Jörg Buder

deutscher Fußballspieler
Buder (links) im DFV-Supercupspiel 1989

Jörg Buder (* 24. September 1969) ist ein ehemaliger Fußballspieler. Für den Berliner FC Dynamo und dessen Nachfolger FC Berlin spielte er in der DDR-Oberliga, der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballverbandes.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Buder wurde 1983 Schüler des Schul- und Leistungssportzentrum Sportforum in Ost-Berlin und schloss sich gleichzeitig dem Berliner FC Dynamo (BFC), dem Fußballspitzenklub der DDR-Sicherheitsorgane an. Als Juniorenspieler gehörte er ab 1986 dem Kader der DDR-Nachwuchsmannschaften an. Sein erstes Nachwuchsländerspiel bestritt er am 13. November 1986 mit der U-17-Auswahl. In der Begegnung DDR – Polen (0:2) wurde er im rechten Mittelfeld eingesetzt. Bis 1987 kam er auf insgesamt vier Nachwuchsländerspiele. Beim BFC spielte Buder von 1986 bis 1988 in der Juniorenoberliga und gewann dort 1987 die Junioren-Meisterschaft. Im gleichen Jahr wurde er mit den BFC-Junioren Pokalsieger.

Für die Saison 1988/89 wurde der 1,79 m große Buder als Abwehrspieler für die 2. BFC-Mannschaft nominiert, mit der in der zweitklassigen DDR-Liga 16 Spiele absolvierte. Im Sommer 1989 wurde Buder in die Fußballolympiaauswahl der DDR berufen, mit der er mehrere Testspiele bestritt. Noch vor Beginn der Qualifikationsspiele für Olympia 1992 wurde die Mannschaft im Zuge der deutschen Wiedervereinigung zurückgezogen. Zur Spielzeit 1989/90 rückte er in die Oberliga-Mannschaft des BFC auf. Bereits am 5. August 1989 wurde er im DFV-Supercupspiel Dynamo Dresden – BFC (4:1) in der Schlussviertelstunde eingesetzt. Seinen Einstand in der Oberliga gab er am 19. August 1989, als er in der Begegnung des 2. Spieltages Stahl Brandenburg – BFC (1:1) in der 74. Minute eingewechselt wurde. Es folgten neun weitere Oberligaeinsätze, in denen er siebenmal als Mittelfeld- oder Abwehrspieler in der Startelf stand. In seiner zweiten Oberliga-Saison 1990/91 kam Buder nicht über die Rolle eines Ersatzspielers hinaus. Er kam elfmal in Oberligaspielen zum Einsatz, spielte aber nur fünfmal über volle 90 Minuten. Das Oberligaspiel beim Halleschen FC Chemie (0:1) am 11. Mai 1991, in dem die Mannschaft bereits als FC Berlin antrat, war Buders letztes Erstligaspiel.

In der Saison 1993/94 spielte Buder für den BSV Stahl Brandenburg in der zu dieser Zeit drittklassigen Oberliga Nordost und verhalf der Mannschaft zur Oberliga-Meisterschaft und zur Qualifikation für die neue Regionalliga. Von 1994 bis 2000 spielte er für den SV Babelsberg 03. Mit den Randberlinern stieg er 1996 in die Oberliga Nordost und 1997 in die Regionalliga Nordost auf. Innerhalb von sechs Jahren absolvierte Buder über 100 Spiele für Babelsberg, zunächst im Mittelfeld, später als Verteidiger.

Nachdem Buder im Jahr 2000 von Trainer Karsten Heine aus dem Kader gestrichen worden war, schloss er sich zur Saison 2000/01 dem viertklassigen Berliner Oberligisten VfB Lichterfelde an, der sich 2004 in Lichterfelder FC Berlin umbenannte. 2002 wurde Buder vom Verein zum Spieler des Jahres gewählt. 2005 stieg er mit den Lichterfeldern in die Verbandsliga Berlin ab, ein Jahr später beendete er knapp 36-jährig seine Laufbahn als Leistungssportler.

LiteraturBearbeiten

  • Andreas Baingo, Michael Horn: Die Geschichte der DDR-Oberliga. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2003, ISBN 3-89533-428-6.
  • Uwe Nuttelmann (Hrsg.): DDR-Oberliga. 1962–1991. Eigenverlag, Jade 2007, ISBN 978-3-930814-33-6.
  • DSFS: DDR-Chronik, Band 7, 1984/85–1988/89

WeblinksBearbeiten