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Jambi
Wappen der Provinz
Basisdaten
Fläche: 44.800 km²
Einwohner: 3.088.618
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner/km²
Hauptstadt: Jambi
Gouverneur Hasan Basri Agus
Lage in Indonesien
SingapurBruneiMalaysiaMalaysiaPhilippinenOsttimorAustralienPapua-NeuguineaThailandAcehSumatra UtaraRiauSumatra BaratJambiBengkuluSumatra SelatanLampungKepulauan RiauBangka-BelitungBantenJakartaJawa BaratYogyakartaBaliJawa TengahJawa TimurNusa Tenggara BaratNusa Tenggara TimurMaluku UtaraSulawesi UtaraMalukuPapua BaratPapuaKalimantan BaratKalimantan TengahKalimantan SelatanKalimantan TimurKalimantan UtaraSulawesi BaratGorontaloSulawesi TenggaraSulawesi SelatanSulawesi TengahJambi in Indonesia.svg
Über dieses Bild
Website: www.jambiprov.go.id

Jambi ist eine indonesische Provinz auf Sumatra.

GeographieBearbeiten

Die Provinz liegt zum größten Teil im flachen Ostteil der Insel, dieser ist durch sumpfiges Gelände und große Flüsse, darunter der Batang Hari, geprägt. Auch der Fluss Jambi fließt hier und entspringt mit zwei Quellarmen, durchfließt die östliche Alluvialebene und mündet bei 1° südlicher Breite in das Südchinesische Meer. Weitere Flüsse sind Batang Hari, Batang Merangin, Batang Tebo, Batang Tabir, Batang Tembesi, Batang Bungo, Berbak, Pengabuan, Air Hitam, Mendahara, Dendang und Batang Asai. Hohe Berge sind Kerinci, Raya, Sumbing, Masurai Tujuh und Alas.[1] Im Osten liegt der Nationalpark Berbak.

Die Hauptstadt Jambi (427.000 Einwohner) liegt etwa 60 km oberhalb der Mündung an diesem Fluss. Im Westen greift die Provinz auf das Gebirge über.

Das Gebiet liegt zwischen Indragiri und Palembang. Jambi hat einen großen Anteil an Sumatras größtem Nationalpark, dem Nationalpark Kerinchi-Seblat.

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Jambi besteht aus folgenden 9 Kabupaten (Regierungsbezirken) und 2 Kota (Städten):

Wappen Kabupaten/Kota
Regierungsbezirk/Stadt
Regierungssitz Lage Kecamatan
Subdistrikte
Desa/Kelurahan
Gemeinden
Fläche [km²] Bevölkerung (2011) Einw./km² (2011)
  Batang Hari Muara Bulian   8 113 000000000005804.00000000005.804,00 000000000247386.0000000000247.386 000000000000043.000000000043
  Bungo Muara Bungo   17 153 000000000004659.00000000004.659,00 000000000310737.0000000000310.737 000000000000067.000000000067
  Kerinci Sungai Penuh/Siulak   12 209 000000000003355.27000000003.355,27 000000000235251.0000000000235.251 000000000000070.000000000070
  Merangin Bangko   24 212 000000000007679.00000000007.679,00 000000000341563.0000000000341.563 000000000000044.000000000044
  Muaro Jambi Sengeti   11 155 000000000005326.00000000005.326,00 000000000351553.0000000000351.553 000000000000066.000000000066
  Sarolangun Sarolangun   10 131 000000000006184.00000000006.184,00 000000000252421.0000000000252.421 000000000000041.000000000041
  Tanjung Jabung Barat Kuala Tungkal   13 70 000000000004649.85000000004.649,85 000000000285731.0000000000285.731 000000000000061.000000000061
  Tanjung Jabung Timur Muara Sabak   11 93 000000000005445.00000000005.445,00 000000000210420.0000000000210.420 000000000000039.000000000039
  Tebo Muara Tebo   12 107 000000000006461.00000000006.461,00 000000000305202.0000000000305.202 000000000000047.000000000047
  Jambi Kota Baru (Jambi)   8 62 000000000000205.4300000000205,43 000000000545193.0000000000545.193 000000000002654.00000000002.654
  Sungai Penuh Sungai Penuh   5 69 000000000000391.5000000000391,50 000000000084357.000000000084.357 000000000000215.0000000000215
Provinsi Jambi Jambi 131 1.374 50.160,05 3.169.814 63

WirtschaftBearbeiten

 
Sumpflandschaft am Batang Hari in Jambi

Das frühere Straßensystem und die dadurch ermöglichte wirtschaftliche Nutzung (Pfeffer und Gummibaum) folgte den Flüssen – weite Teile des Urwaldes waren gar nicht zugänglich. Mit dem Bau des Trans-Sumatra-Highways wurden die Möglichkeiten der Landnutzung erheblich erweitert. Die Straße erschloss neue, flussferne Gebiete für den kommerziellen Holzeinschlag, für staatlich geförderte Neusiedler und sonstige Zuwanderer. Die Öffnung der Küstenwälder für Palmölplantagen und Ansiedlungen führten zu umfangreichen Waldbränden und Luftverschmutzungen in den Jahren 1997/98.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung hat heute neben der Produktion von Kautschuk und Palmöl vor allem die Erdölförderung.

GeschichteBearbeiten

 
Fähre über den Jambi (1915/39)

Beim Dorf Muara Jambi am Batang Hari, knapp 30 km nordöstlich von Jambi, haben Archäologen die Rudimente einer ehemals bedeutenden buddhistischen Tempelstadt freigelegt. Anhand von Steininschriften soll sich die Blütezeit des Ortes auf die Zeit zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert datieren lassen.

Im Mittelalter gehörte die Region Jambi zum Reich von Srivijaya, bevor es im 16. Jahrhundert islamisiert und ein Sultanat errichtet wurde. Dieses konnte sich länger als andere Sultanate Indonesiens dem niederländischen Einfluss widersetzen, erst 1858 wurde es Protektorat (Vasallenstaat) und 1901 wurde der letzte Sultan abgesetzt. Mit der Unabhängigkeit Indonesien 1949 wurde Jambi eine Provinz.

 
Wasch- bzw. Toilettenhütten am Jambi (Jahr unbekannt)

Im 18. Jahrhundert war Jambi ein Zentrum der Pfefferproduktion, die noch durch eine "sanfte" Waldnutzung gekennzeichnet war. Ab 1850 wurde eine brasilianische Gummibaumsorte eingeführt und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ersetzten Plantagen (Agroforstwirtschaft) den bis dahin angewandten Wanderfeldbau. Während des ersten Kautschuk-Booms nach dem Ersten Weltkrieg zog es viele Arbeiter auf die Gummiplantagen.

Gleichzeitig mit dem Bau des Trans-Sumatra-Highways in den 1970er/80er-Jahren wurde die Zuwanderung (vor allem aus Java) gefördert.[3]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jambi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Welcome to Sumatra Island. indonesiabangun.tripod.com
  2. D. Murdiyarso1, M. van Noordwijk u. a.: Environmental benefits and sustainable land-use options in the Jambi transect, Sumatra, Indonesia. Journal of Vegetation Science (PDF; 404 kB)
  3. D. Murdiyarso1, M. van Noordwijk u. a.: Environmental benefits and sustainable land-use options in the Jambi transect, Sumatra, Indonesia. Journal of Vegetation Science (PDF; 404 kB)

Koordinaten: 1° 30′ S, 103° 0′ O