Isländische Männer-Handballnationalmannschaft

Die isländische Männer-Handballnationalmannschaft vertritt Island bei internationalen Turnieren im Männerhandball.

Island
Spitzname(n) Strákarnir okkar
Verband Handknattleikssamband Íslands (HSÍ)
Konföderation EHF
Trainer Guðmundur Guðmundsson
Meiste Tore Guðjón Valur Sigurðsson: 1853
Meiste Spiele Guðmundur Hrafnkelsson: 407
Olympische Spiele
Teilnahmen 7 von 13 (Erste: 1972)
Bestes Ergebnis Silber (2008)
Handball-Weltmeisterschaft
Teilnahmen 19 von 26 (Erste: 1958)
Bestes Ergebnis 5. (1997)
Handball-Europameisterschaft
Teilnahmen 10 von 12 (Erste: 2000)
Bestes Ergebnis 3. (2010)
(Stand: unbekannt)
Die isländische Männer-Handballnationalmannschaft bei der Handball-Europameisterschaft 2010 in Österreich

Handball ist neben Fußball die populärste Sportart auf Island.[1] Seit den 1980er Jahren gehört die Männer-Nationalmannschaft zu den besten Handballnationen.

Zum ersten Mal erreichte Island das Halbfinale einer internationalen Meisterschaft beim olympischen Turnier 1992. Dort unterlag man dem Vereinten Team der Länder der ehemaligen Sowjetunion mit 20:22. Das Spiel um die Bronzemedaille wurde gegen Frankreich mit 20:24 verloren.

Bei den Olympischen Spielen in Peking errang Island mit dem Einzug in das Finale nach einem 36:30 gegen Spanien am 22. August 2008 den größten Erfolg in der Sportgeschichte des Landes. Im Endspiel am 24. August unterlag die Mannschaft Frankreich 23:28.[2][3] Wenige Minuten nach dem Schlusspfiff verkündete der isländische Präsident einen Feiertag, sodass alle Isländer arbeitsfrei bekamen. Bei der folgenden Qualifikation zur Handball-Weltmeisterschaft 2009 scheiterte Island überraschend an Mazedonien.

Eine weitere Halbfinalteilnahme gelang bei der Europameisterschaft 2010. Dort verlor das Team erneut gegen Frankreich, holte aber anschließend mit einem 29:26-Sieg über Polen die Bronzemedaille.

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London erreichte Island als Gruppenerster ohne Verlustpunkt die Finalrunde, verlor jedoch das Viertelfinale gegen Ungarn knapp mit 33:34. Im Anschluss an das Turnier beendete Guðmundur Guðmundsson seine Tätigkeit als Nationaltrainer. Sein Nachfolger wurde Aron Kristjánsson, der nach dem Vorrundenaus der isländischen Mannschaft bei der Europameisterschaft 2016 zurücktrat.[4] Im März 2016 übernahm Geir Sveinsson das Traineramt.[5] Nach der Europameisterschaft 2018 übernahm Guðmundur Guðmundsson erneut das Traineramt der Nationalmannschaft.[6]

Teilnahme an Meisterschaften (Halle)Bearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

Handball-WeltmeisterschaftBearbeiten

Handball-EuropameisterschaftBearbeiten

Aktueller KaderBearbeiten

Nr. Name Geburtsdatum Verein Position Größe
Torhüter
20 Ágúst Elí Björgvinsson 11.04.1995 IK Sävehof TW 1,86
1 Björgvin Páll Gústavsson 24.05.1985 Skjern Håndbold TW 1,93
16 Viktor Gísli Hallgrímsson 24.07.2000 GOG Håndbold TW 2,03
Außen
8 Bjarki Már Elísson 16.05.1990 TBV Lemgo LA 1,91
9 Guðjón Valur Sigurðsson 08.08.1979 Paris Saint-Germain LA 1,96
17 Arnór Þór Gunnarsson 23.10.1987 Bergischer HC RA 1,80
22 Sigvaldi Guðjónsson 04.07.1994 Elverum Håndball RA 1,91
Kreisläufer
21 Arnar Freyr Arnarsson 14.03.1996 GOG Håndbold KM 2,01
3 Kári Kristján Kristjánsson 28.10.1984 ÍBV Vestmannaeyja KM 1,94
Sveinn Jóhannsson 16.06.1999 SønderjyskE Håndbold KM 1,95
11 Ýmir Örn Gíslason 01.07.1997 Valur Reykjavík KM 1,92
Rückraum
4 Aron Pálmarsson 19.07.1990 FC Barcelona RL 1,92
13 Ólafur Guðmundsson 13.05.1990 IFK Kristianstad RL 1,94
15 Daníel Þór Ingason 15.11.1995 Ribe-Esbjerg HH RL 1,95
25 Elvar Örn Jónsson 31.08.1997 Skjern Håndbold RM 1,85
24 Haukur Þrastarson 14.01.2001 UMF Selfoss RM 1,92
33 Janus Daði Smárason 01.01.1995 Aalborg Håndbold RM 1,84
15 Alexander Petersson 02.07.1980 Rhein-Neckar Löwen RR 1,86
28 Viggó Kristjánsson 09.12.1993 HSG Wetzlar RR 1,90

Stand: 16. Dezember 2019

Bekannte ehemalige NationalspielerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ein kleines Land mit einer großen Liebe derStandard.at, 7. August 2012, abgerufen am 9. Dezember 2012
  2. Frankreich holt erstes Handball-Gold Focus online, 24. August 2008, abgerufen am 9. Dezember 2012
  3. Ganz Island fiebert im Handball-Finale mit Focus online, 23. August 2008, abgerufen am 9. Dezember 2012
  4. hsi.is: Aron Kristjánsson lætur af störfum, abgerufen am 22. Januar 2016
  5. handball-world.com: Island hat einen neuen Nationaltrainer: Früherer Bundesliga-Coach übernimmt Verantwortung, abgerufen am 31. März 2016
  6. mbl.is: Guðmundur getur komið okkur í fremstu röð, abgerufen am 7. Februar 2018