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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Isselbach
Isselbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Isselbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 165 m ü. NHN
Fläche: 7,19 km2
Einwohner: 358 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65558
Vorwahl: 06439
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 064
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Website: www.vgdiez.de
Ortsbürgermeister: Ulrich Jürgens
Lage der Ortsgemeinde Isselbach im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild
Kirche
Kriegerdenkmal

Isselbach ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis. Sie gehört der Verbandsgemeinde Diez an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Ortsgemeinde Isselbach gehört zum Naturpark Nassau im Westerwald und zur Esterau. Durch Isselbach fließt der Gelbach, das Gemeindegebiet wird vom gleichnamigen Bach Isselbach durchflossen. Die Ortsgemeinde liegt neun Kilometer westlich von Diez, elf Kilometer westlich von Limburg an der Lahn und sechs Kilometer südöstlich von Montabaur.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Ortsgemeinde Isselbach besteht aus den Ortsteilen Isselbach, Giershausen und Ruppenrod.

GeschichteBearbeiten

Eine Vogtei Isselbach wurde 1355 erwähnt. Der Name Isselbach geht auf die ortsansässige Adelsfamilie Usselbach zurück.

Die Kapelle im spätgotisch-frühbarocken Stil wurde wahrscheinlich in der Zeit um 1500 erbaut. Derselben Zeit entstammte eine der Glocken. Diese wurde während des Ersten Weltkriegs für die Waffenproduktion eingeschmolzen.

Nordöstlich des heutigen Isselbachs lag das vermutlich infolge von Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallene Oberisselbach, das um 1573 nachweislich noch existierte. Das heutige Isselbach geht auf die damalige Ortschaft Unterisselbach zurück.

Im Jahre 1643 kam Isselbach durch einen Kauf des Grafen Peter Melander von Holzappel zum Herrschaftsbereich von Esten (heute Holzappel), aus der 1656 die Grafschaft Holzappel-Schaumburg wurde. Durch diesen Wechsel der Herrschaft wurde die Bevölkerung Isselbachs protestantisch. 1795 vorübergehend französisch besetzt, war der Ort ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Nachweislich seit 1718 gab es eine Schule in Isselbach. 1824 wurde ein neues Schulgebäude im nassauischen klassizistischen Stil errichtet, in der bis 1969 unterrichtet wurde. Zum Einzugsgebiet dieser sogenannten „Neuen Volksschule“ gehörten auch die Ortschaften Giershausen und Ruppenrod. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Seit 1969 gehört Isselbach zum Einzugsgebiet der Grund- und Hauptschule Esterauschule in Holzappel.

ReligionBearbeiten

Isselbach ist der römisch-katholischen Gemeinde St. Bonifatius in Holzappel zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Eppenrod im Dekanat Diez in der Propstei Süd-Nassau der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig.

EingemeindungenBearbeiten

Am 31. Dezember 1972 schlossen sich die Gemeinden Isselbach, Giershausen und Ruppenrod zusammen.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1910 hatte Isselbach 199 Einwohner, 1933 waren es 179 Einwohner und 1939 waren es 149 Einwohner.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Isselbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

WappenBearbeiten

Das Gemeindewappen wurde 1973 amtlich eingeführt. Das Wappen geht auf das Familienwappen der Adelsfamilie Usselbach zurück. Das erste nachgewiesene Siegel Isselbachs stammt aus der Zeit um 1800. Das Wappen zeigt drei Fische in einem blauen Band auf gelb-orangem Grund. Die Farben Gelb-Orange und Blau sind die Farben Nassaus.

VerkehrBearbeiten

Isselbach liegt an den Landesstraßen L 313 und L 325 sowie an der Kreisstraße K 163 Nentershausen – Isselbach. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Diez an der A 3. Isselbach ist mit der Buslinie 540 des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel an den ÖPNV angebunden. Die nächstgelegenen ICE-Fernbahnhöfe sind der Bahnhof Montabaur und der Bahnhof Limburg Süd.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 167 (PDF; 2,8 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen