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Jaroslaw II. Wsewolodowitsch

Großfürst von Wladimir (Russland)

Jaroslaw II. Wsewolodowitsch (russisch Ярослав Всеволодович; * 1190; † 30. September 1246 in Karakorum[1]) war ab 1238 Großfürst von Wladimir aus dem Geschlecht der Rurikiden.

Jaroslaw II., der Sohn Wsewolod Jurjewitschs, folgte seinem Bruder Jurij II., der 1238 in der Schlacht am Sit gegen die Mongolen gefallen war, auf den Großfürstenthron von Wladimir. Anfangs blieb Jaroslaw noch weitgehend unbeeinflusst von den neuen mongolischen Herrschern. Das änderte sich jedoch bald. Nach der Rückkehr des Großkhans Batu musste Jaroslaw II. 1242 erstmals an dessen Hof in Sarai erscheinen. Batu bestätigte ihn zwar als Großfürst, ab diesem Zeitpunkt mussten sich aber alle russischen Fürsten ihre Herrschaft von den Mongolen genehmigen lassen. Während eines dieser Besuche wurde Jaroslaw II. 1246 in Karakorum vergiftet.

Jaroslaw II. war Vater Wassilis und Jaroslaws III.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Jaroslaw II. (Theodore) Wsewolodowitsch. In: Энциклопедический словарь Брокгауза и Ефрона – Enziklopeditscheski slowar Brokgausa i Jefrona. Band 41a [82]: Яйцепровод–Ѵ. Brockhaus-Efron, Sankt Petersburg 1904, S. 832–833 (russisch, Volltext [Wikisource] PDF).
  • Jewgeni Schukow u. a.: Sowetskaja istoritscheskaja enziklopedija. Band 16. Sowetskaja enziklopedija, Moskau 1976, Sp. 984. (russisch)
  • Frithjof Schenk: Alexander Newski. Ein anti-deutscher Held im russischen kulturellen Gedächtnis? In: Matthias Wemhoff, Alexander Lewykin: Russen und Deutsche. Essay-Band: 1000 Jahre Kunst, Geschichte und Kultur. Imhof, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-803-3, S. 478–485.

EinbelegeBearbeiten

  1. Frithjof Schenk: Alexander Newski. Ein anti-deutscher Held im russischen kulturellen Gedächtnis? In: Matthias Wemhoff und Alexander Lewykin: Russen und Deutsche. Essay-Band: 1000 Jahre Kunst, Geschichte und Kultur. Imhof, Petersberg 2012, S. 478–485.
VorgängerAmtNachfolger
Juri II.Russischer Herrscher Swjatoslaw III.