mit dem er am Ende der Saison 2006/07 als Interimstrainer den Klassenerhalt feiern konnte.

Saibene trainierte – zuerst als Assistenztrainer – ab Anfang der Saison 2008/09 den Schweizer Erstliga-Fußballclub FC Aarau.[4] Nach einem schlechten Start in die Saison 2009/10 wurde er am 12. Oktober 2009 entlassen.[5] Später war er Trainer der luxemburgischen U-21-Nationalmannschaft.[6] Am 8. März 2011 wurde Saibene zum Tabellenletzten FC St. Gallen geholt, um den Verein vor dem Abstieg zu retten, was ihm jedoch nicht gelang. In der Saison 2011/12 gelang ihm mit dem FC St. Gallen der direkte Wiederaufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse. Dabei stand der Club ab dem zweiten Spieltag an der Tabellenspitze, die er die ganze Saison nicht mehr abgab. In der Saison 2012/13 führte Saibene den FC St. Gallen als Aufsteiger direkt auf Platz drei der höchsten Spielklasse. Zum ersten Mal seit sechs Jahren spielte der FC St. Gallen während der Saison 2013/14 wieder in einem europäischen Wettbewerb. Mit dem Erfolg in der Play Off-Runde gegen Spartak Moskau wurde Saibene zudem der erste luxemburgische Trainer, der einen Verein in die Gruppenphase der Europa League führte. Saibenes Vertragslaufzeit beim FC St. Gallen wurde vorzeitig um ein Jahr bis Sommer 2015 verlängert. Anfang September 2015 bot er dem Vorstand seinen Rücktritt an; dieser akzeptierte den Entscheid. Zu diesem Zeitpunkt hatte seine Mannschaft in sieben Spielen sieben Punkte geholt und dabei nur vier Tore geschossen. Im Oktober 2015 unterschrieb Saibene beim FC Thun einen bis Sommer 2017 laufenden Vertrag als Cheftrainer.[7]

Am 20. März 2017 übernahm er den Trainerposten des deutschen Zweitligisten Arminia Bielefeld, um den Verein vor dem Abstieg in die 3. Liga zu bewahren.[8] Unter Saibene gelang der Arminia am letzten Spieltag durch ein Unentschieden bei der SG Dynamo Dresden der Klassenerhalt.[9] Am 10. Dezember 2018 wurde er nach neun Ligaspielen in Folge ohne Sieg und dem Ausscheiden im DFB-Pokal im Heimspiel gegen den MSV Duisburg von seinen Aufgaben entbunden.[10]

Zur Saison 2019/20 übernahm Saibene die Drittligamannschaft des FC Ingolstadt 04 als Nachfolger von Tomas Oral. Er erhielt beim Absteiger einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2021.[11] Als Co-Trainer wurde Carsten Rump verpflichtet, mit dem Saibene bereits in Bielefeld zusammengearbeitet hatte.[12]

SonstigesBearbeiten

Saibene ist mit einer Schweizerin verheiratet und hat neben der luxemburgischen Staatsbürgerschaft auch das Schweizer Bürgerrecht. Seit seiner Kindheit ist er Fan des Hamburger SV.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Marek Fritzen: Er ist der Graf von Luxemburg. In: fupa.net. FuPa GmbH, 1. September 2017, abgerufen am 4. September 2017.
  2. Roberto Mamrud: Luxembourg – Record International Players. In: rsssf.com, 7. Januar 2009, abgerufen am 27. Juli 2019.
  3. Julian Alexander Fischer: Bielefeld-Trainer Jeff Saibene im Interview: "Scheiße, bei Arminia sehen alle gleich aus". In: Spox. Perform Media Deutschland GmbH, 13. November 2018, abgerufen am 2. August 2019.
  4. Trainer-Duo für Aarau. In: fussball.ch
  5. Saibene weg! – Andermatt kommt. In: blick.ch
  6. Jeff Saibene neuer Trainer in St. Gallen. In: drs.ch
  7. Saibene wird neuer Thun-Trainer. In: fcthun.ch
  8. In der 2. Bundesliga: Saibene wird Bielefeld-Coach. In: Wort.lu. 19. März 2017, abgerufen am 19. März 2017.
  9. Börners Kopfball beschert Arminen den Ligaerhalt. In: kicker online. 21. Mai 2017, abgerufen am 1. August 2017.
  10. Arminia stellt Saibene und Rump frei. In: arminia-bielefeld.de. 10. Dezember 2018, abgerufen am 10. Dezember 2018.
  11. Schlüsselrolle: Jeff Saibene wird neuer FCI-Coach, fcingolstadt.de, 12. Juni 2019, abgerufen am 12. Juni 2019.
  12. Carsten Rump neuer Co-Trainer beim FC Ingolstadt. 1. Juli 2019, abgerufen am 1. Juli 2019.