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Jacques Swaters

belgischer Automobilrennfahrer

KarriereBearbeiten

Jacques Swaters gab sein Renndebüt bei den 24 Stunden von Spa 1948, gemeinsam mit seinem Landsmann Paul Frère als zweitem Piloten, auf einem MG.

1950 war Swaters einer der Gründer der „Ecurie Belgique“, die in den 1950er-Jahren bei Sportwagenrennen und in der Formel 1 am Start war. Swaters fuhr zu Beginn Fahrzeuge der deutschen Marke Veritas. 1951 kam er in die Formel 1. André Pilette, der als Fahrer vorgesehen war, hatte sich verletzt, woraufhin Swaters beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring sein erstes Monoposto-Rennen fuhr. 1953 pilotierte er den Ferrari 500 der Ecurie bei zwei Weltmeisterschaftsläufen und gewann im Herbst das Formel-2-Rennen auf der AVUS.

1952 gründete Swaters auch sein eigenes Rennteam, die Ecurie Francorchamps[2]. In der Formel 1 ging Swaters mit einem Ferrari 625F1 an den Start, in der Sportwagenweltmeisterschaft mit einem Jaguar C-Type. Der Formelsport war nur mehr ein Nebenschauplatz, Swaters feierte seine größten Erfolge als Fahrer im Sportwagen.

1954 wurde er gemeinsam mit Roger Laurent Vierter bei den 24 Stunden von Le Mans, ein Erfolg, den er 1955 mit dem dritten Gesamtrang noch übertraf. Sein Partner war diesmal Johnny Claes. 1956 rundete er seine Le-Mans-Erfolge mit einem weiteren vierten Platz ab. 1955 und 1956 war das Rennfahrzeug ein Jaguar D-Type, 1956 Freddy Rousselle sein Partner.

1957, nach seinem letzten Antreten in Le Mans, zog sich Swaters vom aktiven Rennsport zurück und kümmerte sich fortan um die Organisation der erfolgreichen Ecurie Francorchamps.

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

GesamtübersichtBearbeiten

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
1951 Ecurie Belgique Talbot-Lago T26C Talbot 4.5 L6 2 NC
1953 Ecurie Francorchamps Ferrari 500 Ferrari 2.0 L4 2 NC
1954 Ecurie Francorchamps Ferrari 500 Ferrari 2.5 L4 3 NC
Gesamt 7

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1951                
10 DNF
1953                  
DNS 7 DNF
1954                  
DNF 8 DNF
1955              
DNA
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1954 Belgien  Ecurie Francorchamps Jaguar C-Type Belgien  Roger Laurent Rang 4
1955 Belgien  Ecurie Francorchamps Jaguar D-Type Belgien  Johnny Claes Rang 3
1956 Belgien  Equipe Nationale Belge Jaguar D-Type Belgien  Freddy Rousselle Rang 4
1957 Belgien  Equipe Nationale Belge Ferrari 290MM Belgien  Alain de Changy Ausfall Motorschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22
1953 Ecurie Francorchamps Ferrari 225S
Jaguar C-Type
Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Belgien  SPA Deutschland  NÜR Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
DNF DNF
1954 Ecurie Francorchamps Jaguar C-Type Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Mexiko  CAP
4 7
1955 Ecurie Francorchamps
Equipe Nationale Belge
Jaguar D-Type
Ferrari 750 Monza
Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Frankreich  LEM Vereinigtes Konigreich  RTT Italien  TAR
3 13
1957 Equipe Nationale Belge Ferrari 290MM Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  SEB Italien  MIM Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Schweden  KRI Venezuela  CAR
DNF DNF

LiteraturBearbeiten

  • Steve Small: Grand Prix Who’s who. 3rd Edition. Travel Publishing, Reading 2000, ISBN 1-902007-46-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jacques Swaters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.finecars.cc/en/editorial/article/news/in-memoriam-jacques-swaters-30101926-10122010/index.html
  2. Daten zur Ecurie Francorchamps