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KarriereBearbeiten

Jean Lucas begann seine Rennkarriere als Rallyefahrer. Ende der 1940er-Jahre wechselte er auf die Rundstrecke und feierte als Partner von Luigi Chinetti beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps auf einem Ferrari 166MM seinen ersten großen Erfolg im internationalen Motorsport.

1953 wurde Lucas Teammanager bei Gordini und stand dem Team auch als Ersatzfahrer zur Verfügung. Parallel bestritt er aber weiter Sportwagenrennen in Europa und Nordafrika, wo Lucas in den 1950er-Jahren ein sehr populärer Fahrer war. Seinen einzigen Formel-1-Weltmeisterschaftslauf fuhr der Franzose 1955 beim Großen Preis von Italien in Monza. Gordini-Einsatzfahrer Robert Manzon musste kurzfristig absagen und Lucas sprang ein. Im Rennen stoppte ihn ein Motorschaden am Gordini Type 32 und zwang ihn zur vorzeitigen Aufgabe.

1956 wurde er auf einem Ferrari 625F1 Fünfter beim Großen Preis von Caen und 1957 Zweiter beim Coupe de Vitesse in Reims in einem von Alan Brown geborgten Formel-2-Cooper. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans wurde er Dritter auf einem Jaguar D-Type mit Jean-Marie Brussin als Partner.

Ein schwerer Unfall beim Großen Preis von Marokko mit einem Maserati 250F beendete die sportliche Karriere von Lucas. Er übernahm nach seiner Genesung administrative Tätigkeiten im Sportwagensport und gründete 1962 gemeinsam mit Gérard Crombac die Automobilzeitschrift Sport-Auto.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Formel 1Bearbeiten

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1955 Equipe Gordini Gordini T16 Gordini 2.5 L6 1 NC
Gesamt 1

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7
1955              
DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1949 Frankreich  J. A. Plisson Ferrari 166MM Frankreich  Pierre Louis-Dreyfus Ausfall Motorschaden
1950 Vereinigtes Konigreich  Lord Selsdon Ferrari 166MM Vereinigtes Konigreich  Peter Mitchell-Thomson, 2. Baron Selsdon Ausfall Defekt
1951 Vereinigte Staaten 48  Luigi Chinetti Ferrari 340 America Vereinigte Staaten 48  Luigi Chinetti Rang 8
1952 Vereinigte Staaten 48  Luigi Chinetti Ferrari 340 America Vereinigte Staaten 48  Luigi Chinetti Ausfall Disqualifiziert
1954 Frankreich  Automobiles Deutsch & Bonnet DB HBR Frankreich  Pierre Louis-Dreyfus Ausfall Getriebeschaden
1955 Frankreich  Pierre Louis-Dreyfus Ferrari 750 Monza Frankreich  Pierre Louis-Dreyfus Ausfall Motorschaden
1956 Frankreich  Automobiles Talbot Talbot-Lago Sport 2500 Italien  Goffredo Zehender Ausfall Unfall
1957 Frankreich  Equipe Los Amigos Jaguar D-Type Frankreich  Jean-Marie Brussin Rang 3

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1956 Frankreich  Ecurie Lafayette DB HBR Vereinigte Staaten 48  John Norwood Ausfall Getriebeschaden
1957 Frankreich  Renault Company Renault Dauphine Belgien  Paul Frère Rang 37
1959 Frankreich  Los Amigos Cooper T49 Monaco Frankreich  Jean-François Malle Ausfall Ölleck

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1953 Club Francia Amigos de la Panamericana Gordini Type 16S Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Belgien  SPA Deutschland  NÜR Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF
1954 Deutsch & Bonnet DB HBR Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF DNF
1955 Pierre Louis-Dreyfus DB HBR
Ferrari 750 Monza
Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR
DNF DNF
1956 Ecurie Lafayette DB HBR Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Deutschland  NÜR Schweden  KRI
DNF
1957 Renault
Equipe Los Amigos
François Picard
Renault Dauphine
Jaguar D-Type
Ferrari 500TR
Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Schweden  KRI Venezuela  CAR
37 DNF 3 14
1959 Los Amigos Cooper T49 Vereinigte Staaten  SEB Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT
DNF

LiteraturBearbeiten

  • Steve Small: Grand Prix Who’s who. 3rd Edition. Travel Publishing, Reading 2000, ISBN 1-902007-46-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jean Lucas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien