Jason Osborne

deutscher Ruderer und Radrennfahrer

Jason Osborne (* 20. März 1994 in Mönchengladbach oder Mainz)[1][2] ist ein deutscher Radrennfahrer und ehemaliger Rennruderer.

Jason Osborne Straßenradsport
Jason Osborne (2017)
Jason Osborne (2017)
Zur Person
Geburtsdatum 20. März 1994
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straße
Körpergröße 178 cm
Renngewicht 72 kg
Zum Team
Aktuelles Team Deceuninck-Quick-Step
Funktion Stagiaire
Internationale Team(s)
2021– Deceuninck-Quick-Step
Letzte Aktualisierung: 21. September 2021

RudersportBearbeiten

Der 27 Jahre alte Osborne ist auszubildender Bankkaufmann sowie Sohn einer Deutschen und eines Briten. Er startete im Rudern für den Mainzer Ruder-Verein von 1878.[3] Seine Trainerin war die meiste Zeit Sabine Tschäge.

2013, 2014 und 2016 wurde Osborne Deutscher Vizemeister im Leichtgewichts-Einer.[4] 2012 und 2015 wurde er wiederum zusammen mit Moritz Moos Deutscher Meister im Leichtgewichts-Doppelzweier.[5]

2013 gewann Osborne zusammen mit Moos den Titel im Leichtgewichts-Doppelzweier bei den U23-Weltmeisterschaften. Bei den Weltmeisterschaften 2013 ohne Altersbeschränkung erhielt der deutsche Leichtgewichts-Doppelvierer mit Osborne und Moos sowie Julius Peschel und Jonas Schützeberg die Silbermedaille. 2014 wiederholten Moos und Osborne ihren Sieg bei den U23-Weltmeisterschaften, bei den Weltmeisterschaften 2014 ruderten die beiden auf den fünften Platz. Ein Jahr später sicherten sich die beiden mit dem sechsten Platz bei den Weltmeisterschaften 2015 die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016. In das Olympiajahr 2016 starteten Moos und Osborne mit der Silbermedaille bei den Europameisterschaften 2016 in Brandenburg an der Havel. Bei den Olympischen Spielen 2016 belegten sie den neunten Platz.

Zusammen mit Lucas Schäfer errang Osborne den fünften Platz bei den Europameisterschaften 2017. Auch bei den Weltmeisterschaften 2017 erreichten die beiden das A-Finale und kamen dort auf den sechsten Platz. 2018 trat Osborne im Leichtgewichts-Einer an. Er gewann die Weltcup-Regatten in Belgrad und Linz. Bei den Weltmeisterschaften 2018 in Plowdiw siegte er mit knapp zwei Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Michael Schmid. Bei den Europameisterschaften 2019 in Luzern erreichte Osborne zusammen mit Jonathan Rommelmann im Leichtgewichts-Doppelzweier Gold sowie kurz darauf bei den Weltmeisterschaften 2019 in Linz erneut mit Rommelmann Bronze. 2020 gewannen die beiden die Silbermedaille bei den Europameisterschaften.

2019 wurde Osborne Weltmeister im Ergorudern auf einer virtuellen Distanz von 2000 Metern bei den World Rowing Indoor Championships der FISA in Long Beach. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio gewann er zusammen mit Rommelmann die Silbermedaille im Leichtgewichts-Doppelzweier.

RadsportBearbeiten

Bereits 2017 gründete die Trainingsgruppe des Mainzer Ruder-Vereins von 1878 rund um Osborne das Radteam Pro Cycling – Rowing in Mainz.[6] 2018 startete Osborne bei den deutschen Straßen-Radmeisterschaften im Einzelzeitfahren und belegte den achten Rang,[7] 2019 wurde er Sechster.

Im Dezember 2020 wurde Osborne erster E-Cycling-Weltmeister der UCI.[8][9] Im August 2021 wurde er als Stagiaire in den Rennstall des professionellen belgischen Radsportteams Deceuninck-Quick-Step aufgenommen und beendete zeitgleich seine Aktivitäten im Rudern.[10]

WeblinksBearbeiten

Commons: Jason Osborne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jason Osborne im Porträt. In: rio.sportschau.de. Sportschau, abgerufen am 12. Mai 2018.
  2. Teameintrag zu Jason Osborne auf den Seiten des Radsportteams Deceuninck-Quick-Step. Abgerufen am 21. September 2021 (englisch).
  3. Der Umsattler. In: Sporthilfe-Magazin. 30. Juni 2020, abgerufen am 8. Juli 2020.
  4. Deutsche Meisterschaften im Leichtgewichts-Einer
  5. Deutsche Meisterschaften im Leichtgewichts-Doppelzweier
  6. Ruderer steigen aufs Rad. In: allgemeine-zeitung.de. 11. Mai 2017, abgerufen am 30. Juni 2018.
  7. Resultate der DM 2018 im Einzelzeitfahren (PDF-Datei)
  8. Zwift UCI Cycling Esports World Championships: Moolman-Pasio and Osborne make history in Watopia. Abgerufen am 10. Dezember 2020 (englisch).
  9. BDR holt ersten ESports-Titel. In: bdr-medienservice.de. 9. Dezember 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  10. Ruderer Jason Osborne wechselt zu Deceuninck-Quick-Step. In: Eurosport. 30. August 2021, abgerufen am 30. August 2021.