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Jason Dov Greenblatt (* 1966 oder 1967) ist ein US-amerikanischer Jurist. Er ist Leiter der Internationaler Verhandlungen des US-Präsidenten Donald Trump. Greenblatt ist auch Vizepräsident der Trump Organization, der privaten Unternehmensgruppe des US-Präsidenten. Er war über Jahre Anwalt der Firmengruppe. Zu seinen Aufgaben heute gehört es unter anderem, als „Chefunterhändler“ internationale Handelsabkommen zu vereinbaren. Er gehört zum engen Beraterkreis des Präsidenten.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

1966 oder 1967 wurde Jason Dov Greenblatt als Sohn ungarischer jüdischer Flüchtlinge geboren und wuchs in Queens, New York City, auf. Zunächst besuchte Greenblatt die Marsha Stern Talmudical Academy und ging später auf die Yeshiva University. 1992 erhielt Greenblatt einen Abschluss an der New York University School of Law und begann als Immobilienanwalt bei der New Yorker Anwaltskanzlei „Fried, Frank, Harris, Shriver & Jacobson“. Mitte der 1990er Jahre gründete der Anwalt eine Cappuccino-Kaffeefirma mit Kaffees an der Pennsylvania Station und den Flughäfen der Stadt New York. Nachdem das Geschäft erfolgreich lief, verkaufte er seine Anteile und praktizierte wieder als Anwalt.

Seit 1997 arbeitete er als Anwalt für die Trump Organization, der privaten Unternehmensgruppe des US-Präsidenten. Mittlerweile ist er deren Vizepräsident. Er vertrat auch alle Familienmitglieder der Familie Trump, Donald Trump, Jr., Ivanka Trump und Eric Trump, anwaltlich in privaten und geschäftlichen Belangen.[1] Greenblatt arbeitete mit dem Anwalt David Friedman zusammen, den Trump später als Botschafter für Israel vorschlug.[2]

Jason Greenblatt ist orthodoxer Jude und lebt mit seiner Frau und seinen sechs Kindern in Teaneck, New Jersey.[3] Seine Frau, Naomi Greenblatt, ist Psychiaterin.

Leiter Internationale VerhandlungenBearbeiten

Während seines Wahlkampfes beriet Greenblatt Donald Trump in Fragen zum Nahen Osten und speziell zu Israel. Nach seiner Wahl nominierte Trump ihn zu seinem Chefunterhändler. Trump erklärte, Greenblatt sei einer seiner „engsten Vertrauten“ und habe „komplexe Geschäfte“ für ihn abgewickelt. Er sei erfahren darin, in „schwierigen und sensiblen“ Fragen zu vermitteln.[4] Laut CNN fallen u. a. der Nahostkonflikt und die Beziehungen zu Kuba in Greenblatts Aufgabenbereich.[5]

PositionenBearbeiten

Greenblatt spricht sich für eine Zweistaatenlösung für Israel aus. In den Siedlungen in der Westbank sieht er kein Hindernis für einen dauerhaften Frieden.[2][6]

EinzelnachweiseBearbeiten

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  1. The Executive Series: Jason Greenblatt – The Commentator. In: The Commentator. 7. Februar 2016 (yucommentator.org [abgerufen am 16. Februar 2017]).
  2. a b Ben Jacobs: Trump picks lawyer with little foreign policy experience for global negotiator. In: The Guardian. 24. Dezember 2016, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 15. Februar 2017]).
  3. No Experience Necessary: Meet Trump’s Orthodox Israel Advisor. In: The Forward. (forward.com [abgerufen am 15. Februar 2017]).
  4. US-Wahl: Trump holt Firmenanwalt in Regierungsteam. In: Die Zeit. 28. Dezember 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 16. Februar 2017]).
  5. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Neuer US-Chefunterhändler: Trumps Anwalt dealt künftig mit der Welt – SPIEGEL ONLINE – Politik. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  6. The Editorial Board: Israel’s Alarming Settlement Bill. In: The New York Times. 17. November 2016, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 17. Februar 2017]).