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Jack (2014)

Film von Edward Berger (2014)

Jack ist ein deutscher Film von Edward Berger. Im Film wird der 10-jährige Jack von seiner jugendlichen Mutter vernachlässigt und ist dadurch mit seinem Bruder Manuel mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Die Uraufführung des Films war am 7. Februar 2014 im Wettbewerb der 64. Berlinale. Der Kinostart war am 9. Oktober 2014.

Filmdaten
OriginaltitelJack
Jack 2014.svg
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2014
Länge102 Minuten
AltersfreigabeFSK 6[1]
Stab
RegieEdward Berger
DrehbuchEdward Berger,
Nele Mueller-Stöfen
ProduktionRené Römert,
Jan Krüger
MusikJulian Maas,
Christoph M. Kaiser
KameraJens Harant
SchnittJanina Herhoffer
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Der 10-jährige Jack trägt die Verantwortung für sich und seinen kleinen Bruder Manuel, da die alleinerziehende, jugendliche Mutter Sanna tagsüber arbeitet und nachts feiern geht. Als sich Manuel beim Baden mit heißem Wasser verbrüht, wird das Jugendamt auf die Familie aufmerksam. Jack macht man für den Vorfall verantwortlich und weist ihn in ein Wohnheim ein. Dort gerät er mit einem anderen Heimbewohner aneinander, der ihn regelmäßig mobbt. Als dieser das von ihm geliehene Fernglas im See versenkt, schlägt Jack den älteren Jungen im Affekt mit einem Knüppel bewusstlos. Er nimmt Reißaus, seine Mutter ist jedoch nicht zuhause. Auf der Suche nach ihr irrt er mit Manuel durch das nächtliche Berlin. Sie übernachten in einer Tiefgarage und auf Parkbänken. Immer wieder kehren sie zur Wohnung zurück, aber ihre Mutter ist nicht da.

Eines Abends treffen sie Sanna zuhause an. Diese ist relativ unbekümmert ob ihrer vermissten Kinder. Als sie noch schläft, bricht Jack schließlich eines Morgens zusammen mit Manuel auf und kehrt zum Wohnheim zurück.

RezeptionBearbeiten

Der filmdienst urteilte, Berger und Mueller-Stöfen präsentieren „die Erwachsenenwelt als Sphäre […], die vom Schicksal der Kinder ungerührt bleibt oder ihnen sogar offen feindselig begegnet“. Die „Konzentration auf die Perspektive der Kinder“ sei auf der „Bildebene schlüssig“, allerdings finde es offenbar „kein Erwachsener merkwürdig, wenn die beiden Kinder mitten in der Nacht allein unterwegs sind“. Mit der Authentizität von Filmen wie Der Junge mit dem Fahrrad oder Sie küßten und sie schlugen ihn könne Jack nicht mithalten. Stattdessen löse sich der „anfängliche Realismus schließlich […] zugunsten eines konventionellen Melodrams“ auf, „das publikumswirksam auf Mitleid“ spekuliere.[2]

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Jack. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, März 2014 (PDF; Prüf­nummer: 144 129 K).
  2. mno: Jack. filmdienst, abgerufen am 12. Juni 2015.
  3. Preisträger des 24. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern. In: Filmportal.de. Deutsches Filminstitut, 12. Mai 2014, abgerufen am 12. Juni 2015.
  4. Hauptpreis beim Festival des deutschen Films geht an „Vergiss mein Ich“. In: Filmportal.de. Deutsches Filminstitut, 7. Juli 2014, abgerufen am 12. Juni 2015.
  5. Jack. Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), abgerufen am 12. Juni 2015.
  6. Besucherrekord beim 8. Fünf Seen Filmfestival. In: Filmportal.de. Deutsches Filminstitut, 4. August 2014, abgerufen am 12. Juni 2015.
  7. Bayerischer Filmpreis 2014 vergeben. In: Filmportal.de. Deutsches Filminstitut, 17. Januar 2015, abgerufen am 12. Juni 2015.
  8. Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2015. In: Filmportal.de. Deutsches Filminstitut, 7. Mai 2015, abgerufen am 12. Juni 2015.